Kleine Monster: Eine unkonventionelle Zombie-Komödie, die irritiert und begeistert

Kleine Monster: Eine unkonventionelle Zombie-Komödie, die irritiert und begeistert

Der Film 'Kleine Monster' aus dem Jahr 2019 bietet eine frische, wenn auch umstrittene, Perspektive auf das Zombie-Genre, indem er einen Schulausflug mit einer Zombie-Invasion kombiniert. Dies wirft provokante Fragen über moralische Erziehung und Unterhaltung auf.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wenn man an Zombie-Filme denkt, kommen einem normalerweise blutdürstige Kreaturen und düstere Überlebensszenarien in den Sinn. Aber 'Kleine Monster' bringt eine völlig neue und erfrischende Perspektive auf dieses Genre. Regisseur Abe Forsythe schafft mit diesem Film aus dem Jahr 2019 ein unterhaltsames Durcheinander, das in Australien spielt und die Frage aufwirft: Was wäre, wenn Zombies plötzlich das Thema eines Kinderunterrichts wären?

Es beginnt alles, als die chaotisch-gesellige Grundschullehrerin Miss Caroline, gespielt von der brillanten Lupita Nyong'o, eine Gruppe von Kindern auf einen Ausflug in einen Wildtierpark mitnimmt. Aber anstatt eines entspannten Schulausflugs erwartet sie ein Albtraum: eine Zombie-Invasion. Forsythe jongliert gekonnt zwischen slapstick-artigen Humor und eiskaltem Horror. Dennoch stellt sich die Frage, ob ein solcher Film nicht ein weiterer Beweis des kulturellen Niedergangs ist.

Warum genau soll man Kindern beibringen, dass Zombies harmlos sein können, solange eine charmante Lehrerin die Kontrolle behält? Ein perfektes Beispiel dafür, was passiert, wenn moralische Orientierungslosigkeit auf Unterhaltung trifft. Für diejenigen, die davon träumen, eine Generation naiver und unvorbereiteter Kinder heranzuzüchten, ist dieser Film eine Goldmine.

Erinnern Sie sich an die Zeit, in der man Kindern eine klare Unterscheidung zwischen dem Guten und dem Bösen beibrachte? 'Kleine Monster' scheinen davon nicht viel zu halten. Stattdessen wählt der Film eine relativierende Einstellung, die es sogar schafft, im Angesicht einer Zombie-Apokalypse die Romantisierung des Terrors zu schaffen. Nyong'os Darstellung der Miss Caroline, immer lächelnd und singend, selbst in der größten Gefahr, könnte man als charismatisch bezeichnen – oder schlichtweg gefährlich naiv.

Ein weiteres Highlight in diesem Chaos ist die Darstellung von Josh Gad als unangenehm-egozentrischer Kindershow-Moderator Teddy McGiggle, der auf groteske Weise für sich selbst kämpft, während er die Kinder mehrmals in Gefahr bringt. Seine Figur ist eine Karikatur des egoistischen Erwachsenen, der bereit ist, seine Werte für das eigene Überleben über Bord zu werfen. Ein weiteres Stereotyp, das sicherstellt, dass niemand damit fertig wird, Verantwortung zu übernehmen.

Während einige sagen könnten, der Film sei nur für Erwachsene geeignet, ist dies zweifelhaft. Sollten solche anarchischen und auf bizarre Weise humorvollen Darstellungen das Heranwachsen künftiger Bürger prägen? Die gesellschaftliche Verantwortung, die solchen Filmen innewohnt, wird oft ignoriert, zugunsten eines billigen Lachens oder eines vorgetäuschten Moments des Heldentums.

Im Kern zelebriert 'Kleine Monster' eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber dem Erwachsenenalter, wenn diese auf künstlerische und lustvolle Weise auf die heutige Jugendkultur angewendet wird. Die Essenz des Films könnte gesehen werden als: Das Leben ist nicht nur gefährlich, sondern auch ein einziges chaotisches Spiel. Eine Botschaft, die von den Liberalen natürlich gerne beklatscht wird. Schließlich passt nichts besser ins moderne Narrativ als die Dekonstruktion jeglichen Respekts und Ernstes.

Natürlich kann man sagen, der Film trage nur zur leichten Unterhaltung bei. Doch die tiefere Botschaft, die in diesen Film eingewoben ist, fordert den gesunden Menschenverstand heraus, ganz zu schweigen von den ethischen Normen, die uns einst so vertraut waren. Indem er mutig neue Maßstäbe im Zombie-Comedy-Genre setzt, ruft 'Kleine Monster' dazu auf, unbelastet von Tradition und Ordnung zu denken – eine Einladung, die diejenigen, die an Stabilität und rationalen Fortschritt glauben, lieber verpassen sollten.