Mich Geben: Der Nonsens zur Selbstaufgabe

Mich Geben: Der Nonsens zur Selbstaufgabe

Der Trend "Mich Geben" fordert, alles was wir sind, aufzugeben, um im Namen der Gerechtigkeit zu handeln, was traditionelle Werte ins Wanken bringt. In diesem Beitrag zeige ich, warum dieser Ansatz schwere Auswirkungen auf Identität und Gesellschaft hat.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Warum, liebe Zeit, sollten wir alles, was wir sind, aufgeben, nur um andere zufriedenzustellen? In einer Welt, die jeden Tag verrückter zu werden scheint, gibt es einen kuriosen Trend, der sich da "Mich Geben" nennt. Besonders in den zielloseren urbanen Gesellschaften wurde dieser Ausdruck im Laufe des vergangenen Jahres populär – vor allem entlang der Westküste, wo man den Leuten gerne erzählt, sie sollten sich quasi selbst opfern, um im Namen der vermeintlichen "Gerechtigkeit" zu handeln. Doch wer hat eigentlich etwas davon?

Das "Mich Geben" richtet sich nicht an bestimmte Demografien, sondern wohl an jeden, der genug Leere in seiner Seele verspürt, dass er meint, sich komplett aufopfern zu müssen. Doch schauen wir mal genauer hin: Wer fördert so etwas eigentlich, und warum sollte man sich auf solch einen Irrsinn einlassen? Natürlich sind es dieselben Stimmen, die uns erzählen, dass traditionelle Werte veraltet sind und wir alles hinterfragen, was von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Den ersten Punkt, auf den man eingehen sollte, ist die Ideologie dahinter. Es wird erzählt, dass Menschen alles aufgeben sollen, was sie sind – ihre Überzeugungen, Traditionen, Werte – um zu einer kollektiven Einheit zu verschmelzen. Nicht doch, es wäre besser für alle! Und dennoch somalier viele in psychischen Krisen, weil sie jegliche persönliche Identität in diesen globalen Schmelztiegel werfen.

Zweitens betrachten wir die Mythologie der Selbstaufgabe: Die wahren Helden, das sind laut dieser Bewegung jene, die sich aufopfern. Doch warum muss es immer ein Held sein, der sein ganzes Ich aufgibt? Helden sind Helden, weil sie etwas verteidigen – sei es ihre Lieben, ihre Heimat, oder ja, auch ihre eigene Identität.

Nun zu einem weiteren Punkt: das Konzept von Grenzenlosigkeit. Je mehr sich jemand in dieser Art gibt, desto weniger bleibt von ihm übrig. Warum, frage ich euch, sollten wir all das, was uns einzigartig macht, preisgeben, um eine formlose Masse zu werden? Stattdessen sollte es darum gehen, unser "Ich" zu stärken und auszuleben.

Es sollte auch erwähnt werden, dass "Mich Geben" einen gefährlichen kulturellen Trend anheizt, der dazu führt, dass die Intoleranz gegenüber traditioneller Lebensart und Denkweise wächst. Man glaubt im Ernst, es sei "edler", sich selbst zu verlieren? Das ist doch ein einziges Hirngespinst von einer moralischen Überlegenheit!

Kommen wir zu dem Aspekt der individuellen Verantwortung. Im Leben verantwortlich zu sein bedeutet, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten zu setzen, und nicht sich alle Entscheidungen abnehmen zu lassen, nur weil man sich im großen Kollektiv verbergen will.

Ein weiterer Hauptgrund, warum "Mich Geben" oft unnötig glorifiziert wird, ist, dass es neue Märkte für vorgebliche Seelenheiler öffnet. Es entstehen Coaches und Spezialisten, die nichts anderes tun, als von der Verwirrung und Abhängigkeit ihrer Klienten zu profitieren. Ironischerweise suchen diese Coaches häufig selbst nach einem Sinn im Leben und tun sich oft schwer damit, ihr eigenes "Ich" zu finden.

Und noch ein entscheidender Punkt – der Hang, alle Probleme dieser Welt auf sich zu nehmen, ist wenig mehr als grenzenloser Hochmut. Weder liegt es an uns noch haben wir die Fähigkeit, alles richtigstellen zu können. Jeder kann lediglich zu sich selbst bei der Wahrheit kommen, ohne äußere Einflüsse, die einem weismachen wollen, dass Opfer aus Selbstlosigkeit das höchste Ziel im Leben sei.

Das nächste Mal, wenn Ihnen jemand sagt, Sie sollten sich "geben", fragen Sie sich, ob diese Person die gleiche Bereitschaft hätte, ihre Identität aufzugeben. Vielleicht sollte man hier zuerst das eigene Haus in Ordnung bringen.

Zusammengefasst führt "Mich Geben" zu einer Auflösung der Identität und letztlich der Werte, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Es gilt, sich klar zu machen, dass man nichts gewinnen kann, indem man alles verliert. Wer sich selbst verliert, hat nichts mehr, worauf er sich zurückziehen kann. Die Fähigkeit, "nein" zu sagen, und eigene Standpunkte zu verteidigen, wird in Zukunft mehr denn je gefragt sein.