Wenn es darum geht, dass der Strauß bekannt wird, dann betritt man das sprichwörtliche Nest der Ironie: Jeder redet darüber, doch viele wissen gar nicht, warum. "Der Strauß hat zwei Eier" ist mehr als nur eine literarische Redewendung oder ein sprachlicher Witz; es ist ein Stachel in der Seite derer, die glauben, dass Sprache eine Waffe ist, die niemals Scherz sein darf. Der Ausdruck, tatsächlich aus einem Kinderbuch stammend, wird heutzutage beleidigend interpretiert und geschlachtet, meist ohne Kontext, wodurch sich ein Geplänkel um seine 'politische Korrektheit' entfaltet, das weder die Autorin noch das Originalwerk vorgesehen hatte.
Wenn wir in einer Zeit leben, in der selbst das Barometer offensiven Ausdrucks ständig schwankt, ist es kein Wunder, dass die Diskussion über einen unschuldigen Ausdruck wie 'Der Strauß hat zwei Eier' so hitzig werden kann. Der Mechanismus, die eigene Tugendhaftigkeit durch den Schutz anderer zu beweisen, scheint ein wiederkehrendes Bild für viele zu sein, besonders für diejenigen, die in den Gewässern der Meinungsfreiheit waten, nur um das zu hören, was bequem ist. Und dann kommt der Strauß – mit seinen zwei Eiern – und stellt alles auf den Kopf.
Wann ist aus einem Witz eine Klinge geworden, die die Empfindsamkeit zerschneidet? Dies geschah, als sich Diskussionen so sehr mit Schattierungen des Anstoßes aufhielten, dass sie den Blick für das Massive verloren haben. Kulturen wächst, Sprache lebt, was gestern als unbedeutend galt, kann heute Alarm auslösen. Wir stehen vor einer Schwelle von Hingabe zu einer gefälligen Empörung, die ganze Werke, Künstler und deren Erbe ins Abseits rückt. Das liberale Lager mag dies als Herausforderung sehen, die 'Rückständigkeit' zu entlarven, während andere einfach den antidotalen Wert schätzen, der nicht auf politisches Geschrei angewiesen ist.
Manche fragen sich vielleicht, warum 'Der Strauß hat zwei Eier' besonders kontrovers ist. Es erfüllt einen unverzichtbaren Platz als Platitüde, die die Absurdität der notwendigen politischen Unterstützung in Frage stellen kann und dabei den Absurdismus in unserer modernen Gesellschaft betont. Das Stachelige am Ausdruck selbst wurde durch die Vorwürfe, die er herbeigerufen hat, nur noch verstärkt.
Die Klimaanlage des Anstandes wird nicht dadurch kühl, dass man sie jeglichem Einfluss unterwirft. Vielleicht enthält der Strauß seine Eier in Metaphern und nicht in Sachlichkeit, und das erfordert ein Maß an Auseinandersetzung, das über die bloße Reaktivität hinausgeht. Es ist eine aufschlussreiche Erzählweise, die uns mehr über uns selbst erzählt und warum wir an der Spitze stehen, um unterhalten, aber nie konfrontiert zu werden.
Darüber hinaus ist es ratsam, darauf hinzuweisen, dass der offene Diskurs von denen, die mehr Zeit auf das Abstellen von Äußerlichkeiten verbuchen, ständig unter Beschuss geraten ist. 'Der Strauß hat zwei Eier' zeigt lediglich, dass es offensichtliche und stille Verständnisse gibt, die nicht zwangsläufig einer Anpassung unterliegen müssen. In einem Meer von Stimmen hat es die Fähigkeit, wie ein Leuchtfeuer hervorstechend zu bleiben, nicht als Kontroverse, sondern als gelegentlich unbequemes Spiegelbild aufs Heute.
Selbst wenn es um die Ursprungsgeschichte von 'Der Strauß hat zwei Eier' geht, hervorgerufen als fröhliches, kindliches Sprichwort, verdreht in der Zeit, bleibt es ein lebendiges Beispiel dafür, wie schnell Kontext und Absicht im modernen Sprechfall auseinanderbrechen können. Warum den Humor der Vergangenheit der kürzeren, doch starreren Deutung des Jetzt aussetzen? Es ist einfacher, nichts 'Falsches' zu sagen und trotzdem alles falsch zu machen.
Obwohl der Strauß im Kinderbuch seine Eier unbeirrt verteidigt, bleibt es an uns, das Versprechen einzuhalten, dass Ideen, Sprache und letztendlich auch Anekdoten gegen die Grobheit der Ignoranz verteidigt werden können. Wenn 'Der Strauß hat zwei Eier' zu einem Symbol für die Meinungsfreiheit würde, als vielmehr für die, die bedenkend nicken: Dann hat die Sprache gewonnen. Ein weiterer Beweis, dass der nationale Charme weit über soziale Fragmente hinweg fortbesteht, ist vielleicht genau das, was uns daran erinnert, weiterhin das zu sagen, was gesagt werden muss.