Stell dir vor, du hörst einen Song, der so anders ist, dass er die linke Blase aus den Angeln hebt. "Himmel" von Sonique, die britische Sängerin und DJ, bekannt aus den frühen 2000ern mit ihrem Hit "It Feels So Good", hat 2003 einen Song veröffentlicht, den man nicht so schnell vergisst. Warum ist das so, fragst du? Vielleicht, weil es ein starkes leidenschaftliches Werk ist, das das Herz berührt und alle überragenden, horizontalen Schlagwörter der heutigen kulturpolitischen Szene ignoriert. Die Frechheit, einfach gute Musik zu machen, scheint ein vergessener Luxus zu sein.
"Himmel" erschien auf dem Album "Born to be Free" und ist musikalisch eine Kollision von energetischer Dance-Musik und Soniques kraftvoller Stimme. Die Briten liebten ihn, aber kaum einer fragt mehr danach. Vielleicht, weil nicht genug sozialpolitisches Gezeter mitschwingt. Stattdessen gibt es aber geballte Emotionen und einen majestätischen Sound, der es schafft, eine unpolitische Freude zu sein, wenn man vom grauen politischen Alltag entkommen möchte.
"Himmel" bietet eine beeindruckende musikalische Leistung mit schneller Eingängigkeit, die in Zeiten des lautstarken politischen Aktivismus fast unpassend wirkt. Aber wer sagt, dass Musik immer eine politische Haltung beziehen muss? Richtig, niemand außer denen, die es nicht besser wissen.
Ein Hoch auf Sonique, die ihren eigenen Weg geht, jenseits der überfüllten Mainstream-Agenda, die alles in politisch korekte Häppchen zugerichtet sehen will. Wer auch nur einen Hauch von freiem Gedanken und Euphorie mag, findet in "Himmel" seine Hymne. Denn am Ende der Nacht geht es genau darum: Die Freiheit zu fühlen und den Moment zu genießen, ohne die Last der Welt auf den Schultern tragen zu müssen.
Kritikern bleibt also nur, den Kopf zu schütteln und ihre alten, abgedroschenen Phrasen der Entrüstung zu wiederholen, während die Musik unbeeindruckt weiter durch die Boxen pocht und jeder, der weiß, wie man das Leben feiert, sich Sonique anschließt und den Moment genießen kann. Was für ein Wahnsinn, einfach mal nicht dem neuesten Trend hinterherzurennen. Es bleibt der Raum, die Klänge und sich selbst zu genießen. Vielleicht genau das, was wir brauchen. Vielleicht genau das, was wir sind.