Wenn man Musik mag, die an Chaos grenzt, dann sollte man sich den Musiker Cex nicht entgehen lassen. Cex, bürgerlich Rjyan Kidwell, ist ein experimenteller Musiker, der seit den späten 1990er Jahren für Aufsehen sorgt. Bekannt für seine wilden, genreübergreifenden Beats, hat er besonders in Baltimore und darüber hinaus für Bewunderung, aber auch für Kontroversen gesorgt. Sein musikalischer Stil mischt elektronische Beats mit einem anarchischen Hauch von Punk und Hip-Hop, was ihn zu einer herausragenden Figur in der Musikszene gemacht hat. Warum? Weil er sich nicht an die Regeln hält.
Schaut man sich Cex's Diskografie an, wird schnell klar, dass er kein Freund von Konventionen ist. Sein Debütalbum „Role Model“ von 2000 stach ins Auge, da es in einer Zeit der musikalischen Uniformität erfrischend anders und unangepasst war. Mit unverhohlenem Eigensinn vermischte er IDM (Intelligent Dance Music) mit Rock und Rap und schuf so eine musikalische Melange, die sich gegen den Mainstream richtete. Für den politisch konservativen Zuhörer könnte dies wie eine Achterbahnfahrt klingen, aber die Wahrheit bleibt: Cex war bereit, das Risiko einzugehen und sich gegen das Establishment zu stellen.
2002 veröffentlichte er „Tall, Dark and Handcuffed“, ein Album, in dem er die Grenzen des Hip-Hop auslotete. In seinen Tracks ist klar, dass Cex niemals Angst hatte, seine eigene Stimme zu erheben. Seine Werke entfalten sich wie musikalische Statements gegen gesellschaftliche Dogmen. Für jemanden, der gewohnt ist, dass alles seinen geordneten Gang geht, mag dies provozierend klingen – doch genau das ist sein Ziel. Cex ist nicht irgendjemand, der in der Ecke sitzt und seine Töne leise summt. Er schreit sie förmlich in die Welt hinaus.
Sein 2003 veröffentlichtes Werk „Being Ridden“ zeigt eine andere Facette seines Könnens. Es ist vielleicht sein zugänglichstes Album, aber dennoch eine stärkere Art, seinem Stil einen Platz zu geben. Textlich ist Cex ein Meister darin, persönliche Themen mit abstrakter Kritik an der Gesellschaft zu vermischen. Doch seine Wortspiele sind weniger Poesie als rohe Kräfte – und das mit einer Spontanität, die viele Künstler einfach nicht wagen.
Wenn man über Cex spricht, kann man das politische Potenzial seiner Musik nicht außer Acht lassen. Während manche Musiker vor kontroversen Themen zurückschrecken, tanzt Cex durch geradlinige Tracks voller wilder Beats, die genauso unkonventionell sind wie seine Aussagen. Er mag in liberalen Kreisen vielleicht mit erhobenen Brauen empfangen werden, aber das könnte genau der Punkt sein, an dem er triumphiert: Er kreiert Musik, die sich nicht jedermanns Regeln fügt. Vielleicht ist das der Grund, warum er einer der innovativsten Musiker unserer Zeit genannt wird.
Natürlich ist Cex nicht jedermanns Sache. Aber seine Bedeutung für die Musiklandschaft kann man nicht leugnen. Er zeigt mit jedem Auftritt, jedem Album und jedem Beat, dass er bereit ist, das Bild der Musik zu hinterfragen. Und diejenigen, die den Mut haben, ihm zu folgen, werden mit einer Erfahrung belohnt, die alles andere als gewöhnlich ist.