Die Frage, ob "Großartig", der deutsche Film von 2013, wirklich so großartig ist, wie sein Titel es suggeriert, veranlasst uns zu einer ehrlichen Diskussion über Filmkunst und politische Botschaften. Unter der Regie von Bastian Günther, feierte dieser Film seine Premiere auf dem renommieren Filmfestival in Berlin und hat seitdem ein starkes Publikum mit seinen satirischen Einsichten in die Medienwelt polarisiert. Fast könnte man meinen, der Film sei ein Fenster in die Seele der Gesellschaft – aber welcher Seele, fragt man sich? In einer Welt, in der linksliberale „Meisterwerke“ oft mehr Aufmerksamkeit erregen als sie wert sind, ist es Zeit, sich mit diesem prickelnden Werk auseinanderzusetzen.
"Großartig" versetzt den Zuschauer direkt ins Zentrum der filmischen Action – und das oft mit einem ironischen, fast beißenden Unterton. Doch was macht diesen Film bemerkenswert? Da wäre die Handlung, die hoch brisante Themen wie Medienmanipulation und Identität untersucht, ohne in das melodramatische Geschwafel abzugleiten, das man in manchem liberalen Opus findet. Erlebt wird eine schräge Reise durch die Psyche eines TV-Produzenten, der an den Rand seines Verstandes und auch an den Rand seiner moralischen Integrität gedrängt wird. Klingt aufregend? Oh ja, definitiv! Günther hat hiermit ein brennendes Spiegelbild der Gesellschaft erschaffen – entweder ein satirisches Meisterstück oder eine gediegene Übung in Eitelkeit.
Wie kann man über "Großartig" sprechen, ohne die herausragenden schauspielerischen Leistungen zu erwähnen? Die Darstellungen in diesem Film sind, gelinde gesagt, elektrisierend. Vom charismatischen Hauptdarsteller bis zu den glanzvollen Nebenrollen, wird die Besetzung Sie mitreißen. Der Hauptdarsteller verkörpert das Bild eines verzweifelten Menschen, der stets direkt am Abgrund balanciert. Doch das wahre Kinoherz schlägt in den kleinen, subtilen Momenten, die die wahre Natur der Figuren ans Tageslicht bringen. Das ist es, was echte Filmkunst ausmacht – kein CGI-Überladen, keine überflüssige Action, sondern pure, unverschnörkelte schauspielerische Kunst.
Und da kommen wir zur visuellen Stilistik, die mit einem minimalistisch-subversiven Touch daherkommt. Die kreativen Techniken von Kameramann Michael Wiesweg sorgen dafür, dass der Zuschauer bis zum Abspann gefesselt bleibt. Es ist der subtile Einsatz von Farbe und Schatten, der „Großartig“ seine einzigartige Optik verleiht, Einsätze, die in der Flut der heutigen hohlen, visuell überladenen Hollywood-Produktionen einfach nicht gefunden werden können.
Ein wichtiges Element ist die subversive Erzählweise, die zwischen Realismus und Absurdität oszilliert. Die Handlung selbst, gespickt mit scharfer Ironie, nimmt den Zuschauer mit auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Es ist amüsant, intelligent, und manchmal solch ein starker Realitätskick, dass es fast zu viel wird. Aber sehen wir uns die Sache mal realistisch an: Wann haben Sie das letzte Mal einen Film gesehen, der Sie wirklich zum Nachdenken anregt, anstatt mit pseudopolitischer Korrektheit zu langweilen?
Einige Themen von "Großartig" scheinen die Gratwanderung zwischen Kunst und Unterhaltung zu meistern, ohne sich vom popkulturellen Druck zu verbiegen. Es ist ein Film, der die Betrachtung westlicher Kulturstigma anregt, aber auf eine Weise, die ihre Aufmerksamkeit wert ist. Es gibt keine pseudo-tiefgründigen Monologe, die versucht sind, moralische Punkte zu unterstreichen – nur schlichte, krasse Realität.
Ein erstaunlicher Aspekt von „Großartig“ ist der Umgang mit dem Thema Massenmedien. Der Film zeigt auf, wie die scheinbare Allmacht der Medien nicht nur reale Menschenleben beeinflusst, sondern auch welche Rolle individuelle Moral und Ethik dabei spielen. Die Thematik erfordert ein gewisses Maß an Nachdenklichkeit, um die vielschichtigen Botschaften zu verstehen, die Bastian Günther in diese Kinoproduktion eingewoben hat. Doch Vorsicht: Wer nur nach seichter Unterhaltung sucht, könnte enttäuscht werden.
Bleibt am Schluss die Frage: Ist "Großartig" wirklich so großartig? Während Massenmedien konventionelle Botschaften predigen, ist dieser Film ein herausfordernder Dialog zwischen Filmkunst und einem kritischen Publikum. Ob der Streifen nachhallt, bleibt der Einzelentscheidung überlassen, doch zweifellos ist dies nicht ein Film, der unter den Tisch gekehrt werden sollte.
Der Film erzeugt das, woran es in der heutigen Kinowelt so oft mangelt – eine Diskussion, die weit über den Kinosaal hinausgeht. Während die einen jubeln, anderen mehr intellektuelle Erfüllung suchen, ist eines klar: "Großartig" hat sowohl Anhänger als auch Kritiker geschaffen. Und genau das macht dieses Filmereignis zu einer Botschaft, die verstanden werden will.