Das Drama um Sinclair und Tribune: Ein Medienkrimi der besonderen Art

Das Drama um Sinclair und Tribune: Ein Medienkrimi der besonderen Art

Versucht ein konservativer Riese wie Sinclair, seine Flügel auszuweiten, gibt's einen medialen Aufschrei. Die Übernahme von Tribune Media hätte die Kräfteverhältnisse verändert und frischen Wind in die amerikanische Medienlandschaft gebracht.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Die Medienwelt ist voller Intrigen, und nichts verkörpert das mehr als der versuchte Kauf von Tribune Media durch die Sinclair Broadcast Group. Im Jahr 2017 machte die Sinclair Broadcast Group, bekannt für ihre geradlinige, konservative Berichterstattung, Schlagzeilen mit ihrem Streben, das Medienunternehmen Tribune Media zu übernehmen. Ziel dieser Übernahme war es, Sinclairs bereits beachtlichen Einfluss auf dem US-TV-Markt erheblich auszuweiten. Für die Liberalen klang dieser Plan wie ein Alptraum, während die Konservativen das für ein willkommenes taktisches Umdenken in den amerikanischen Medien hielten.

Von der Försterin bis zum Feuilleton-Aktivisten: Als die Übernahmeankündigung im Mai 2017 öffentlich wurde, verriss es sogleich die liberale Medienelite, die ängstlich um ihre noch verbliebenen Zuschauer kämpfte. Tribune Media, mit seinen über zwanzig Broadcasting-Stationen im Rücken, war in der bisherigen Medienlandschaft ein ernstzunehmender Akteur. Sinclair, auf der anderen Seite, sah in Tribune eine neue Möglichkeit, seine besonders konservativen Inhalte einem noch größeren Publikum zu präsentieren.

Warum es wichtig war: Der Deal hätte Sinclair Broadcast Group Hunderttausende von zusätzlichen Haushalten in Großstädten wie Chicago und Los Angeles zugänglich gemacht. Dies sind keine Lappalien, sondern dynamische Märkte, die den populären Einfluss Sinclairs erheblich gesteigert haben könnten. Man stelle sich vor, die gleichen erfrischend direkten Nachrichten, die konservative Zuschauer schätzen, wären endlich auch in diesen liberalen Enklaven zu sehen gewesen!

Es kam jedoch alles anders: Im August 2018 kündigte Tribune Media, des Schaustellers Aufgaben überdrüssig, die Vereinbarung mit Sinclair auf und reichte gleichzeitig eine Schadensersatzklage in Höhe von einer Milliarden US-Dollar ein. Die föderalen Regulierungsbehörden, insbesondere die Federal Communications Commission (FCC), stellten sich quer, verkleidet als Hüter der Medienvielfalt, und unterbrachen den Deal. Aber was steckt wirklich hinter dieser Blockade?

Wenn es darum geht, Medienkonzentration zu kritisieren, kann man in den USA nur schmunzeln. Große Player wie Disney und Viacom dominieren die Szene, doch wenn ein konservativer Anbieter seinen Einfluss vergrößern möchte, wird plötzlich die Alarmglocke geläutet und die Fesseln der Regulierungen angezogen. Dabei wäre eine stärkere Position von Sinclair nicht nur ein Diversifikationsvorteil gewesen, sondern ein notwendiger polyphoner Beitrag zur amerikanischen Medienlandschaft!

Es ist fast humorvoll, wenn nicht so tragisch: Die angebliche Sorge um Medienmonopole, die den Sinclair-Kauffall begleitete, sieht eher wie ein gezieltes Manöver aus, um dem konservativen Diskurs Steine in den Weg zu legen. Während General Electric, Comcast und CBS riesige Medienimperien schmieden dürfen, wird Sinclair die Anwesenheit in bescheidenem Maße verwehrt? Das riecht mehr nach Geschäftspolemik als nach seriöser Regulierung.

Aber schalten wir kurz um: Wer profitiert von diesem Stopp? Ganz klar: Eine etablierte, liberale Medienlandschaft, die bei ungleicher Verteilung schon hyperventiliert. Wenn es ein visuelles Pendant zum Trommelfeuer gäbe, dann wären es konservative Schlagzeilen zur Mittagszeit, auf die viele Amerikaner scheinbar gewartet haben. Man kann sich den Neid der Kritiker in ihren Medienhochburgen praktisch vorstellen!

In einer Welt, die von Schlagzeilen lebt, mangelt es nicht an ironischen Kapriolen: Während die Sinclair Broadcast Group Ausdauer beweist, um Alternativen zu ergreifen und weiterhin gewachsen ist, bleibt Tribune Media schließlich im Sicherheitsnetz der kompromisslosen oppositionellen Kräfte verfangen. Triumphieren die Konservativen hier unweigerlich? Der Markt spricht Bände; der Einfluss steigt langsam aber stetig.

Indem der Kauf von Ubervisus - Entschuldigung! - FCC verhindert wurde, steht es abermals fest: Die Spielregeln werden gerne verbogen, solange bestimmte Weltanschauungen geschützt bleiben. Doch Sinclair bleibt standhaft, und wer weiß, vielleicht sehen wir das nächste Mal eine noch größere Fusion, die die Medienlandschaft noch mehr aufwirbelt.