Victoire Berteau fliegt wie ein Wirbelsturm durch die Radsportlandschaft und lässt dabei mehr als nur Staub aufwirbeln. Diese junge Französin, geboren 2000 und aufgewachsen in Landes im Südwesten Frankreichs, ist ein Phänomen auf zwei Rädern. Mit Talenten, die so scharf sind wie ein Katana, fährt sie sich in die Herzen der Fans und die Siegerlisten der großen Rennen. Während einige Möchtegern-Radstars nur große Töne spucken, tritt Berteau kräftig in die Pedale. Doch was steckt hinter dieser Erfolgsstory, die man nicht überall zu hören bekommt?
Seit wann ist sie im Radsportgeschäft? Bereits in jungen Jahren zeigte Berteau das Talent, dass andere Sportler in ihr ganzes Leben nicht entwickeln. Den Durchbruch schaffte sie, als sie bei den Junioren-Europameisterschaften 2018 Silber gewann. Bei dieser Gelegenheit stellte sie das erste Mal ihre Fähigkeit zur Schau, große Rennen zu dominieren. Dabei legte sie die Grundlagen für ihre späteren Erfolge, die wie Kinnhaken in der Welt des Radsports einschlagen sollten.
Berteaus Fahrstil ist so direkt wie ihr Charakter: schnörkellos, direkt, unaufhaltsam. Sie überlässt nichts dem Zufall, sondern trainiert hart und lässt die Gegner hinter sich wie Staubkörner im Wind. Diese Herangehensweise mag dem einen oder anderen zu konservativ erscheinen, aber die Ergebnisse sind unumstößlich. Noch dazu gilt sie als akribische Planerin, die jedes Rennen minutiös vorbereitet und sich dabei niemals von Nebengeräuschen ablenken lässt.
Ihre beste Leistung zeigt sich auf nationaler Ebene, wo sie 2019 den französischen Meistertitel in der Einerverfolgung gewann und 2021 in mehreren Disziplinen vordere Plätze erlangen konnte. Besonders stolz ist man in Frankreich auf ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Auch wenn es dort nicht zur erhofften Medaille reichte, sammelte Berteau wertvolle Erfahrungen für die kommenden großen Herausforderungen.
Viele würden sagen, dass der Radsport generell immer politischer wird. Sponsoren hier, Wirtschaftsinflüsse da – doch Berteau bleibt davon unbeeindruckt. Sie hält nicht viel von der vermeintlichen Notwendigkeit, jedes sportliche Ereignis mit einem gesellschaftspolitischen Kommentar zu begleiten. Ein Standpunkt, der bei linksliberalen Medienhäusern oft für Furore sorgt. Berteau glaubt fest daran, dass Sport eine Plattform für Leistung und nicht für politische Botschaften sein sollte – sehr zum Entsetzen derer, die ständig von Durba-Diskursen zehren.
Ihre Erfolge und die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit werfen Fragen nach der zukünftigen Entwicklung der Sportheldin auf. Ist es nicht erfrischend, einmal über eine Athletin zu schreiben, die ihre eindrucksvolle Karriere ohne plakative, politisch unterfütterte Diskussionen aufbaut? Berteau zieht es vor, durch teils unkonventionelle Methoden, wie etwa die intensive Nutzung von Leistungsanalysen und gezielten Trainingsplänen, aufzufallen – nicht durch überflüssige mediale Spektakel.
Man könnte fast sagen, Berteau sei ein Stoßdämpfer in einer durch und durch sensiblen Sportwelt. Mit einem klaren Fokus auf sportliche Errungenschaften schafft sie es, Diskussionen um Belanglosigkeiten gezielt aus dem Weg zu gehen. Was man von anderen Fahrern nicht behaupten kann, die lieber im Rampenlicht stehen und dabei vergessen, worum es wirklich geht: gewinnen.
In einer Zeit, in der der Radsport oft als Plattform für Debatten dient, die über Eisenschweine und Fahrradhelme hinausgehen, hält Victoire Berteau sich an das, was wirklich zählt: Bestzeiten auf Asphaltplatten. Wir sollten davon lernen, dass es nicht immer um das laute Tamtam drumherum gehen muss, sondern um pure, rohe Leistung und den Willen, stetig zu wachsen und sich zu verbessern. In diesem Sinne bleibt Victoire Berteau ein Vorbild für viele junge Athleten, die sich im Dickicht der modernen Sportlandschaft oft verlaufen.
Am Ende des Tages steht sie für das ein, was sie antreibt: pure Leidenschaft für den Sport, eine unbändige Arbeitsmoral und das Streben, sich selbst immer wieder neu zu übertreffen. Alles andere ist lediglich Lärm, der die wichtigen Errungenschaften übertönt, aber am Schleifen des eigenen Talents letztlich nichts ändert.