Der Staat finanziert die Träume oder die Fantasien mancher?

Der Staat finanziert die Träume oder die Fantasien mancher?

Die Film- und Medienstiftung NRW finanziert Filme und Serien in Nordrhein-Westfalen, doch werfen Fragen über Gerechtigkeit und Nutzen auf. Diese öffentliche Einrichtung unterstützt zahlreiche Produktionen und ist bei einigen umstritten.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Haben Sie sich jemals gefragt, wer hinter den schillernden Bildern steckt, die unsere Bildschirme erobern? Die Antwort darauf ist oft die Film- und Medienstiftung NRW, die seit 1991 im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands ihre Rolle spielt. Die Stiftung, die ihren Sitz in Düsseldorf hat, ist eine der führenden regionalen Filmförderungseinrichtungen in Europa. Sie finanziert jährlich unzählige Produktionen und unterstützt Film- und Medienschaffende bei ihren Projekten.

Aber warum sollten wir, die Steuerzahlenden Bürger, diese Projekte unterstützen? Neben ihrer eigentlichen Aufgabe, die Film- und Fernsehproduktion in NRW zu fördern, wird die Stiftung als ein wirtschaftliches Instrument verkauft, um Arbeitsplätze zu sichern und die Region zu stärken. Große Worte, große Versprechen, die Politik, insbesondere auf linker Seite, so gerne macht.

Es ist nicht zu leugnen, dass die Film- und Medienbranche in NRW bedeutende Umsatzbringer und Arbeitgeber sind. Doch sollten wir wirklich Millionen von Euro investieren, um Filme zu fördern, die oft nur einen äußerst speziellen Kreis von Zuschauern ansprechen? Ist es gerecht, dass ein großer Teil des Budgets für Projekte verwendet wird, die auf Filmfestivals Preise gewinnen, aber im Kino kaum Beachtung finden?

Ein weiteres Merkmal der Förderung durch die Filmstiftung ist die scheinbar grenzenlose Unterstützung von experimentellen und avantgardistischen Projekten. Schön und gut, aber wo bleibt der finanzielle und kulturelle Mehrwert für den Durchschnittsbürger? Die politische Agenda hinter so manchen Projekten ist eindeutig zu erkennen. Bestimmte Werke propagieren gesellschaftspolitische Themen, die nicht immer jedermanns Geschmack treffen.

Und was ist mit der Transparenz? Wie sicher können wir sein, dass die Entscheidungsprozesse innerhalb der Stiftung stets fair und unparteiisch sind? Die Frage, wie die Film- und Fernsehstiftung ihre Mittel exakt verteilt, bleibt häufig unbeantwortet. Diese undurchsichtige Praxis hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Wäre es nicht sinnvoller, diese Gelder direkt in Bildungsprojekte oder Infrastrukturen zu investieren?

Die immerwährende Liebe der Filmstiftung für internationale Koproduktionen zeigt ein weiteres Paradox. Warum genau sollte unser hart verdientes Geld für Produktionen verwendet werden, die nicht einmal in Deutschland primär zugänglich sind? Ist internationale Zusammenarbeit wichtig? Sicherlich. Aber zu welchem Preis?

Es gibt Zögern bei der Finanzierung von Filmen, die unsere nationale Identität stärken oder die lokalen Talente und Geschichten hervorheben. In einer Zeit, in der nationale Identität und Kultur mehr denn je geschützt und gefördert werden sollten, ist dies mehr als fragwürdig.

Argumente, dass die Filmstiftung wirtschaftlich erfolgreich ist und sogar die lokale Wirtschaft fördert, können kaum überzeugen, wenn man die traurige Realität der oft leerstehenden Kinos und die mittelmäßigen Besucherzahlen mancher Produktionen betrachtet. Es ist ein ewiger Kampf zwischen Anspruch und Wirklichkeit, der zudem auf Kosten von Ordnung und Gerechtigkeit geht.

Letztlich bleibt die Frage offen: Sollten wir uns wirklich so ohne Weiteres zufriedengeben? Sollten wir hinnehmen, dass ein hohes Maß an öffentlichen Geldern in Projekte fließt, die nicht den individuellen Geschmack von uns allen reflektieren? Vielleicht wäre es an der Zeit, diese Strukturen zu überdenken und sicherzustellen, dass unsere Steuergelder sinnvoller verwendet werden, um tatsächlich mehr Wert für die Gesellschaft als Ganzes zu schaffen.