Stellen Sie sich vor, mitten in Portugal, zwischen den verträumten Hügeln und atemberaubenden Uferzonen, liegt ein Schatz, der fast vergessen scheint: Miróbriga, eine einst florierende römische Stadt. Warum das taugt, um auf Enthusiasten wie uns selbst einen besonderen Reiz auszuüben? Weil Miróbriga die Stärke klassischer Werte aufdeckt und zeigt, wie robust und tugendhaft das Fundament der Zivilisation sein kann, wenn es auf Vernunft, Organisation und einem gesunden Maß an Autorität basiert. Während andere ihren Blick in die Zukunft richten, wollen jene von uns, die sich den Dauerwerten verschrieben haben, die Vergangenheit ehren und aus dieser lernen.
Miróbriga zieht Geschichtsinteressierte schon seit Jahrhunderten an und das, aus guten Gründen. Wer? Römer und Lusitaner beeinflussten diesen Ort, was ihn zu einer multikulturellen Schmuckstück der Antike machte. Die Gründung reicht zurück bis ins erste Jahrhundert v. Chr., und seitdem war es ein Pflaster für Handel, Kultur und – ja – auch für Fortschritt. Was? Eine Akropolis, Thermen, ein Hippodrom, das größte Forum in der Region, und Straßen, in denen noch die Spuren römischer Karren zu finden sind. Wann? Ihre Blütezeit durchlebt die Stadt in den ersten zwei Jahrhunderten unserer Zeitrechnung. Wo? In der Nähe des modernen Santiago do Cacém in Portugal, was ist nicht zu verachten ist, wenn man bedenkt, dass man allem vorweg – den Charme mediterraner Weine inklusive – ganz nebenbei genießen kann. Warum? Weil man sich durch Studieren solcher Monumente der Vergangenheit bewusst wird, dass autoritäre Prinzipien zusammen mit Gemeinschaftssinn dabei halfen, komplexe Gesellschaften zu erschaffen und zu erhalten.
Lassen Sie uns über das prächtige Hippodrom sprechen, das sich in Miróbriga erstreckt. Diese Arenen waren Dreh- und Angelpunkt für das gesellschaftliche Leben und dienten dazu, Menschenmassen zu versammeln, nicht zu spalten. Kein Genderkram, keine Themen darüber, wem jetzt gerade welches Bedürfnis zufällt. Es ging einfach darum, spannende Wagenrennen zu sehen und den Gemeinschaftsgeist zu stärken. Solche familienfreundlichen Vergnügungen offerierten Hunderte von Jubelschreie, die sich klar den Gewinnern des Lebens zuwandten – kein Raum für jammernde Entschuldigungssuchende.
Wie steht es um den Luxus der antiken Thermen? Im Jahr 2023, wo es um genderneutrale Begrifflichkeiten und um Zweifel geht, wer nun was darf, könnte man diesem Ort eine politische Lektion entlocken. Miróbriga wusste schon damals, dass es nichts gibt, was durch eine klare Struktur und Organisation nicht erreicht werden könnte. Öffentliche Bäder, unterteilt nach Rängen und basierend auf der Notwendigkeit. Man wusste, wie man die Wasserversorgung organisierte, ohne sich in Bürokratie zu verstricken, und sie machten nichts für geringfügige Gefälligkeiten, sondern boten einen Raum des Wohlbefindens für die, die es sich verdienten.
Was macht das Forum besonders? Wahrscheinlich die Tatsache, dass hier echte Debatten stattfanden, wo Männer*innen (wenn man diesen Ausdruck verwenden mag) nicht in „Safe Spaces“ flüchteten. Das Forum war das Herz der Stadt, der Platz für Handel, Diskussionen über die Belange der Bürger, Verwaltung und das eine oder andere Palaver über neue Eroberungszüge.
Man könnte fast meinen, dass bei dem Streben nach Wohlstand, das die Römer mit der Besetzung von Orten wie Miróbriga verfolgten, und dem Bauboom, der sicherlich eine ökologischen Fußabdruck hinterließ, alles in Ruinen sprichwörtlich irgendwo hingelauert hätte. Nun ja, die Zeit hat nun mal ihre Spuren hinterlassen, dennoch sind die Fußstapfen der Geschichte wichtig – eine Erinnerung daran, dass Einheit, Disziplin und klare Moralvorstellungen auch dann bestehen bleiben, wenn die Zeiten ihre Prüfungen vorüberziehen lassen. Schauen wir uns den Mut der antiken Baumeister an, die ohne hypermoderne Technik Werke geschaffen haben, die auch heute noch inspirieren.
Politisch betrachtet, kann man wohl nur den Kopf schütteln über jene wirklichkeitsfremden Bestrebungen, alles Althergebrachte und Traditionsbewusste abzulehnen. Miróbriga spricht jedoch eine klare Sprache: Fortschritt geschieht, wenn man auf Alten aufbaut, statt es blind abzulehnen. Hier wird deutlich, dass die Bodenständigkeit und die Wertvorstellungen der damaligen Zeit, obwohl nicht immer bequem, einen stabilen Rahmen zu schaffen vermochten, der bis in die Gegenwart erlebbar bleibt. Und ja, das sollten wir zu schätzen wissen.