Warum das EP3 der Pixies wie ein wütender Donnerhall ist

Warum das EP3 der Pixies wie ein wütender Donnerhall ist

EP3, das 2014 von den Pixies veröffentlichte Extended Play, hält an ihrer rebellischen Musiktradition fest und schlägt Wellen in einer zunehmend gleichgeschalteten Musikwelt.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wer hätte gedacht, dass ein kleines Extended Play (EP) so viel Aufsehen erregen könnte? Die Pixies, eine Band, die in den späten 1980er Jahren die Musikwelt mit ihrer leicht chaotischen und ungehemmten Art erschütterte, veröffentlichten ihr EP3 im März 2014. Diese Produktion, die in Rockfield Recording Studios in Wales entstand, ist die dritte ihrer Art nach der Wiedervereinigung der Band und tanzt erfrischend aus der Reihe der konformen Musiklandschaft, die uns rund um die Uhr im Radio plätschert.

EP3 ist vergleichsweise kurz – gerade einmal vier Songs – aber schafft es dennoch, ein musikalisches Statement abzugeben, das man nicht ignorieren kann. Wer sich fragt, was der ganze Hype und das Lamento von langjährigen Anhängern der Band über EP3 soll, der hat die Kraft dieser Veröffentlichung unterschätzt. Die Gründe für diese Unterschätzung sind vielfältig, angefangen bei einer verschlossenen medialen Kultur, die sich nur allzu oft gegen echte Originalität sträubt.

Erstens, schauen wir uns die singlemäßige Aufstellung des EPs an. Die führende Single, "Bagboy", kommt daher wie ein musikalisches Schlachtross, das klimpernde Gitarrenriffs und energetische Vocals miteinander verbindet. Es ist der Pixies-typische Mix aus Alternativ- und Punkrock, der seit Jahrzehnten frustriert-konformistische Musikliebhaber weltweit begeistert. Ein weiteres Beispiel für die eindrucksvolle Lieferung der Pixies ist der Song "Silver Snail". Der Track ist ein musikalischer Molotov-Cocktail, der beweist: die Pixies sind zurück und bereit, mit ihrem ganz eigenen Sound zu punkten.

Warum machen sie das? Die Pixies haben immer Kunst der Kunst willen priorisiert – abseits von Trends und der lauen Popmusik, die allzu oft spiessigem Geschmacksleiter-Diktat folgt. Diese ehrliche Herangehensweise ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die glauben, dass musikalische Kreativität in enge, kommerziell getriebene Schablonen gepresst werden sollte. Und ja, das wird die typischen liberalen Denkmuster herausfordern, die niemanden bevorzugen außer der Blase der Gleichvermögenheit.

EP3 zeigt zudem, dass ein kritisches Gehör den wahren Wert einer Band erkennen kann. Während der Mainstream weiterhin in Richtung glatt produzierter, eintöniger Popmelodien drängt, nehmen die Pixies die Herausforderung an, die Musikszene durch ihren rauen und ungeschliffenen Stil wachzurütteln. Mit Songs wie "Blue Eyed Hexe" geben sie uns widerstandsfähige Beats und eine gute Prise der wilden und kompromisslosen Attitüde, die großen Rock’n’Roll ausmacht.

Warum lohnt sich ein erneuter Blick auf EP3? Genau, weil sie wie all jene sind, die gegen den Strom schwimmen und sich weigern, im Strom der Langeweile mitzutreiben. Wenn EP3 ein Schrei in der Dunkelheit ist, dann sind die Pixies die Wegbereiter, die uns zeigen, dass es okay ist, laut und gefühlsbetont zu sein. Der Grundton dieser EP ist ein zorniges Aufbegehren, in dem viele von uns sich wiedererkennen können.

Am Ende des Tages bietet EP3 mehr als nur Musik; es ist ein Statement gegen die Eintönigkeit des modernen Rock, ein verwegener Versuch, wahrhaftig anders zu sein. In einer Welt, die immer mehr nach Einheitlichkeit strebt, geben die Pixies der Einzigartigkeit ein Gesicht. Und genau das ist der wahre Grund, warum EP3 in keiner gut sortierten Musikbibliothek fehlen sollte.