5 Ronin: Die Fünf Samurai, die Marvel aufmischten

5 Ronin: Die Fünf Samurai, die Marvel aufmischten

Marvels "5 Ronin" ist ein kühnes Experiment aus dem Jahr 2011, das Wolverine, Hulk, Psylocke, Deadpool und den Punisher ins feudale Japan versetzt hat, um eine epische Geschichte über Ehre und Rache zu erzählen.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Manchmal, wenn Superhelden ein wenig langweilig werden, braucht es eine Dosis altmodischer Samurai-Action, um alles aufzupeppen. 2011 trafen fünf der größten Anti-Helden und Helden des Marvel-Universums auf etwas, das sie wahrscheinlich nie erwartet hätten: das feudale Japan. Doch was passierte, als Wolverine, Hulk, Psylocke, Deadpool und der Punisher durch Zeit und Raum geschleudert wurden, um Ihre Ehre als Samurai zu verteidigen?

Marvels "5 Ronin" ist ein fesselndes Experiment aus dem Jahr 2011, das die Frage stellte, was geschehen würde, wenn diese Figuren in die moralisch komplexe Welt der Ronin, der herrenlosen Samurai, eingeführt würden. Das Konzept brachte etwas Neues und Unerwartetes, indem es die ganz persönliche Reise dieser fünf Ronin im Zusammenhang mit Ehre und Rache erkundete, fernab ihrer üblichen Superhelden-Pflichten in New York.

Warum ausgerechnet das feudale Japan? Die Antwort ist einfach: Kein anderes Setting bietet so viele Möglichkeiten für Heldentum und Intrigen als die dramatischen Landschaften der Samurai-Ära, mit ihren strengen Ehrenkodexen und tödlichen Fehden. Es ist fast so, als ob Marvel versucht hat, ein bisschen Shakespeare mit einem Katanaschwert zu schreiben. Und wer könnte das besser umsetzen als die fünf Charaktere, die ohnehin schon an den Grenzen des Heldentums kratzen?

Los geht's: Wolverine, der unsterbliche Kämpfer, dessen Leben immer von persönlicher Rache und Selbstfindung geprägt ist, ist in diesem japanischen Setting besonders zu Hause. Seine tierische Natur kombiniert mit der strengen Samurai-Disziplin ist einfach die perfekte Mischung aus Wahnsinn und Zen, die nur er bieten kann. Was passiert, wenn eine unverwüstliche, krallenbewehrte Killing-Maschine auf kodexgebundene Krieger trifft? Die Antwort ist feurig – und messerscharf.

Dann ist da der Punisher, ein anderer Charakter, der perfekt in die düstere, moralisch mehrdeutige Welt der Ronin passt. Der Punisher kennt nur zwei Waffen: seine unerschütterliche Entschlossenheit und seine uneingeschränkte Fähigkeit, alles und jeden auszulöschen, die sich ihm in den Weg stellen. Im feudalen Japan ist er nicht weniger gnadenlos. Wer könnte besser ein zerstörerischer, rachsüchtiger Krieger sein, der alles opfert, um „Gerechtigkeit“ zu sichern?

Wir werfen einen Blick auf Psylocke, die elegante, aber tödliche Mutantin. Im Gegensatz zu den anderen hat sie von vornherein eine Affinität zur Welt der Ninja und Samurai, was perfekt zu ihrem äußerst vielseitigen Charakter passt. Ihr psychisches und körperliches Arsenal ist eine frische Brise in der Welt der düsteren Musketiere, und ihre Fähigkeit, sowohl Waffe als auch Verführerin zu sein, macht sie zu einem entscheidenden Teil dieser Kampagne.

Nicht zu vergessen ist Deadpool, der liebenswerte aber zutiefst Wahnsinnige unter diesen kämpferischen Fünf. Der "Merc with a Mouth" könnte eigentlich in jede Ära geworfen werden und es würde funktionieren, aber im feudalen Japan entfaltet er eine ganz besondere Dynamik. Seine Ironie und sein unnachgiebiger Kommentar zu allem um ihn herum kontrastieren wunderbar mit dem ernsten Hintergrund. Deadpool wäre also der verrückte Ronin, der seinen Weg durch die feindliche Welt mit einem Augenzwinkern und einem Schwert bahnt.

Schließlich haben wir Hulk, eine unaufhaltsame Naturgewalt, die jeden Rahmen sprengt. Ihn in die strenge, wo Disziplin alles ist, Welt der Samurai einzufügen, scheint fast ironisch, aber genau das macht seine Geschichte so packend. In dieser Welt muss der Hulk lernen, was es bedeutet, die Stärke zu kontrollieren und ihre Auswirkungen für einen wahren Samurai zu nutzen.

Die Serie "5 Ronin" bietet auch Ansprachen, die politisch anders gesinnt sind, reichlich Angriffsfläche. Warum? Weil sie gegen das Klischee von schwarz-weißem Helden-Pathos anspricht und eine komplexe Geschichte bevorzugt. Ein Vorstoß in eine Welt, in der Motivationen und Moral nicht immer klar sind, könnte einige Triggerpoints treffen.

Aber die Frage bleibt: Ist die „5 Ronin“-Serie ein Erfolg? Die Antwort ist subjektiv, variiert aber von Leser zu Leser. Eins ist sicher: Die Kreation war mutig und hat Fans in eine völlig neue Welt entführt, weg von der vertrauten Skyline New Yorks hin zu den dunstigen Bergen Japans. Ob Marvel weiter in diesem Gewässer fischen sollte, bleibt abzuwarten, aber eines steht fest: "5 Ronin" ist ein unvergleichliches Kapitel der Comicgeschichte.