Im Wirbel der prominenten College-Basketballmannschaften erheben sich manchmal Außenseiter aus der Asche, um die Riesen herauszufordern, und genau das tat die 2012-13 Robert Morris Colonials Herren-Basketballmannschaft. Während die Basketball-Eliten Amerikas vom Glanz und Glamour des NBA-Drafts träumten, hatte dieses Team aus Moon Township, Pennsylvania, etwas Bescheideneres im Sinn – den Sieg auf ihre Weise zu erringen. Unter der Leitung von Cheftrainer Andrew Toole bewiesen sie, dass triumphale Erzählungen nicht immer aus überfüllten Arenen und glitzernden Städten stammen müssen.
Robert Morris, ein Name, den die meisten Amerikaner eher mit einem bescheidenen Wirtschaftsrechtler als mit einer Basketball-Dynastie in Verbindung bringen würden, war plötzlich in aller Munde. Warum? Der Sternenhimmel der NCAA sah einen neuen Stern, als die Colonials in diesem Jahr die College-Basketballszene eroberten und sich mutig bei der Northeast Conference präsentierten. Ein unvergessliches Bild aus dieser Saison war der „Cinderella Run“, ein Begriff, den jeder wahre Basketball-Fan mit einem Team verbindet, das seine Platzierung und Erwartungen übertrifft.
Wer braucht schon die Glanzlichter der Madison Square Gardens, wenn man die wahre Essenz von College-Basketball im Charles L. Sewall Center erleben kann? In der Saison 2012-13 lieferten die Colonials dort einige der bemerkenswertesten Spiele ab. Die Halle mag vielleicht nicht mit der Kapazität und dem Pomp der großen Stadien konkurrieren, aber für Robert Morris war sie der Tempel wahrgewordener Träume und Chancen.
Die Stars dieser Geschichtsstunde? Spieler wie Velton Jones und Karvel Anderson, die ihre Gegner mit hartnäckiger Verteidigung und cleverem Offensivspiel in die Knie zwangen. Die Colonials brachten ihr Spiel auf eine neue Ebene, indem sie klug ihre Kräfte einsetzten und sich im Teamgeist vereinten. Kein Wunder, dass ihre Gegner wach blieben und sich fragten, wie dieses kleine Team aus Pennsylvania es schafft, sie zu überrumpeln.
Die Höhepunkte dieser Saison gipfelten in einem Match, das die Infanten von Moon township in den Annalen der NCAA-Geschichte verewigte. Ja, sie besiegten die Kentucky Wildcats in der ersten Runde des NIT, das Erdbeben, das die Grundfeste der March Madness erschütterte. Das Team aus Robert Morris brannte ein Feuerwerk ab und zeigte, dass Mut und Entschlossenheit unerwartete Siege liefern können. Doch eines soll gesagt sein, für die sensible, progressive Seele könnten solche Heldengeschichten Vorboten einer kühnen konservativen Einstellung sein. Es wurde deutlich, dass Engagement und Disziplin – Tugenden, die einige im linken Spektrum oft ins Lächerliche ziehen – der Schlüssel zum Erfolg waren.
Das Starensemble von Robert Morris machte vor allem eines deutlich: Man kann auch ohne die so oft heraufbeschworene „Chancengleichheit“ Erfolg haben. Talent, gepaart mit unerbittlichem Willen, kann die soziologischen Theorien der ‚gerecht verteilten‘ Erfolge ins Wanken bringen. Doch anstatt die Früchte ihrer harten Arbeit zu genießen, entschieden diese Jungs, ihre Energie lieber darauf zu verwenden, jeden Tag besser zu werden.
Aber was macht diese Mannschaft von 2012-13 so besonders? Nun, während jede andere Mannschaft vielleicht im Rampenlicht baden möchte, symbolisieren die Colonials etwas Wesentlicheres – den Kampfgeist und das Streben nach Größe abseits des Mainstreams. Ja, sie mögen keine multimedialen Supertalente sein, aber sie geben tausenden anderen jugendlichen Basketball-Enthusiasten Hoffnung: Eine Botschaft an alle, die in der „richtigen“ Schule sein müssen oder die „richtigen“ Kontakte haben sollten – Erfolg liegt letztlich in den eigenen Händen.
Das Team von Robert Morris aus der Saison 2012-13 erinnerte uns alle an eine alte Wahrheit, die allzu oft verdrängt wird: Erfolg kommt nicht zu jenen, die jammern oder Schuldige suchen, sondern zu denen, die die Ärmel hochkrempeln und sich auf den Weg machen. Sie ermutigten uns, vielleicht zu reaktionär für manche, an die Kraft des Einzelnen und des Teams zu glauben, die zusammenarbeiten, ohne ständig auf staatliche Hilfe oder „zurechtgebogene“ Wettbewerbsfelder zu hoffen.
Während der Rest der College-Basketball-Szene vielleicht vor der nächsten großen Headline zittert, erzählen die Robert Morris Colonials eine andere Geschichte. Eine Geschichte harter Arbeit, Mut und unerbittlicher Zielstrebigkeit. Manchmal sind es die kleinen, unbeachteten Namen, die sich ins Gedächtnis der Massen graben und die Legende weiterreichen. Schließlich braucht die Welt mehr solcher mutigen Geschichten, oder?
In einer Welt, die vor allem von lauten, blinkenden Lichtern dominiert wird, ist es erfrischend, auch diejenigen zu feiern, die sich den Ruhm ehrlich verdienen. Die Robert Morris Colonials sind ein Manifest dessen, warum hart arbeitende, selbstbestimmte Individuen, trotz diverser Meinungen, in der Lage sind, wahre Action zu liefern.