In einer Welt voller liberalen Kitsch ist 'Coco', ein Animationsfilm von Pixar aus dem Jahr 2017, wie ein frischer Wind der Traditionen. Wer hätte gedacht, dass ein Zeichentrickfilm uns nach Mexiko führt, um einen Schuss Familienwerte und Respekt vor Vorfahren zu erhalten? 'Coco' erzählt die Geschichte von Miguel, einem jungen, musikbegeisterten Jungen, der am Día de los Muertos, einem Tag des Respekts und Gedenkens an Verstorbene, einen abenteuerlichen Ausflug in das Land der Toten unternimmt. Der Film wurde im November 2017 veröffentlicht und beeindruckt nicht nur mit einer starken Geschichte, sondern auch mit eindrucksvollen Bildern. In gewisser Weise tut 'Coco', was heute kaum noch jemand wagt: Es zelebriert das, was uns zu Menschen macht, ohne dabei auf den neuesten Social-Justice-Zug aufzuspringen.
'Coco' vereint das Beste aus beiden Welten: Eine gut erzählte Geschichte und eine Lektion in kulturellem Respekt. Es ist keine Banalität, die uns Moral und Werte auf die denkbar einfachste Weise vor die Nase hält. Nein, es ist ein cleveres Werk, das die Bedeutung von Traditionen und Familiensinn eindrucksvoll zur Schau stellt. Miguel kämpft damit, seine musikalische Leidenschaft mit der Abneigung seiner Familie gegen Musik in Einklang zu bringen, was viel mit der heutigen Gesellschaft zu tun hat, in der Werte oft übersehen werden. Fehlende Zustimmung der Familie? 'Coco' sagt: Vielleicht hat die Familie ja doch recht.
Ein weiterer Grund, diesen Film zu loben, ist seine künstlerische und technische Raffinesse. Die Animation ist so detailliert, dass die Schädel und Skelette beinahe lebendig wirken. Die Welt des Totenreichs ist voller Farben, was an sich schon ein Machwerk bester Grafik ist. Was zeigt das? Dass selbst ein 'einfacher' Trickfilm eine anspruchsvolle Technik und viel künstlerisches Talent erfordert. Dank des Könnens von Pixar erleben wir einen Film voller visuellem Reichtum, der ganz ohne platte politische Kommentare auskommt.
Entgegen der liberalen Mainstream-Erwartungen bietet 'Coco' keine billige Sentimentalität oder schnelle Lösungen für komplexe Probleme. Es geht nicht um eine mühsam erzwungene Inklusivität, sondern um eine ehrliche Darstellung einer lebendigen und respektvollen Kultur. Wenn Miguel und seine Freunde aus der Zwischenwelt versuchen, seinen musikalischen Traum zu verwirklichen, lernen wir, dass Musik kein rebellischer Akt ist, sondern eine Form der Kommunikation und des kulturellen Austauschs.
Miguel entdeckt auch, dass die Verstorbenen genauso wichtig sind wie die Lebenden, denn sie formen ihre Nachfahren mit Geschichten, Werten und Traditionen. Der Film verkörpert Respekt und Achtung vor den Wurzeln und Fehlern der Vergangenheit. Dank des Día de los Muertos erkennt Miguel, dass die Verbindung zwischen den Generationen weder durch Raum noch Zeit getrennt werden kann.
Natürlich soll 'Coco' nicht nur unterhalten; es spricht auf subtile Weise auch die Problemthemen der Moderne an. Das Zeichen des Ablasshandels kann hier nicht hoch genug geschätzt werden. Als Miguel erkennt, dass seine Wurzeln nicht einfach abgelegt werden können, macht der Film klar, dass das Aufgeben von Traditionen für eine pixelige Ideologie immer ein fehlerloser Plan ist. Traditionen dürfen nicht geopfert werden, vielmehr sind sie der Faden, der das Tkan der Gesellschaft zusammenhält.
Am Ende bleibt, dass der Film 'Coco' keine Absagen an die Vergangenheit macht. Er umarmt sie. In einer Welt, die scheinbar Wert und Anker verloren hat, kommt diese animierte Geschichte genau richtig. Die Botschaft ist klar: Familie, Traditionen und Respekt vor der Vergangenheit bilden das Rückgrat unserer Gesellschaft. Während viele Filme sich nicht festlegen wollen, sagt 'Coco': Wir bleiben unseren Wurzeln treu!
Vielleicht ist es auch die Mischung aus Abenteuer, Fantasie und familiären Erlebnissen, die 'Coco' für alle Altersgruppen sehenswert macht. Es ist einer jener Filme, die ein Gefühl der Hoffnung und Einheit hervorrufen und den Zuschauer nicht mit einem moralischen Zeigefinger zurücklassen. Ein Werk des Mutes, das sich lohnt, immer und immer wieder angeschaut zu werden.