Ali Bach Hamba, ein Name, der in den sozialen Debatten oft übersehen wird, aber nichtsdestotrotz einen verblüffenden Einfluss auf die politische Landschaft in Tunesien Anfang des 20. Jahrhunderts hatte. Wer war er? Ein politischer Aktivist und Arzt, der die kolonialen Strukturen der französischen Herrschaft in Tunesien angriff. In den 1920er Jahren, einer Zeit, in der viele ihrer ideologischen Sirenengesänge nachhingen und mit der Nase in Bücher aus Paris vertieft waren, trat Hamba auf die politische Bühne, um den tunesischen Nationalismus zu schüren. Er gründete 1911, kurz nach der Besetzung der Franzosen, zusammen mit anderen Gleichgesinnten die Zeitung Le Tunisien, die als Plattform für seine Ideen und als Stimme des aufkeimenden Widerstandes diente.
Folgendes mag die ideologischen Gegenspieler stören: Hamba hatte keine Angst davor, sich mit den Mächtigen seiner Zeit anzulegen. Er wollte mehr als nur reden; er wollte Veränderungen. Seiner Meinung nach waren Reformen keine Option, wenn man gegen die französische Kolonialmacht etwas ausrichten wollte. Statistiken zeigen, wie sehr er die tunesische Jugend beeinflusste. Er starb zwar jung, 1918, aber seine Ideen lebten weiter und trugen wesentlich zur tunesischen Unabhängigkeit bei, die letztlich 1956 Wirklichkeit wurde.
Ali Bach Hamba wählte andere Wege als seine Zeitgenossen. Während die meisten fröhlich die Vorzüge der französischen Bildung genossen und sich dem Liberalismus hingaben, riskierte er alles, um seine Überzeugungen zu verteidigen. Er positionierte sich als scharfer Kritiker der Assimilation und kämpfte unerbittlich für die tunesische Identität. Die Aspekte seiner Arbeit waren in ihrer Einfachheit kraftvoll. Er forderte die Wiederherstellung der arabischen Sprache und Kultur, ein kühner Schritt, der bei den Befürwortern der Kolonialpolitik Empörung auslöste.
Hamba verstand das Spiel der Macht, er spielte jedoch in einer eigenen Liga. Während andere von einem Tisch schnaubten, von dem sie keine eigene Einladung hatten, schuf er seine Plattform, die für seine Zwecke maßgeschneidert war. Seine Artikel und Reden offenbarten unverblümt die koloniale Doppelmoral, und seine klaren Worte fanden Anklang bei den Menschen, die sich nach mehr als den brotkrumenartigen Reformen der Franzosen sehnten. Er prangerte die wirtschaftliche Ausbeutung Tunesiens an und versuchte, eine verständnisvolle Allianz mit anderen kolonisierten Norden Afrikas aufzubauen.
Interessanterweise war Hamba auch kein großer Freund der Supermächte seiner Zeit. Seine Kritik erregte nicht nur lokale Aufmerksamkeit, sondern auch die internationale Politik geriet durch die Berichte über Repressionen gegen ihn in Schieflage. Zahlreiche Male wurde er verhaftet, dennoch ließ er sich nie von seinem Weg abbringen. Diese beharrliche Verwendung von Stimme und Feder zugunsten eines freien und unabhängigen Tunesiens ist das Markenzeichen seiner Arbeit.
Ein Aspekt, der besonders heraussticht, ist seine klare Ablehnung einer durch und durch angenommenen europäischen Kultur. Er argumentierte, dass echte Unabhängigkeit nur erreicht werden kann, wenn die kulturelle Integrität gewahrt bleibt. Viele Modernisten mögen heute darüber die Nase rümpfen; Hamba war einer der ersten, der auf die Gefahren einer totalen Assimilation hinwies.
Der Einfluss von Ali Bach Hamba verblasst dennoch nicht mit der Zeit. Vielleicht ist es an der Zeit, sich intensiver damit auseinanderzusetzen, warum seine Lehren noch heute von Bedeutung sind. Denn bei einem Rückblick in die Geschichte wird deutlich, dass der Kampf um nationale Identität und soziale Gerechtigkeit zeitlos ist.
Ali Bach Hamba mag in einigen Reihen als Relikt einer vergangenen Ära angesehen werden, aber er bleibt ein Leuchtfeuer der Argumentation gegen Unterdrückung und für Souveränität. Ein Mann, der wesentlich dazu beitrug, dass Tunesien nicht nur eine einfache Randnotiz unter den vielen Kolonialgeschichten dieser Welt bleibt, sondern eine Inspiration für eine entschlossene nationale Selbsterkenntnis. Ohne Hamba wäre die Geschichte eines freien Tunesiens sicherlich anders verlaufen.