Was wäre, wenn ich Ihnen sage, dass Studio Zoo nichts weiter als sozialistischer Kitsch im Künstlergewand ist? "Studio Zoo" ist eine glitzernde, angeblich fortschrittliche Idee, die rund um Kunst- und Kulturzentren wie ein Virus grassiert und die Menschen glauben lässt, sie seien Teil von etwas wirklich Großem. Aber was steckt dahinter? Vor allem nichts, was die Welt bewegt, sondern eine weitere Episode in der unendlichen Geschichte des linken Größenwahns der Kreativszene. Das Projekt entstand im urbanen Umfeld Berlin-Brandenburg und bestimmt seit einigen Jahren die Kunstwelt. Its mission? Die Welt zu einem besseren Ort zu machen durch den Austausch zwischen Mensch und Tier, als ob das Hauptproblem der Menschheit fehlende tierische Kommunikation wäre.
Lassen Sie uns gleich zu Punkt eins kommen: Die unsichtbare soziale Agenda. Studio Zoo verkauft sich als ein Ort, an dem Tier und Mensch auf Augenhöhe unter einem Dach 'arbeiten'. Das klingt erst einmal herzerwärmend, aber letztendlich ist es nichts anderes als die Neuerfindung des Rades: Tiere haben auch immer schon am Ende von Tischen gebettelt, das macht sie nicht automatisch zu Künstlern. Dahinter steckt das Ideal der Demokratisierung der Kunst — ein Konzept, das so utopisch ist, dass einem schlecht werden könnte.
Nummer zwei: Die Illusion, dass Tiere kreative Partner sein können. Lassen Sie uns ehrlich sein: Tiere sind nicht hier, um mit uns Kunst zu schaffen. Sie verstehen nicht, was eine Leinwand ist oder warum Malerei ein Ausdruck von Emotion oder Botschaft sein kann. Nur, weil ich meinen Hund in mein Atelier mitnehme, heißt das nicht, dass sein Gekläff und jaulen der Entwurf einer Symphonie ist.
Das Konzept ist eine weitere Möglichkeit, neoliberale Ansichten in die Kreativwirtschaft zu drücken. Was bekommen die Tiere eigentlich aus ihrer Arbeit im Studio Zoo? Gibt es hier nicht Parallelen zu menschenverachtenden Arbeitssystemen? Doch während Menschen durch Gewerkschaften und Arbeitsschutzgesetze geschützt werden, genießen Tiere diesen Luxus nicht. Studio Zoo würde hier wohl mit 'sie sind ja so glücklich' argumentieren.
Punkt drei ist das Problem der Kommodifizierung. Während die Macher hinter Studio Zoo behaupten, dass sie einen Raum ohne kapitalistische Einflüsse schaffen wollen, sind die Eintrittspreise zu den Ausstellungen ein Beweis für das Gegenteil. Die Menschen zahlen für das Privileg, die 'Kunst' der Tiere zu bewundern — ein Zirkus unter einem neuen Namen. Wie sehr unterscheidet sich diese Praxis von einem Museumsbesuch? Es ist ein neuer Trick, damit wir mit unseren Portemonnaies abstimmen.
Nummer vier: Die Frage nach der wirklichen Relevanz dieser „künstlerischen Beiträge“. Wenn alles Kunst ist, dann ist nichts Kunst. Nur weil ein Tier eine Leinwand mit farbigen Pfotenabdrücken bespritzt, heißt das nicht, dass es sich dabei um einen Akt des Schaffens handelt. Diese Art von Kunst zu fördern, ist im besten Fall trivial und im schlimmsten Fall ignorant.
Fünftens: Nachhaltigkeit – oder das Fehlen davon. Während Studio Zoo sich mit einem grünen und bewussten Image präsentiert, bleibt die Frage unbeantwortet, welchen ökologischen Fußabdruck diese Projekte hinterlassen. Reisen Künstler und deren tierische Partner um die Welt, um an hippen Veranstaltungen teilzunehmen? Werden exotische Tiere zur Verfügung gestellt, damit Menschen aus der westlichen Welt etwas lernen können? Es bleibt fraglich, wie viel von dem Geld tatsächlich in den Schutz der beteiligten Tiere fließt.
Zum sechsten Punkt, dem Missbrauch von politischen und sozialen Plattformen: Studio Zoo wird immer wieder als ein Modell für eine integrative und umweltbewusste Gesellschaft angeführt. Der Druck, den solchen Initiativen auf normale Künstler ausüben, ist nicht zu verfehlen: Entweder man passt sich dem 'gesellschaftlichen Wandel' an oder man wird ausgeschlossen.
Punkt sieben ist die Frage der Authentizität. Diese "Gemälde" von Tieren, die für tausende Euro verkauft werden, lassen uns innehalten: Wer bestimmt den Wert solcher Werke? Reiche Sammler, die auf der Suche nach dem nächsten skurrilen Gesprächsthema sind.
Der achte Punkt ist die Erziehung der Öffentlichkeit. Diese Aktivitäten geben vor, Bewusstsein und Empathie zu schaffen, aber in Wirklichkeit verbreiten sie fragwürdige Ideale. Junge Menschen lernen, dass Kunst mehr mit Marketing als mit Qualität zu tun hat.
Schließlich sprechen wir über den ironischen Punkt der Machtverhältnisse. Studio Zoo zeigt uns, dass selbst im radikalsten aller Experimente, irgendeine Form von Hierarchie unvermeidbar ist. Die angeblichen Befreiungen der Tiere bleiben nichts als ein Traum.
Die Menschen, die sich als Hüter der künstlerischen Avantgarde bezeichnen, laufen Gefahr, sich in einem Meer aus leeren Phrasen und aufgeblasenen Versprechungen zu verlieren. Studio Zoo ist ein weiteres Beispiel für eine Welt, die sich zu sehr bemüht, außergewöhnlich zu sein, während sie dabei das Offensichtliche aus den Augen verliert.