Wir sind keine Kinder: Wie wir die Selbstverantwortung zurückerobern

Wir sind keine Kinder: Wie wir die Selbstverantwortung zurückerobern

Haben Sie genug davon, dass der Staat Ihnen mit jedem Atemzug Vorschriften macht? Willkommen im Club! Die Empörung über die ständige Bevormundung erreicht neue Dimensionen mit Falcos Song „Wir sind keine Kinder“.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Haben Sie genug davon, dass der Staat Ihnen mit jedem Atemzug Vorschriften macht? Willkommen im Club! Die Empörung über die ständige Bevormundung erreicht eine neue Dimension mit Falco und den Neffen von Mozart, die mit ihrem Song „Wir sind keine Kinder“ das Krebsgeschwür der modernen Gesellschaft anprangern. Dieser Ohrwurm aus dem Jahre 1984, der aus der Feder von Österreichs Pop-Ikone höchstpersönlich stammt, attackiert die permanente Gängelung durch Institutionen und den Trend zur ewigen Kindheit. Warum scheint es in der heutigen Gesellschaft so schwierig zu sein, Eigenverantwortung und gesunden Menschenverstand hochzuhalten, selbst nach all diesen Jahren?

Als die Adoleszenz begann, sich wie ein elastischer Kaugummi zu strecken, hat niemand so viel prophetischen Weitblick erwartet. Doch genau das sprach Falco in der Blütezeit seiner Karriere an: Wir werden wie Kinder behandelt, weil niemand uns zutraut, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen. Staatliche Regulierungen hier, gesellschaftliche Ermahnungen da – jemand sollte diesen Regenschirm der Bevormundung endlich zuklappen! Denn was früher Verantwortung genannt wurde, ist heute eine verlorene Tugend im Ozean des Wohlfühl-Nannying.

Wir wissen alle, dass Freiheit nicht bedeutet, dass man stets angeleitet werden muss. Selbstverantwortung, meine Damen und Herren, ist der Schlüssel zu einer freien und blühenden Gesellschaft. Aber wie können wir Eigenverantwortung zurückerobern, wenn wir ständig Schutzengel brauchen? Bedrückend ist die Vorstellung, dass der Trend zu Helikopter-Staaten und Gängelung flächendeckend die jüngere Generation hemmt. Dass Wächter von oben über uns schweben und unseren Lebensweg bestimmen, steht im Widerspruch zu unserem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Ein erfrischender Gedanke ist es doch, wieder die Zügel in die Hand zu nehmen. Doch in einem Zeitalter, in dem jedem gesagt wird, was er zu fühlen hat, scheinen einfache Lösungsansätze komplizierter als Einstein'sche Theorien. Die Bereitschaft zur Selbstverantwortung verkümmert im Schatten des Dogmas, das selbstständig denkende Individuen als Bedrohung wahrnimmt. Dieses Geheule nach Mehrstaatlichkeit erstickt jeden Funken von Selbstverwirklichung im Keim, und die Frage stellt sich: Warum sollen unsere Ohren nicht endlich den bleiernen Hintergrundrauschen eines übergriffigen Staates filtern?

Der moderne Bürger wird schneller für Inkompetenz gelobt als für den Mut, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Kollektive Verantwortung, Schablone für Schablone aufrechterhalten von einer Bürokratie, die nie ein Ende findet, wirkt wie eine antiquierte Zwangsjacke. Fragt man sich da nicht, warum Eigenverantwortung vor allem auf verlorenem Terrain gelandet ist? Es gilt, die Kinderschuhe endlich abzulegen und den improvisierten Seiltanz des Lebens mit geübter Leichtigkeit zu vollführen!

Auf der Suche nach Selbstverwirklichung verlangt es nach einer festen Hand, die den Weg zeigt – keine Kontrollfreaks, die hinter den Schatten der Kuppeln lauern. Aus der Obhut von Institutionen zu entwachsen bedeutet, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, Experimente zu wagen und Konsequenzen zu ziehen. Wird es nicht herrlich klingen, wenn die Gesellschaft hört: „Wir sind keine Kinder“ und es zu einer Hymne der Herausforderung macht?

Falco hat (ob bewusst oder unbewusst) mit „Wir sind keine Kinder“ einen leuchtenden Kompass des selbstbestimmten Lebens geschaffen. Der Appell ist klar: Traut euch, Abstand zu nehmen von einer Verpflichtungskultur, die Eigeninitiative übertrumpft. Der Weg ist das Ziel, und es führt über die brüchigen Brücken der Verantwortungslosigkeit hinweg zu einer selbstbestimmten Insel voller Chancen.

Eines Tages werden vielleicht mehr nach dem Motto leben: Hört auf, euch vor Verantwortungsübernahme zu fürchten, denn der Lohn liegt im Handeln und nicht im Warten! Selbstverantwortung ist die Klinge, die das Undurchdringliche lichten kann. Warum nicht anfangen, das Lied der Freiheit zu singen, das Falco einst vorgesungen hat? Lasst uns nicht das Lied der ewigen Kindheit singen, sondern das der selbstbestimmten Verantwortung! Der Triumph der Menschheit lag stets im Ergreifen der Zügel, nicht im Ertragen der Ketten.