Wenn man irgendwelches Geschwätz über den Frieden auf der Erde hört, dann sollte man Orissaare Gemeinde auf Saaremaa besuchen, einem Inselparadies in Estland. Wer weiß, was der friedliche Protest gegen endlose Regulationen bewirken kann? Dieser Ort ist von Geschichtsinteressierten, Naturliebhabern und all denen, die mehr als nur Konformität suchen, entdeckt worden. Geformt wurde die Gemeinde im Jahr 1937 und sie liegt auf der Insel Saaremaa – der zweitgrößten Insel Estlands. Ein Fundort für all diejenigen, die die Chance ergreifen wollen, eine Reise in eine Zeit zu unternehmen, in der das Leben einfacher war.
Orissaare ist nicht nur ein Name. Es ist eine Lebensart. Die Gemeinde bietet Kulturerlebnisse, die in unserer heutigen hektischen Welt wie ein frischer Wind wirken. Das Orissaare Narva College, das 2004 gegründet wurde, beherbergt eine Vielzahl von kulturellen und bildenden Veranstaltungen, um den restlichen Teil der alten Welt zu würdigen.
Lästige Touristenströme wie in überlaufenen Städten? Fehlanzeige! In Orissaare kann man die unberührte Natur noch genießen. Die Landschaft hier hat nicht unter den Auswüchsen des Massenkonsums gelitten, da sind noch die ungezähmten Strände, die man in Ruhe genießen kann. Jeder, der es Leid ist, die ausgetretenen Pfade zu gehen, wird in Orissaare gut aufgehoben sein.
Für all diejenigen, die mit Politik und Geschichte im Herzen schlagen, Orissaare steckt auch voller Geschichten aus Kriegszeiten. Die „Laibalau Tisch“, ein Kriegsdenkmal, erzählt von den Verwirrungen des zweiten Weltkrieges. Jedes Besuchsjahr erinnert die Gemeinde an ihr reiches Erbe und feiert ihre Vergangenheit ohne die üblichen Ablenkungen des modernen Lebensstils.
Man könnte sich fragen, wo der freie Markt und Innovationen in solch einem traditionellen Rahmen gedeihen. Das ehrgeizige Orissaare Phänomen ist ein kleines Wunder. Von Landwirten bis hin zu aufstrebenden Unternehmern, all diejenigen, die Privatsphäre und Ruhe mehr als Glanz bevorzugen, haben in dieser Umgebung Raum zum Gedeihen.
Was sollten Sie sich nicht entgehen lassen? Ein Spaziergang durch den Nationalpark Vilsandi, der sich durch seine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt auszeichnet. Ist das die Zukunft eines globalisierten Planeten oder ein Ort, an den man flieht, um die Rationalität wiederzufinden?
Und es wäre nicht Saaremaa ohne ihre Geschichten von hohen Birken und tiefen Wäldern. Orissaar wurde nicht von liberaler Wirtschaftspolitik beeinflusst, sondern hat den Hauch des Unverfälschten, das das Beste einer entspannten und geregelten Gesellschaft zeigt.
Orissaare hat seine eigene Art von „Unabhängigkeitstag“. Das Volksfestival, das jeden Sommer die Inselbewohner und Touristen zusammenbringt, zeigt die Kraft der Tradition. Dort erlebt man den Stolz und die Wärme Estlands, der sich durch eine bunte Mischung aus Musik, Tanz und traditionellen Gerichten widerspiegelt.
Es ist erstaunlich, wie die kleinen lokalen Gemeinschaften wie Orissaare ihre Identität bewahren konnten, während die sogenannten modernen Zivilisationen darum kämpfen, den Anschluss zu halten. Sie bleiben ein Beispiel für echte Erhaltung und Liebe zur Heimat.
Die Orissaare Gemeinde zu besuchen, fordert die eigene Lebenseinstellung heraus – für all diejenigen, die das Tempo drosseln und eine wahre, nicht überfüllte und nicht übermäßig regulierte Lebensweise einschlagen wollen. Man versteht den wahren Wert der Freiheit in ihren stillen Wäldern und auf den weiten Feldern und wiederholt: Hier wird nicht nur die Vergangenheit zelebriert, sondern ein Lebensstil gefeiert, den die konventionelle Weisheit längst aufgegeben hat.