Wie erfrischend, ein Film, der nicht dazu da ist, die Wokeness-Parade zu lobpreisen! "Unten" ist ein österreichischer Dokumentarfilm unter der Regie von Djordje Cenic, der sich genau im Jahr 2014 auf die Suche nach den echten Geschichten hinter den wirtschaftlichen und sozialen Kämpfen der Migranten in Österreich begibt. Gefilmt in den Straßen Wiens, weht ein Hauch von Realität durch die politischen Spannungen, die die Eliten so gerne ignorieren würden. Es ist fast so, als ob der Film einem auf charmante Weise mitteilen möchte, dass nicht alles im Leben in einem Pastellrosa-Filter zu betrachten ist.
Ein echter Paukenschlag: Dies ist keine 08/15-Hollywood-Produktion, die nur drauf aus ist, die woke Checkliste abzuhaken. Nein, "Unten" lädt uns ein, die Auswirkungen von Globalisierung und Integration aus einem Blickwinkel zu betrachten, der nicht darauf abzielt, romantisierte Ideale zu verkaufen. Es ist ein Film, der ehrlich zeigt, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in einer globalisierten Welt sind, und uns ungeschönt präsentiert, dass nicht jeder Traum von einer pluralistischen Gesellschaft so einfach zu verwirklichen ist, wie es oft propagiert wird.
Natürlich gibt es zahlreiche Gründe, warum dieser Film so wertvoll ist, und wir könnten darauf wetten, dass es viele Leute gibt, die nicht gerade erfreut darüber sind. Der Film lässt keine Gelegenheit aus, das Bild des heldenhaften Migranten zu durchbrechen – ein Bild, das von einer bestimmten Ideologie nur allzu gerne verbreitet wird. Das könnte für einige Menschen ein herber Schlag sein, die sich auf das gängige Narrativ der idealisierten Migration eingeschossen haben. Doch dieser Film ist ein Plädoyer für mehr Realitätssinn.
Ein weiterer Grund, warum "Unten" so bedeutend ist, liegt in seiner Darstellung der Authentizität. Die Geschichten in diesem Film sind so real und unverfälscht wie nur möglich. Die Protagonisten sind keine Schauspieler, die scriptgetreu agieren, sondern echte Menschen, die ihre eigenen Erfahrungen und Emotionen teilen. Regisseur Djordje Cenic erhebt weder den Zeigefinger noch missbraucht er die Plattform für politische Lehrstunden. Vielmehr gibt er den Menschen eine Stimme, die in der Mainstream-Berichterstattung oft überhört werden. So etwas findet man selten in der heutigen, von politischen Narrativen gesteuerten Medienwelt.
Man könnte meinen, dass der Film leicht zu beschaffen und in jeder Streaming-Bibliothek zu finden ist, aber das ist weit gefehlt. Die Tatsache, dass "Unten" nicht allgegenwärtig ist, spricht Bände. Es zeigt, wie wenig Bereitschaft es gibt, jenen Sichtweisen Raum zu gewähren, die nicht in das vorherrschende Gedankengut passen. Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, warum ein solcher Film nicht in den großen Kinos gezeigt wird und welchen Einfluss dies auf die Meinungsvielfalt hat?
Einer der faszinierendsten Aspekte des Films ist wohl seine Methode des Geschichtenerzählens. "Unten" verlässt sich nicht auf dramatische Musik und reißerische Schnitttechnik. Stattdessen wird auf rohe Einfachheit und Ehrlichkeit gesetzt, was dem Film eine kraftvolle, authentische Wirkung verleiht. Im Zeitalter der marktschreierischen Erzählungen in sozialen Medien, ist dieser zurückhaltende Stil erfrischend und bezeichnend zugleich.
Man kann gar nicht anders, als sich zu fragen, warum solche Filme nicht häufiger auf der Bildfläche erscheinen. Vielleicht liegt es daran, dass sie es wagen, uns mit unangenehmen Wahrheiten zu konfrontieren, die lieber unter den Teppich gekehrt werden. "Unten" zwingt uns dazu, in den Spiegel zu schauen und unsere eigene Bequemlichkeit zu hinterfragen. Wenn das nicht der Gipfel der unpopulären Meinung ist, was dann?
In einer Zeit, in der "alles wird gut" als Mantra des Tages gilt, ist "Unten" ein wichtiger Weckruf. Der Film lässt uns erkennen, dass die gesellschaftlichen Herausforderungen der heutigen Welt mit mehr Substanz betrachtet werden müssen. So ist "Unten" nicht bloß ein Film, sondern ein Werkzeug, das uns dazu bringt, über den Tellerrand hinaus zu blicken. An die politisch korrekten Polterer sei gesagt: Dieses Werk könnte euren Horizont erweitern, wenn ihr es nur erlaubt.
"Unten" ist zwar kein Kassenschlager, aber in seiner Essenz ein mächtiges Narrativ, das unser derzeitiges Verständnis von Gesellschaft und Migration in Frage stellt. Sollte man eine mutige, ehrliche Perspektive suchen, die nicht dem üblichen Muster folgt, dann ist dieser Film ein Volltreffer. Es bleibt zu hoffen, dass mehr solcher Werke das Licht der Welt erblicken, um die öffentliche Debatte zu bereichern.