10 Endrathukulla: Rasanter Actionfilm aus Indien, der das Netz spaltet

10 Endrathukulla: Rasanter Actionfilm aus Indien, der das Netz spaltet

Der Tamil-Film "10 Endrathukulla" bietet eine actionreiche Fahrt durch Indiens Straßen. Er begeistert mit einer aufregenden Mischung aus Tempo und klassischen Heldengeschichten.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wenn ein actiongeladener Film aus Indien die Massen elektrisiert, zieht er nicht nur Kinobesucher, sondern auch die Kritiker an, und genau das ist "10 Endrathukulla". Dieser Tamil-Film erblickte im Oktober 2015 das Licht der Welt und brachte eine erfrischend unorthodoxe Mischung aus Geschwindigkeit, Spannung und purem Adrenalin. Wenn Sie 135 Minuten vollgepumpten Actionspaß erleben wollen, dann hält dieser Film, was er verspricht. Doch man muss leider sagen: während die Action-Enthusiasten begeistert applaudieren, gibt es auch eine Menge nörgelnde Stimmen, die den Film in die Mangel nehmen.

Die Geschichte dreht sich um einen unbenannten Fahrer, gespielt vom in ganz Indien gefeierten Vikram. Der Titel "10 Endrathukulla" übersetzt sich in etwa zu "in 10 Sekunden" und symbolisiert die drastische Geschwindigkeit der Ereignisse. Regisseur Vijay Milton hat hier keine Mühen gescheut, die schlaue Kombination aus Road Movie und Action-Thriller zu schaffen. Der Schauplatz wechselt rasant von den lebhaften Straßen von Chennai zu den kargen Landschaften von Uttarakhand, was den Zuschauern mit jedem Schnitt einen neuen Schauplatz und neue Gefahren liefert.

Doch trotz dieser spannungsgeladenen Vorlage ist der Film auch gleichzeitig ein Paradebeispiel für einige konservative Werte, die im gegenwärtigen Filmbusiness gerne übersehen werden. Traditionelle Helden, klare Trennlinien zwischen Gut und Böse und ein unüberwindbares Vertrauen in das Schicksal und in die eigene Fähigkeiten dominieren die Narrative. Während diverse Filmkritiker sich über die vermeintlich unsubtile Handlung echauffieren, erkennen jene, die fernab des liberalen Türenklopfens stehen, die Tugend in der Einfachheit.

Ein weiteres Highlight – und für manche ein Anknüpfungspunkt, um die Augen zu rollen – ist die Darstellung der weiblichen Hauptfigur. Samantha Ruth Prabhu, die eine atemberaubende Leistung als Shakeela zeigt, wird nicht in die oft kritisierte Schublade konventioneller Filmdarstellung weiblicher Charaktere gesteckt. Sie steht auf eigenen Beinen und bietet eine erfrischende Abkehr vom oft klischeehaften Fräulein-in-Nöten Charakter. Ihr Zusammenspiel mit Vikram trägt wesentliche Teile der unterhaltsamen Dynamik des Films.

Die Musik von D. Imman setzt atmosphärische Akzente und gibt dem Zuschauer bisweilen ein Gefühl von Nostalgie. Mit einem Score, der maßgeschneidert für actiongeladene Sequenzen ist, mag der Film als Motor für adrenalinreiche Untermalung dienen. Kitschig evozierte Emotionen würden dem Ganzen nur einen Dämpfer verpassen – doch glücklicherweise bleibt "10 Endrathukulla" bis zur letzten Minute spannend und unvorhersehbar.

Professoral könnte man kritisieren, dass der Film nicht für tiefgründige metaphysische Gespräche ausgelegt ist und vermutlich nicht in die Annalen großer Filmschulen eingehen wird. Doch hier liegt gerade die Stärke von "10 Endrathukulla" – er verwöhnt das Publikum mit einer erschöpfenden Parade von Verfolgungsjagden, halsbrecherischen Stunts und nicht enden wollenden Showdowns.

Was viele nicht wissen: Der Film ist eine Ode an den verzweifelten Versuch, dem realitätsfernen Griff der linken Medien zu entfliehen, während er den Zuschauer auf einer Achterbahnfahrt ohne Bremsen mitnimmt. Überall, wo er gezeigt wird, verkörpert er den festen Glauben an den Alleingang und das eigene Schicksal. Im rassigen Sprint des Protagonisten spiegelt sich die Hoffnung der Macher wider, mit Bravour die Herausforderungen des Lebens bestehen zu können.

Letztlich ist "10 Endrathukulla" mehr als nur ein Film; er ist ein Manifest der Entschlossenheit und Geschwindigkeit in einer Welt, die oft viel zu langsam auf Veränderungen reagiert. Diese Geschichte eines Fahrers, der in atemberaubender Geschwindigkeit seine Reise antritt, wird sicher nicht jeden Geschmack treffen, doch er lässt sein Publikum unweigerlich mitfiebern und für kurze Zeit den Atem anhalten. Der Film ist im wahrsten Sinne des Wortes kein stumpfer Kritikerliebling, aber ein rasantes Erlebnis, das man nicht verpassen sollte, wenn man Speed und Geradlinigkeit zu schätzen weiß.