Kunst oder Chaos? Diese Frage könnte sich stellen, wenn man über den BBC Two "Computer Generiert 2" Ident spricht – ein faszinierendes und gleichzeitig polarisiertes Stück digitaler Kunst, das die britischen Bildschirme seit den frühen 2000er Jahren schmückte. Es ist 2002, als die BBC Zwei mit dieser technologischen Demonstration eines computer-gesteuerten Idents die Standards des Fernsehadaptsrechts mischt. Wer aber ist wirklich verantwortlich für dieses abstrakte Wirrwarr voller Farben und Formen? Die Antwort steckt in den Händen von Giles Thirion, einem der talentiertesten Künstler am Computer von damals.
Dieses identpersönliche Glanzstück weckt die Geister der Zeit mit einer Innovation, die ihrer Ära voraus war. Im Vereinigten Königreich machte sich das „Computer Generiert 2“ Ident besonders gut bei den Briten, die ja bekannt sind für ihre zurückhaltende Leidenschaft für Kunst. Was auf den ersten Blick schlicht wie ein bunter Wirbel aussieht, ist tatsächlich ein ausgeklügeltes Spiel mit geometrischen Formen und einem Einfluss von Esoterik.
Der Hype darum ist kaum überraschend: Alan Jeapes, der Brian Eno der Identwelt, veröffentlichte es im Kontext einer Transformation der Fernsehästhetik, die frischen Wind in die angestaubten Sichtweisen alter Semester brachte – und prompt jungen Menschen, die weniger konservativ am Fernseher hängen, den Kopf verdrehte. Anfänglich jedoch haben nicht alle Kulturliebhaber applaudiert. Natürlich kamen zuerst die skeptischen Kommentare: Machen diese vielschichtigen, bunten Muster Fernsehschauen zu einem Abenteuer oder lenken sie den Konsumenten ab?
Dieses ident war mehr als nur ein einfacher Clip, der die Luft zwischen Sendungen füllte. Es stellte das Thema der Naturnachahmung in den Vordergrund, um die Zuschauer in den digitalen Bann zu ziehen. Thirion, der Schöpfer, kombiniert erprobte Technik mit einer neuartigen Ästhetik – man kann es wahrlich das „Mona Lisa“ der Fernsehanimation nennen.
Man sollte glauben, dass eine derart significante Entwicklung im Fernsehen gebührend gefeiert würde, aber oh nein, den "liberals" im Publikum ging es ganz und gar gegen den Strich. Jeder, der glaubt, computer-generierte Kunst kann nicht mit echter Malerei konkurrieren, hat sich getäuscht. Wenn Menschen die Allgemeinheit weismachen wollen, dass alles, was per Tastendruck entsteht, automatisch weniger Wert ist, dann ignorieren sie Thirions Meisterwerk und seinen innovativen Beitrag zur modernen Kunstgeschichte.
Natürlich gibt es Kritiker, die behaupten, diese Anordnung kreativer Vision beflecke das Erbe des traditionellen Fernsehens. Das übermächtige Argument gegen solche Behauptungen ist, dass Fortschritt nicht immer durch traditionelle Medienrollen diktiert wird. Der „Computer Generiert 2“ Ident stellt dar, was passieren kann, wenn technisches Know-how mit künstlerischem Schaffen vereint wird.
Was die SOBER der Gesellschaft fürchtet, ist die Unvorhersehbarkeit, das Vibrante und das Künstliche des Idents, das über die sanfte Toleranz hinausgeht, die sie gewohnt sind. Doch vielleicht ist es genau dieser Hauch von Rebellion, der der BBC den Flair von Neuheit und Modernität verleiht – eine Innovation, die nicht nur einen neuen Maßstab setzte, sondern auch das, worauf man sich fürs Nachprogramm eingelassen hatte, komplett veränderte.
Nichtsdestotrotz, angesichts der Tatsache, dass einige puritanische Seelen jede Menge Zeit damit verbringen würden, zu diskutieren, ob diese Art von Kunst praktisch aus ihrem Sichtfeld verschwinden sollte, sah die breite Mehrheit die Schönheit darin, wie dieses Stück in der Lage war, ihre Vorstellungskraft aus der täglichen Trostlosigkeit zu reißen.
Es ist faszinierend, wie ein einfacher Prozess von Farbe, Form und Bild Folge einer kreativen Ansicht werden kann, die weit über Lebensgewohnheiten hinausgeht und die Perspektiven über Kino und Fernsehen hinaus beeinflusst. Somit bleibt der „Computer Generiert 2“ Ident als kleiner Aufstand in allen Körperpolitiken des Mediums bestehen.
Die Harmonie von Soundtrack und Visuals gibt nicht nur künstlerisch einen Genuss her, sondern wirkt wie ein Paradebeispiel dafür, wie symbolische Visuals dem Verstand Entspannung bieten. Als Kreation kann es daher nicht als unmittelbarer Erfolg für den Mainstream definiert werden, sondern als eine Art szenische Manifestation, die fragt: Ist dies das Ende der visuell-konservativen Dominanz im öffentlichen Fernsehen oder nur eine alternative Quelle der Unterhaltung?
Kunst bleibt eine subjektive Angelegenheit, aber eines steht fest: Giles Thirions "Computer Generiert 2" bleibt ein fester Bestandteil der BBCs Ident-Schatzkammer. Jene, die es sahen, wissen noch genau, wie es war. Es war ein Meisterwerk, das die Freiheit feierte und neue Wege des Denkens eröffnete– selbst wenn einige damit nicht Schritt halten konnten.