Der Begriff "Wiederholungstäter" mag klingen wie ein Kapitel aus einem Kriminalroman, aber es ist eine reale und anhaltende Herausforderung, vor der wir alle stehen. Diese Kriminellen scheinen aus einer endlosen Schleife aus Straftat, milden Strafen und erneuter Straftat nicht ausbrechen zu können. Wer sind sie? Warum wiederholen sie ihr Verhalten? Wiederholungstäter, auch als Rückfällige bekannt, sind Personen, die nach einer Bestrafung erneut ähnliche Verbrechen begehen. Diese Vergehen sind häufig dort zu besichtigen, wo das Gesetz eine zarte Hand zeigt, sei es in Deutschland, den USA oder anderswo, wo progressive Politik oftmals durchgesetzt wird. Zusammenhänge zeigen sich im Strafrechtssystem, das auf Rehabilitation statt auf angemessene Bestrafung setzt.
Unser Rechtssystem, das einst eine ausgewogene Balance zwischen Bestrafung und Rehabilitierung suchte, ist heute in eine Krise versetzt. Richter, die allzu oft den Fokus auf soziale Hintergründe legen, anstatt auf die Tat selbst. Lächerlich milde Strafen, die mehr nach einem Streich mit der Feder denn nach einem entschlossenen Hammerschlag aussehen, fördern nicht die Disziplin, sondern den Unfug. Ein angedrohtes „Du, Du, Du“ von Seiten der Justiz gegenüber Gesetzesbrechern hat noch nie einen Täter gestoppt. Dies zeigt sich besonders in urbanen Gebieten, in denen sich die Kriminalitätsraten stetig erhöhen, während die Strafen unangemessen mild bleiben.
Leugnet man, dass harte Strafen notwendig sind, um Wiederholungstäter in Schach zu halten, ignoriert man die Realität. Abschreckung ist heute kaum noch ein Thema. Stattdessen sehen wir, wie Täter ein weiteres Mal die Gelegenheit erhalten, sich auf Kosten der Gesellschaft auszutoben. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Laut einer Studie des Bundesjustizministeriums aus dem Jahr 2020 begehen mehr als 49% der Verurteilten innerhalb von fünf Jahren wieder eine Straftat, ein alarmierendes Zeichen unserer Fehlpolitik.
Renommierte Psychologen, die Rückfälligkeit untersuchen, weisen auf ihre Ursachen hin: ein mangelhaftes sozialpädagogisches System, das wiederholt dieselben Interventionen versucht und erwartet, dass sich ein anderes Ergebnis einstellt. Ein sinnloses Unterfangen. Die Wahrheit ist hart: Manche Individuen finden sich einfach nicht in die Gesellschaft ein. Während manch einer in der Vergangenheit noch glaubte, dass Bildung und Integration der Patentrezept seien, so zeigen die Resultate ein anderes Bild.
Man spricht oft von der sauren Gurke in der Justizsuppe, einer Metapher für das Unvermögen, Denken und Handeln zu vereinbaren. Die Verfechter eines unnachgiebigen Vorgehens gegen Wiederholungsstraftäter, die verstehen, dass die Dinge im Lot sein müssen, werden oft als hart oder unzeitgemäß abgestempelt. Dabei zeigen Länder mit strengeren Gesetzgebungen, dass es besser funktioniert. Das Beispiel Singapur, welches durchaus rigoros mit solchen Problematiken umgeht, weist sichtbar geringere Rückfallquoten auf als wir.
Rehabilitation und Resozialisierung haben ihren Platz – das ist keine Frage. Aber was tun, wenn diese uns regelmäßig wieder in schwierige und teure Situationen führen? Jeder einzelne Fall eines Wiederholungstäters belastet die allgemeine Gesellschaft ungemein. Steuern werden verschwendet, Opfer leiden ein weiteres Mal und das Vertrauen in Justiz und Regierung sinkt weiter.
Der mythische Glaube an den guten Kern im Menschen kann in Einzelfällen zutreffen. Aber es ist naive Ignoranz zu denken, dass alle straffälligen Menschen ausnahmslos darauf ansprechen. Für einige, mag es hart klingen, aber ist die einzige Lösung eine andauernde Trennung von der restlichen Gesellschaft. Es ist besser, Augenmaß zu halten, als ewig und drei Tage mit der selben naiven Hoffnung eigenen Wahrheiten auszuweichen.
Wiederholungstäter, ein Wort, das Vielen Unbehagen bereitet und das Wohlgefühl des Strafrechts aufrüttelt. Mit jedem ungesühnten Delikt verlieren wir als Gesellschaft Sicherheit und Vertrauen. Menschen, die unbeeindruckt immerzu über die rote Linie schreiten, sollten unvermeidliche Konsequenzen erfahren. Während die öffentliche Debatte mit Schlagwörtern wie "Rehabilitation" und "Zweitechance" jongliert, wissen wir: Es gibt Menschen, die ihren dritten und vierten Versuch längst erschöpft haben. Verbunden damit ist die Hoffnung, dass ein Umdenken endlich die Oberhand gewinnt und unsere Gesellschaft sich entscheidet, die Rädchen des rechtlichen Apparats so zu drehen, dass Sicherheit und Gerechtigkeit nicht weiter lächeln müssen.