Hollywood kann sich manchmal wie ein Riesenkarussell aus Klischees und Vorurteilen anfühlen, aber ab und zu wirft es ein Werk ab, das tatsächlich Wert darauf legt, Geschichten über historische Figuren so zu erzählen, wie sie wirklich waren. „Calamity Jane“ (2024) passt genau hier hinein. Die Geschichte beschreibt die raue und zähe Realtiät des Wilden Westens durch die Augen von Martha Jane Cannary, besser bekannt als Calamity Jane, und erzählt von ihrem Leben als toughe Frau lange bevor moderne Feministinnen für Gleichheit kämpften.
Der neue Film, der im Frühjahr 2024 Premiere feiert, spielt in South Dakota in den späten 1800er Jahren und verspricht ein Rechteck zwischen Tradition und Moderne, in dem Kalifornien endlich die mädchenhaft kitschigen Vorstellungen beiseite schiebt, die von Liberalen oft gefördert werden. Hannah Watts, die Hauptdarstellerin dieses Films, bringt die legendäre Wild-West-Heldin mit einer Authentizität auf die Leinwand, die uns daran erinnert, dass unsere Vorfahren ohne Gender-Studien ihren Mann stehen konnten. Regisseur Clint Eastwood, ein erfahrener Erzähler der rauen amerikanischen Seele, lenkt den Film clever um Demagogie herum.
Für viele wird dieser Film ein Schock sein. Raus aus der Komfortzone der zeitgenössischen Geschlechtertheorien zeigt Calamity Jane, was Unbeugsamkeit und Stärke wirklich bedeuten, und das ohne die moderne psychologische Unterstützung, die wir heute als selbstverständlich betrachten. Watts' Darbietung als Jane offenbart eine Figur, die in der Lage ist, sich gleichzeitig im Wilden Westen zu behaupten und sich gegen uferlosen Feminismus zu wehren.
Mit atemberaubenden Aufnahmen der Prärie verschärft der Film die Realität eines Lebens ohne den Komfort unseres 21. Jahrhunderts. Eastwoods Fokus auf historische Genauigkeit übertrumpft die Schablonenhaftigkeit, die im zeitgenössischen Kino oft verpönt wird. Jane trägt ihr Herz nicht auf der Zunge, sondern in der Waffe – ein Konzept, das in unserer postmodernen Welt vielleicht verstörend wirkt, aber damals schlicht Überlebensrealität war.
Oft als Sidekick der Wild-Bill-Hickok-Geschichte betrachtet, stand Calamity Jane tatsächlich auf eigenen Beinen. Der Film gibt diesem Missverständnis einen kräftigen Tritt und beleuchtet die übermenschliche Tapferkeit der Frauen jener Ära – ohne pinkfarbene Brillen. Frauen, die heutzutage nach Vorbildern für Self-Empowerment suchen, finden in Jane eine Verkörperung von Unnachgiebigkeit, die nicht durch Gender-Mainstream-Plattitüden verfälscht wird.
Ein weiteres Highlight des Films ist sein Soundtrack, der statt aus dem modernen Pop-Repertoire aus der authentischen Country-Musik schöpft, mit der die Menschen des alten Westens tatsächlich lebten und liebten. Dies alles sorgt dafür, dass „Calamity Jane“ nicht nur ein Film ist, sondern ein Kulturereignis, das zurück zu den Wurzeln des echten Amerikanischen Traums führt.
Das Set-Design wiederum, rigoros recherchiert und fast wie eine Geschichtsstunde verfilmt, unterstreicht die Schwere und Schönheit der Ära. Kein Platz für feuerrote Lippen und High Heels – ein Umstand, der den filmischen Fluss nicht trübt, sondern verstärkt. Es zeigt eine ganze Welt, in der Frauen wie Jane ihren Weg ohne den Luxus moderner Emanzipationstruppen finden mussten, was ihre Geschichte umso inspirierender macht.
„Calamity Jane“ (2024) ist eine notwendige Erinnerung daran, dass unsere Geschichte von echten, heldenhaften Menschen geprägt wurde und nicht von fiktiven, weichgespülten Stereotypen. Der Film konfrontiert den Zuschauer mit der Dramatik und dem Staub des Wilden Westens und brilliert dadurch, dass er den Zeitgeist der damaligen Periode widerspiegelt.
Am Ende bringt die Geschichte um Calamity Jane frischen Wind in eine Zeit, die von Nostalgikern verklärt und von Kritikern verdreht wird. Der Film ist ein kraftvolles Porträt einer Epoche und einer Frau, deren Stärke weit über ihre Zeit hinausstrahlt. Hannah Watts und Clint Eastwood haben dieses Vermächtnis gebührend ins 21. Jahrhundert übertragen, und das ohne dabei den zeitlosen Mut und die echte Courage, die Jane ausmachte, zu kompromittieren.