Wer den Zirkus liebt, aber Elefanten nicht mag, ist vielleicht bei der Miss International Queen an der richtigen Adresse. Diese Veranstaltung, die seit 2004 in Thailand stattfindet, hat es sich auf die Fahne geschrieben, die größte Transgender-Schönheitswettbewerb der Welt zu sein. Doch sollte man bei diesem Spektakel wirklich von "Royalität" sprechen? Als konservativer Beobachter könnte man sagen, dass hier der Gipfel des selbsterfüllten, liberalen Traums erreicht ist.
Es ist fast ironisch, dass dies „Königin“ heißt, wenn doch eigentlich fast jeder teilnehmen kann, der sich als Frau identifiziert. Hier gilt: Wer sich mit High Heels, falschen Wimpern und Couture-Kleidern zusammenraufen kann, läuft selbst über den Laufsteg. Es scheint, als wären die Kategorien der klassischen Schönheitswettbewerbe wie „Intelligenz“ und „Naturtalent“ völlig unwichtig geworden. Die Teilnehmerinnen kommen tatsächlich aus der ganzen Welt, aber was sagen uns diese Shows wirklich über die Gesellschaft?
Zunächst ist da das Problem mit Authentizität. In einer Zeit, in der soziale Medien voller Filter und bearbeiteter Realitäten sind, setzt die Miss International Queen noch einen drauf. Hier wird nicht nur der natürliche Körper neu definiert, sondern gleich das gesamte Geschlecht. Ein gefundenes Fressen für jene, die lieber in alternativen Realitäten schwelgen als in der biologischen.
Dann haben wir das Missverständnis der Inklusion. Man behauptet, Vielfalt zu fördern, aber wie viele verschiedene Ansichten werden hier wirklich zugelassen? Der Drang, alles und jeden zu akzeptieren, sorgt dafür, dass die wahrhaftig wertvolle Einzigartigkeit und Identität verwässert wird. Statt Vielfältigkeit könnte man hier nämlich eher von Uniformität sprechen, allerdings in Regenbogenfarben.
Nicht zu vergessen ist der kommerzielle Aspekt dieser Veranstaltung. Unternehmen nutzen Ereignisse wie die Miss International Queen, um sich selbst als „fortschrittlich“ und „aufgeschlossen“ zu präsentieren. Einige der Sponsoren sind große Beauty- und Modefirmen, die sicherlich nicht nur aus dem reinen Willen zur Unterstützung der Transgender-Community agieren. Für sie ist das hier eine äußerst lukrative Werbeplattform.
Ein weiterer Punkt ist die vermeintliche Ermächtigung der Teilnehmerinnen. Man möchte meinen, dass es sich hier um einen Erfolg der Selbstbestimmung handelt, doch in Wahrheit wird das klassische Schönheitsideal nur um einen weiteren Aspekt erweitert: den der Geschlechterinkongruenz. Noch immer kommen Teilnehmerinnen aus ärmeren Verhältnissen, die hoffen, durch diesen Wettbewerb eine bessere finanzielle Zukunft zu finden.
Bereits erwähnte ich die Liberalität, aber der eigentliche Skandal besteht in der Unfähigkeit, Kritik an diesem Event zu äußern. Jeder, der gegenteiliger Meinung ist, gilt als rückständig oder gar diskriminierend. Hierbei handelt es sich um eine Art von Zensur, die wahre Meinungsfreiheit verhindert.
Abschließend bleibt die Frage, was diese Veranstaltung für zukünftige Generationen bedeutet. Durch das Verwischen der Geschlechtergrenzen und die Förderung eines "Wunsch-Geschlechts", wird eine Welt projiziert, die niemals die natürliche Realität bieten kann. Solche Veranstaltungen mögen für manche als Fortschritt gesehen werden; die Frage ist, wohin dieser Fortschritt uns wirklich führt.