Stellen Sie sich einen Ort vor, der vor über 100 Jahren von Frankfurt nach North Carolina transportiert wurde. Der Philanthropische Saal am Davidson College ist genau so ein Ort - ein europäisches Kulturgut mitten in den USA! Erbaut 1823 in Deutschland, gelangte dieser Hammer von Traditionsbau um 1910 zu Davidson College in North Carolina. Genutzt als Versammlungsstätte für die Studentenbrüderschaft der „Duzfreunden“, ist der Saal Zeuge eines stolzen deutschen Erbes in der neuen Welt.
Jetzt mag man sich fragen, warum ein solch geschichtsträchtiger Ort heute kritisch beäugt wird? Nun, liebe Leser, der Grund mag überraschen: Es ist die Art der konservativen Traditionen, die er verkörpert und die manchen in der heutigen schnelllebigen und liberal geprägten Gesellschaft ein Dorn im Auge sind. Doch der Saal steht fest, wie eine Eiche im Wind des Wandels.
Er trägt die Spuren seiner deutschen Herkunft und ist ein Wunderwerk an Handwerkskunst, das man so schnell nicht vergisst. Die detailverliebte Holzverarbeitung und die eleganten Einlegearbeiten sind ein schöner Gegensatz zu den sogenannten "modernen" Gebäuden, die von zeitgeistigen Architekten kreiert werden. Warum also wird diese Perle in der Krone der Architektur von einigen nicht wahrgenommen? Stellen Sie sich vor – einige fordern gar seinen Abriss! Eine wahrlich oxymoronische Haltung, wenn Sie mich fragen.
Dieser Saal ist wie ein lebendiger Teilnehmer des Bildungsprozesses an der Hochschule. Er steht als Erinnerung an eine Zeit, in der akademische Werte hochgehalten wurden. In ihm schlägt das Herz der Geschichte und der Intellekt wird angeregt, was man bei den verblassenden Gebäuden neuerer Bauart schwerlich behaupten kann.
Nun, schnallen Sie sich an! Wir tauchen in die faszinierende Welt des Philanthropischen Saals ein und erkunden, warum sein Erhalt nicht nur sinnvoll, sondern dringend notwendig ist - selbst wenn die liberale Schickeria über ihn die Nase rümpft.