Wer hätte gedacht, dass es einmal einen Film geben würde, der sich 'Masterblaster' nennt und die Massen spaltet? 'Masterblaster' ist ein Film, der in den späten 80er Jahren gedreht wurde, genauer gesagt 1987 in den USA, und der aufgrund seiner eigenwilligen Mischung aus Sci-Fi und Action eine ganz eigene Fangemeinde um sich scharten konnte.
Der Film spielt in einer düsteren Zukunft – ein beliebtes Motiv in den 80ern, wie man weiß. Diese unheimliche Zukunftsvision wird in Los Angeles lebendig, wo die Handlung des Films stattfindet. Ob man das Talent der Hauptdarsteller loben oder ihnen lieber schauspielerische Grundkurse empfehlen sollte, darüber kann man lange debattieren. Klar ist jedoch, dass 'Masterblaster' genau die Art von Film ist, die weder in der Liberalen noch in der Kulturszene gut ankommt. Ein unterhaltsamer Film, der keine Ideologien verkauft – das können einige offenbar nicht ertragen.
Der Plot dreht sich um einen brutalen Lasertag-Wettbewerb, bei dem man sich fragt, ob das Ganze als kritische Satire oder absichtliche Übertreibung gedacht ist. Der Protagonist, Rick, kämpft sich durch ein virtuelles Schlachtfeld mit einem Talent, das jedem Klischee des Actiongenres gerecht wird. Aber genau diese Anpassung an bekannte Muster vor einer beeindruckenden Sci-Fi-Kulisse macht 'Masterblaster' so faszinierend anzusehen.
Der Film ist zweifellos ein Produkt seiner Zeit. In einer Ära, in der man noch unkompliziert zwischen Gut und Böse unterschied, in der Helden überlebensgroß und nicht von einem inneren moralischen Konflikt geplagt sein mussten, in der Werte wie Stärke und Entschlossenheit noch als Tugenden galten und nicht als toxisch eingefärbt wurden. Man mag kritisch anmerken, dass der Film keine große Botschaft liefert, aber gerade das macht 'Masterblaster' so erfrischend. Filme sollen unterhalten, nicht belehren. Anders als die politisch korrekten Endlosmonologe der Hollywood-Filme von heute.
Für echte Filmliebhaber bietet 'Masterblaster' eine spannende Reise in eine klassische Filmepoche, die heute kaum noch Anklang findet. Die Ästhetik der 80er, das Fehlen von digitalen Effekten und die rohe, intensive Action – das alles kann man hier genießen, wenn man genug davon hat, dass jeder neue Film mit moralischer Überlegenheit protzen muss.
Die Regie des Films liegt in den fähigen Händen von Glenn R. Wilder. Manche mögen meinen, dass der Name in der heutigen Kinowelt nicht geläufig ist, aber das braucht er auch nicht zu sein. Dieser Film macht etwas, das moderne Blockbuster vermissen lassen – hartes, handwerklich solides Filmemachen ohne alles zu überanalysieren. Wilder fängt den nostalgischen Charme dieser Ära ein und hält die Spannung durchweg konstant hoch.
Gegner von 'Masterblaster' behaupten, dass der Plot vorhersehbar und die Charaktere eindimensional sind. Aber wer braucht schon Meisterwerke voller Metaebenen, wenn man statt philosophischer Kopfschmerzen eine knackige, direkte Story genießen kann? Die Charaktere mögen archetypisch und die Dialoge einfach sein, aber sie führen den Zuschauer genau dahin, wo der Regisseur ihn haben möchte.
Die Rezeption des Films fiel, wie zu erwarten, gemischt aus. Kritiker warfen ihm oberflächliche Handlung und Mangel an Subtilität vor. Doch wie oft muss man es noch wiederholen – nicht jeder Film will in Schulen und Universitäten analysiert werden. Die Kinoleinwand ist kein Klassenzimmer, sondern der Ort für Eskapismus, etwas, was manch einer wohl vergessen hat.
Mit seiner Veröffentlichung sorgte 'Masterblaster' für Abwechslung und gab den Zuschauern eine Pause von den ewig schulmeisternden Filmen, die so beliebt bei denen sind, die auf der großen Leinwand mehr eine Bühne für ihre moralischen Überzeugungen sehen wollen als ein Mittel zur Unterhaltung. Ein Film wie dieser würde heute wohl kaum das Licht der Welt erblicken, zu sehr würde er sich den Anforderungen der politisch korrekten Zensur beugen müssen.
'Warum jetzt einen alten Film wiederentdecken?', mag man fragen. Ganz einfach: Weil 'Masterblaster' uns daran erinnert, dass Filme auch einfach Spaß machen dürfen. Man kann sich dabei in simpler Nostalgie suhlen, sich in einer simplen Story verlieren und sich an der Action erfreuen, ohne dass man beim Verlassen des Kinos das Gefühl hat, noch ein weiteres gesellschaftspolitisches Referat gehört zu haben. Das ist Film pur, roh und unverfälscht – und manchmal ist das genau das, was wir brauchen.