Wenn Sie gerade dachten, die Gesundheitsbranche könnte nicht noch wunderlicher werden, halte Sie sich fest, denn Tykes Wasser liegt voll im Trend! Ursprünglich aus den Vereinigten Staaten Ende der 2010er Jahre, verbreitet es sich nun auch in deutschen Metropolen. Es handelt sich um eine spezielle Form von Wasser, das mithilfe von Elektroden in saures und basisches Wasser aufgeteilt wird. Die Befürworter behaupten, dass es gesundheitliche Wunder vollbringt, während die Kritiker es als teures, pseudowissenschaftliches Modemittel abtun.
Warum also sollte uns Tykes Wasser überhaupt interessieren? Bedeutet seine Existenz, dass wir das normale Leitungswasser in Zukunft in vollem Bogen meiden sollten? Die Antwort ist simpel: Wasser bleibt Wasser, egal, wie sehr man es mit Wissenschaft und Marketing aufhübscht. Doch das hält findige Unternehmer anscheinend nicht davon ab, auf diesen Trend aufzuspringen und das Gewöhnliche zu profitablen Höhen zu verkaufen.
Lassen wir uns nicht von den Behauptungen täuschen, dass Tykes Wasser alle Gesundheitsprobleme löst. Die Wissenschaftler da draußen, die sich mit echten Studien und Laborbedingungen beschäftigen, sagen klar, dass die Wirkung von solchem "modifiziertem" Wasser bestenfalls zweifelhaft ist. Natürlich wird es jene geben, die ihre letzten Euros für das Versprechen eines Jungbrunnens ausgeben, aber wirklich zählen tut allein unser gesunder Menschenverstand.
Man sollte auch die Ursprünge dieses Wundermittels hinterfragen. Es ist kein Geheimnis, dass manche Start-ups, die solche Produkte auf den Markt bringen, oft mehr daran interessiert sind, mit der neuesten Gesundheitsmode schnell Geld zu machen, als uns tatsächlich zu helfen. Das sollte uns konservativen Denkern doch sehr bekannt vorkommen, denn meist sind es dieselben, die versuchen, uns mit grünem Lifestyle und Umweltreligionen zu belehren.
Der Hype um Tykes Wasser zeigt deutlich die Schwächen der modernen Gesellschaft auf. Wo bleiben die Tage, an denen man dem altbewährten Sprichwort "Gesunder Geist in einem gesunden Körper" folgte, ohne Hightech-Gimmicks oder überteuertes Wasser? Aber nein, im Zeitalter des Konsums muss selbst die simpelste Substanz am Ende noch irgendwie verbessert werden.
Es bleibt die Frage, wie viel man bereit ist zu zahlen, um ein bisschen "anders" zu sein. Tykes Wasser ist jedoch nur ein weiteres Beispiel, das uns zeigt, wie Marketingstrategien und pseudowissenschaftliche Behauptungen auf einem ungesättigten Markt florieren können. Vielleicht liegt die Lösung ja doch einfach in einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung. Doch das ist offensichtlich nicht in Mode und bringt wohl auch nicht den großen Gewinn, den sich manche Menschen wünschen.
Wie auch immer, wenn man sich fleißig gegen Neues wehren möchte, dann könnte man Tykes Wasser einfach weiterhin als das sehen, was es ist: teures Wasser mit minimalem Mehrwert. Und das hat eventuell sogar den gleichen Effekt wie normales Wasser aus dem Wasserhahn – ohne dabei das Portemonnaie zu sprengen. Aber wer sind wir schon, das zu beurteilen? Autark denkend sollten wir unseren eigenen Weg finden, auch wenn das bedeutet, die Ratschläge der Gesundheits-Seher zu hinterfragen.