Es gibt kaum eine Plattform, die die akademische Neugier dermaßen anspricht und gleichzeitig die konservativen Geister auf die Palme bringt wie die 'Zeitschrift für moderne und zeitgenössische Geschichte'. Wer steckt dahinter? Eine Gruppe von Historikern, die sich darauf spezialisiert haben, die Vergangenheit durch eine politisch gefärbte Brille zu betrachten. Doch das ist nicht alles, es wird auch laut gerufen, dass alle unsere vergangenen und gegenwärtigen 'Fehler' ans Licht gezerrt werden müssen – selbstverständlich mit einem linken Anstrich. Diese Zeitschrift wird seit 2015 in Deutschland publiziert, versucht aber mit aller Macht, ihre narrative Deutungshoheit über die deutsche Geschichtsschreibung auszubauen.
Was also ist ihre Mission? Ganz einfach: Dem Leser eine Version der Geschichte zu präsentieren, die die großen Errungenschaften unserer Nation und unserer konservativen Werte herunterspielt. Man könnte meinen, das einzige Ziel dieser Veröffentlichung sei es, eine alternative Sichtweise populär zu machen, die alles andere als ausgewogen ist. Ganz im Sinne der Voreingenommenheit wird hier oft das Versäumnis hervorgehoben, historische Imperien oder politische Führer als Helden oder visionäre Geister zu würdigen. Stattdessen dominieren Themen, die unsere Vergangenheit als endlosen Strom von Fehlern und Ungerechtigkeiten darstellen.
Es ist bemerkenswert, wie sich die Zeitschrift geschickt auf dem Grat zwischen akademischer Forschung und politischem Aktivismus bewegt. In den Artikeln wird nicht selten eine Art mildes Historikerfeuer entzündet, das, wenn man doch ehrlich ist, manchmal mehr Rauch als Flamme produziert. So wird der Versuch unternommen, jede neue Entdeckung oder historische Schlussfolgerung zu nutzen, um vorzugsweise die vermeintlichen Missstände der Vergangenheit oder die Unzulänglichkeiten heutiger konservativer Politik herauszuarbeiten.
Das Interessante an der 'Zeitschrift für moderne und zeitgenössische Geschichte' ist, wie sehr sie sich als Vorreiter einer progressiven Schule der Geschichtsschreibung sieht. In einem beeindruckenden Akt der Selbstüberhöhung wird die wissenschaftliche Methode oftmals zugunsten der schrifstellerischen Freiheit geopfert, wobei Fakten bis an die Grenze der Übertreibung ausgedehnt werden. Wie oft sieht man Schlagzeilen, die eher für Empörung als für Erleuchtung sorgen?
Über die Jahre hat die Zeitschrift eine Reihe von Themengebieten abgedeckt, die kaum mit einem traditionellen, wertorientierten Geschichtsverständnis vereinbar sind. Ob Bewegungen der 1960er Jahre, postkoloniale Theorien oder kritische Betrachtungen über die Nachkriegsordnung – alles wird durch den Filter der eigenen Agenda betrachtet. Es scheint, dass die eigentliche Königsdisziplin hier weniger in der Forschung als vielmehr in der suggestiven Interpretation liegt.
Viele Leser finden sich durch die klare Ausrichtung entweder angezogen oder abgestoßen. Die Zeitschrift ruft paradoxerweise auch unter jenen Zustimmung hervor, die in ihrer krassen Ablehnung des Etablierten genau die Narrative suchen, die ihrer eigenen Sichtweise entsprechen. Doch können wir uns sicher sein, dass diese wiederholten Versuche, eine erneuerte Gesellschaftsutopie durch die wissenschaftliche Geschichte zu schmieden, uns wirklich weiterbringen?
Wer ein kritisches Auge auf die 'Zeitschrift für moderne und zeitgenössische Geschichte' wirft, wird feststellen, dass sie in Wahrheit eine Bühne für Diskussionen ist, die im realen Leben oft mangels Zuspruch oder gesellschaftlicher Annahme keinen Raum finden. Der Drang nach einer geschichtlichen Beweisführung, die die gesellschaftlichen Hierarchien der Vergangenheit zum Bösen erhebt, bleibt nämlich kein Randphänomen, sondern findet durch diese Publikation eine Stimme.
Viele mögen einwerfen, dass eine solche Zeitschrift für das intellektuelle Gleichgewicht notwendig ist. Aber Hand aufs Herz: Haben wir nicht schon genug von der selektiven Geschichtsschreibung, die das eine verteufelt und das andere glorifiziert? Es ist kein Wunder, dass viele Kritiker die Zeitschrift mehr als ideologisches Sprachrohr denn als wissenschaftliches Organ ansehen.
Letztendlich bleibt 'Zeitschrift für moderne und zeitgenössische Geschichte' ein Ort, an dem die Meinungsbildung von einer Minderheit fortgeführt wird, die das Rad der Zeit zurückdrehen will. Nicht an ihren Worten, sondern an ihren Handlungen und der Auswahl ihrer publikationswürdigen Themen sollten wir sie messen.