Wenn man über Auburn, North Dakota spricht, könnte man meinen, man hätte aus Versehen ein geheimes Codewort für eine verborgene Schatzkarte gefunden. Wo auf der Landkarte verbirgt sich dieses fast mythische Örtchen, das sich Westens des Red River in der Nähe der kanadischen Grenze erstreckt? Auburn ist ein winziges Fleckchen Erde, das mehr als nur Kornfelder, Kirchen und Traktoren zu bieten hat. Hier leben die Menschen die Prinzipien, die unsere Großeltern auch einmal groß gemacht haben: Bodenständigkeit, harte Arbeit, und ein unerschütterlicher Glaube an Eigenverantwortung.
Wenn man die Straßen von Auburn entlangfährt—so viele gibt es ja gar nicht—wird einem schnell die immense Bedeutung dieses kleinen Ortes klar. Eine ländliche Idylle? Sicher! Aber auch ein lebendiges Beispiel dafür, dass es noch Orte in Amerika gibt, die „America First“ nicht nur als Slogan bekleiden. Wer braucht schon hippe Cafés und Yoga-Studios, wenn man die weitläufigen Landschaften der Dakota Prärien haben kann? Wahrscheinlich nicht die Menschen von Auburn.
Jetzt werden die Kulturliebhaber oder, sagen wir mal, die besorgungvollen Städter meinen, dass Auburn nicht viel mehr bietet als „Korn und Kuh“. Stimmt nicht! Wenn man genau hinsieht, entdeckt man eine Stadt mit Herz, die fest an ihrer Kultur und ihren Traditionen festhält. Eine Stadt, in der die lokale Freiwillige Feuerwehr noch Respekt genießt und nicht abgeschafft wird, um Platz für ein neues Fitnessstudio zu machen.
Natürlich ist Auburn keine weltbekannte Touristenmetropole, aber das ist in den tiefblauen Augen der Dorfbewohner auch kein großer Verlust. Die einfache Lebensweise hier steht in scharfem Kontrast zu dem hektischen, oft verwirrenden Treiben in den städtischen Gebieten. Hier gibt es keine Anzeichen dafür, dass man auf die nächste grüne Welle in der Politik aufspringen will. Tatsächlich sind Auberns Bürger ausgezeichnet darin, ohne das dauernde Schreien nach regulatorischen Eingriffen auszukommen.
In Auburn ist es einfach schwer, von der Moderne überwältigt zu werden, während man im „Do It Yourself“-Modus bleibt. Die Kohärenz dieses Ortes folgt keiner von oben auferlegten Agenda, sondern ist das Ergebnis einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig unterstützt. Konservative Werte stehen hier immer noch im Vordergrund und diktieren, was wichtig ist—nämlich Familie, Heimat und Gemeinschaft.
Ein Besuch in Auburn ist wie ein Blick in unsere Vergangenheit. Nicht nur ein Ausflug in eine andere Zeit, sondern auch das Eintauchen in eine Lebensweise, die viele von uns als evolutionär altmodisch bezeichnet würden, obwohl sie vielleicht viel mehr moderne Weisheit birgt, als sich auf den ersten Blick vermuten lässt.
Man sieht Tierfarmen, die nicht gengenmanipuliert ihr Weiterleben fristen und über die sich keine wohlstandsverwöhnten Großstädter aufregen. Ohne die ständige Bürde von progressiven Besteuerungsregeln und Vorschriften wirkt diese Gemeinde wie ein Freilandlabor für konservative Ökonomie.
Die Sonne geht schließlich doch auch über Auburn auf—auch wenn die sogenannten „modernen Denker“ von der Existenz dieses Fleckens Erde kaum Notiz nehmen. Hier, in Auburn, wird der Untergang des Abendlandes nicht herbeigeredet; hier ist jeder Sonnenaufgang neu und voller Möglichkeiten.
Ein weiteres interessantes Phänomen ist das Fehlen dessen, was Außenstehende als „Dienstleistungsmetropolen“ bezeichnen würden. Man erwartet keine Stars oder das Blitzlichtgewitter auf den Straßen von Auburn. Alles was funkelt, sind die Sterne über den Weizenfeldern, während man sich mit den echten Menschen am Lagerfeuer über politische Themen unterhält, die anderswo kontrovers sein mögen, hier aber mit gesundem Menschenverstand entschieden werden.
Auburn, North Dakota, bietet eine Entschleunigung vom modernen Wahnsinn und eine Zuflucht für all jene, die sich nach einer Gemeinschaft sehnen, die noch weiß, was es bedeutet, echtes Amerika zu sein. So mag dieses kleine Dorf weitab von den stürmischen Wogen der Weltpolitik existieren, aber mit Sicherheit hat es mehr mit den wahren freiheitlichen Idealen gemeinsam als viele der selbsternannten Bastionen der intellektuellen Eliten.