Warum Die Nettesten Kinder Oft Die Schlechtesten Gewohnheiten Haben

Warum Die Nettesten Kinder Oft Die Schlechtesten Gewohnheiten Haben

Eine unliebsame Überraschung: Hinter den freundlichsten Gesichtern von Kindern verstecken sich oft unangenehme Gewohnheiten, deren Ursachen tief in der modernen Erziehung liegen.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wer hätte gedacht, dass hinter den strahlenden Augen unserer angeblich nettesten Kinder so manch unangenehme Gewohnheit lauert? Deutschlandweit kämpfen Eltern, Lehrer und sogar Nachbarn mit den unübersehbaren Macken der charmantesten Nachwuchsgenerationen. Aber wie kommt es dazu, dass diese Kleinen, die in jedem Familienalbum strahlen, kleine Tyrannen mit erschreckenden Marotten werden?

Einer der Hauptgründe liegt im sogenannten "Helikopter-Elternstil", der in den letzten Jahren durch die Decke gegangen ist. Eltern, die in jedem Moment des Lebens ihrer Kinder herumschweben, schaffen für die Kleinen eine Scheinwelt, in der es niemals Konsequenzen gibt. Kinder werden nicht mehr mit Misserfolgen konfrontiert, was zu einer Unfähigkeit führt, mit realen Herausforderungen umzugehen. Kein Wunder, dass sie dann unhöflich oder egozentrisch werden.

Ein weiteres Problem ist der Dauerbeschuss mit Technik. Kinder, die mehr Zeit damit verbringen, Bildschirme zu streicheln als Bücher zu lesen, verlieren schnell den Bezug zur Realität und menschlichen Interaktion. Das führt zu einer verminderten sozialen Kompetenz. Kein Gerät gibt ihnen die Dankbarkeit zurück, die sie bekommen, wenn sie auf einer Geburtstagsparty ihrem Sitznachbarn helfen.

Man darf auch nicht die "Freunde-Armee" vergessen, die soziale Medien hervorgebracht haben. Während in der Vergangenheit Freundschaften in schweißtreibenden Straßenfußballspielen geschmiedet wurden, sind es heute die Likes und Follower, die unserem Nachwuchs das Gefühl der Zugehörigkeit geben. Doch was passiert in der echten Welt? Viele melden zurück, dass die Fähigkeiten, persönlich mit Menschen zu interagieren, verloren gegangen sind.

Es gibt einen alarmierenden Trend, dass Eltern eher mit ihrem eigenen Image als dem Wohl ihrer Kinder beschäftigt sind. Wenn Kinder nur als Erweiterung des elterlichen Egos gesehen werden, wird jede unangenehme Gewohnheit automatisch durch die rosarote Brille wahrgenommen — wenn sie überhaupt wahrgenommen wird.

Diskutiert wird auch das Phänomen der Selbstfindung. Wer jetzt denkt, das sei etwas Wunderbares, hat vermutlich noch kein Kind gesehen, das sich in den unendlichen Weiten des Internets "selbst entdeckt", bis hin zu gelobten Verhaltensweisen, die alles andere als freundlich sind. Experimentieren mag zum Erwachsenwerden dazugehören, aber blind durch die Cyber-Welt zu wandern, ohne dass jemand Grenzen aufzeigt, ist der falsche Weg.

Und dann sind da die Bildungsinstitutionen, die mit ihrer endlosen Politik der Gleichstellung bald mehr Hindernisse schaffen als abschaffen. Wenn die Botschaft schlicht ist, dass "wir alle Gewinner sind", gibt es keine Motivation, über sich hinauszuwachsen. Die Kids lernen, dass Faulheit belohnt wird.

Natürlich gibt es in diesen Tagen viel Gerede über psychische Gesundheit, und Fehler in der Erziehung werden oft diesem Mantel zugeschoben. Erinnern wir uns, dass für jede noch so harmlose Unart, über die viel gejammert wird, auch eine ordentliche Portion gesunden Menschenverstands nötig ist.

Schlank im Ansatz, aber gleichermaßen ernsthaft ist das Phänomen der permanenten Erreichbarkeit. Eltern stehen unter Druck, immer sofort zur Stelle zu sein, egal was passiert oder wo sie sind. Das signalisiert, dass egal welche Situation ansteht, immer jemand mit einer Lösung bereit steht.

Schließlich gibt es noch die Macht des Geldes und der Geschenke. Diese machen Kinder oft zu Ungeduldigen. Wenn sie auf jedem Geburtstag oder zu Weihnachten ein neues teures Geschenk erwarten, ist der Anreiz, für etwas zu arbeiten, ohnehin verloren.

Es scheint, dass viele dieser unangenehmen Gewohnheiten letztlich aus einem Mangel an Grenzen resultieren. Unsere Skrupel, unseren kleinen Prinzen und Prinzessinnen Disziplin auferlegen zu wollen, sind höchst problematisch. Eine Rückkehr zu konservativen Werten könnte hier Abhilfe schaffen. Ein klares Regelwerk, Vertrauen und die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen, sind der Schlüssel. Dies wäre ein Gewinn für Eltern, Kinder und die Gesellschaft, unabhängig davon, wie laut einige dies auch ablehnen könnten.