Ayumu Watanabe - ein Name, der sich in der Animationswelt leuchtend abhebt wie ein Leuchtturm in einer stürmischen See voller Einheitsbrei. Wer ist dieser Mann, der die japanische Animation auf innovative Weise herausfordert, und warum sind so viele linke Kritiker so verliebt in seine Werke? Watanabe, geboren 1967 in Tokio, hat von Anfang an seinen eigenen Kurs gesetzt und dabei eine Spur von bewundernswerten, aber vor allem etwas freizügig bejubelten Filmen hinterlassen. Regisseur des gefeierten "Children of the Sea" aus 2019 - ein Meisterwerk, wenn man den Schwärmenden Glauben schenken mag - Watanabe beherrscht die Kunst, Geschichten visuell zum Leben zu erwecken, die konventionelle Ansätze in Frage stellen.
"Children of the Sea" handelt von der nicht immer harmonischen Beziehung zwischen Mensch, Natur und dem Übernatürlichen. Eine Schönheit, die von vielen als "spirituell" beschworen wird. Dabei tritt Watanabes Erzählweise oft in eine religiös anmutende Dimension ein, die viele der progressiven Erzähler entzückt, die ständig Spiritualität über Logik stellen. Während diese Filme mit atemberaubender visueller Pracht glänzen, vergessen die Lobredner oft, dass schöne Bilder noch lange keine tiefgründige Erzählung ausmachen.
Ein weiteres Werk aus Watanabes Feder ist "Komisan wa Komyusho Desu" - eine Geschichte über soziale Angst und die Herausforderungen von introvertierten Menschen in einer sozialen Welt. Das lässt die Kulturapostel jubeln, denn solche Themen sind Wasser auf die Mühlen all der liberalen Schwärmer. Doch bei näherer Betrachtung entdeckt man hier, wie Watanabe oft Nebenschauplätze beleuchtet und damit das Kernthema verwässert.
In seiner frühen Karriere als Animator für die legendäre "Doraemon"-Serie, hat Watanabe das perfekte Handwerkszeug erlernt, um den Animationssektor innovativ zu besetzen. Ein Genie in seinem Fach, dessen Visionen weit über das hinausgehen, was Mainstream und Massenunterhaltung zu bieten haben - doch mitunter auch durch seine extreme Experimentierfreude etwas eigenwillig erscheinen.
Watanabes Filme sind bekannt für ihre exzellente Produktionsqualität; die Farben, die Struktur, alles scheint aus einem anderen Universum zu kommen. Doch während Kritiker ihn für seine „Kreativität“ loben, sollten wir fragen, ob wir nicht lieber erzählerische Substanz über visuelle Mätzchen stellen sollten. Überraschenderweise sind seine Filme keine Kassenmagneten, obwohl sie in den Rängen der Kritiker hoch gelobt werden.
Ayumu Watanabe gehört zu der Riege von Künstlern, die oft als "Avantgarde" bezeichnet werden. Während Konzepte wie Umweltbewusstsein und menschlicher Geist oft im Mittelpunkt stehen, übersieht man dabei, dass reale, greifbare Lösungen für die Probleme unserer Welt häufig viel weiter weg sind als seine übernatürlich anmutenden Visionen glauben machen.
Ein unverwechselbares Talent mit einem Gespür für das Außergewöhnliche, gehört Ayumu Watanabe zweifellos zu den einzigartigen Stimmen im Reich der Animation. Aber so sehr wir auch Inspiration aus seinen kreativen Höhenflügen ziehen mögen, ist es im Endeffekt wichtig, seine Werke nicht unkritisch zu glorifizieren. Ein Genie, ja. Ein Visionär, sicher. Doch allzu oft ein Beispiel für "viel Rauch um nichts".