Es scheint, als sei Hollywoods neueste Kreation "Titanic 666" der Beweis, dass die Sehnsucht nach dem Absurden keine Grenzen kennt. Der Film wurde 2022 veröffentlicht und bringt uns zurück zum berühmtesten Schiffsunglück der Geschichte, diesmal jedoch mit einer übernatürlichen und beinahe lächerlichen Wendung. "Titanic 666" ist eine filmische Absurdität, die auf dem weltberühmten Luxusdampfer spielt, aber was wäre, wenn es nicht nur um Eisberge ginge, sondern um Geister? Ja, richtig gelesen: Gute alte Geister. Diese cineastische Perle, die von der Asylum, der Produktionsfirma hinter allen möglichen Katastrophenstreifen, in die Welt gesetzt wurde, zeigt einen ganzen Reigen von Spukgestalten an Bord und verspricht damit Gänsehaut, die mehr Kopfschütteln als Nervenkitzeln bringt.
Warum also dieser Film? Vielleicht, weil der Kreativitätslevel einiger Filmschaffender mittlerweile so überraschend tief gesunken ist, dass sie zu diesen extremen Mitteln greifen müssen, um sich Gehör zu verschaffen. Man sollte meinen, dass die Faszination für die Titanic und ihre schicksalhafte erste Fahrt 1912 bereits bis zum Erbrechen ausgeschlachtet worden ist. Aber nein, jetzt müssen auch noch Überbleibsel des Paranormalen ins Spiel gebracht werden, um die Brieftaschen des Zuschauers zu leeren.
Es ist keine Überraschung, dass "Titanic 666" ohne großartige Konkurrenz im Feld des gesunden Menschenverstands steht. Gerade in einer Zeit, in der viele nach Substanz und Tiefe in den Medien suchen, scheint es eine bewusste Entscheidung gewesen zu sein, eine Handlung zu kreieren, die eher absurd als fesselnd ist. Doch das ist wohl das besondere Markenzeichen jener Filmemacher, deren Anziehungskraft auf die eher beschränkte Perspektive von wenigen basiert. Dies ist nicht der Weg zu wirklicher Innovation, sondern ein weiteres Beispiel dafür, wie sich gesellschaftliche Standards immer weiter verschieben.
Der Film zeigt das ultimative Potenzial der modernen Entertainmentlandschaft, sich auf kostengünstige Schockwerte und nicht auf tiefgehende Handlungskonstrukte zu verlassen. Vielleicht glauben einige, dass ein solch groteskes Schauspiel aus Ausberichtungen und schnellen Kamerawechseln das bedeutet, was die aktuelle kulturelle Landschaft braucht, um relevant zu bleiben.
Warum also dieser kulturelle Zynismus? Ganz einfach: "Titanic 666" repräsentiert fantastische Unfähigkeit, relevante Geschichten zu erzählen. Einfallslosigkeit wird hier in einem Silbertablett serviert. Fast schon eine Parodie auf sich selbst, scheint die eigentlich tragische Geschichte der Titanic durch diese groteske Neuinterpretation noch einmal lächerlicher gemacht zu werden.
Hollywoods Hang zur Übertreibung ist in der Produktion von "Titanic 666" fraglos spürbar. Der Film ist eine deutliche Erinnerung daran, dass manchmal weniger mehr ist und die übertriebene Nutzung fraglicher Effekte mehr Schaden anrichtet als Licht in die Filmwelt zu bringen. Die Hysterie, die es hervorruft, stammt eher aus Gelächter und ungläubigem Erstaunen, als aus wahrer Spannung oder Entzücken.
Die Darstellung der Geister auf einem technisch einwandfreien Filmschiffgerüst ist vielleicht die Ironie, die dieser grotesk anmutende Film im Gepäck hatte. Was als zynische Show, die das Unglück der 1500 Toten des originalen Titanic-Unglücks um den Faktor paranormaler Possen vermehrt, präsentiert sich letztlich als Beweis, dass denkfähige Geschichte Schaden nehmen kann.
Ist dies die Art von Inhalt, die uns an die Spitze ergeben sollte? Mit Sicherheit nicht, so wird jedoch das Auge der allgemeinen Filmlandschaft auf die wesentlichen Werte gelenkt. Hollywoods Entscheidung, weniger rational und mehr unberechenbar zu sein, hat vielleicht mehr zu bieten als zu erwarten ist.
"Titanic 666" bleibt ein weiteres Beispiel für die rationale Verabschiedung einer realitätsnahen Erzählweise. Dieser Film zeigt, dass die Verzweiflung, Originalität aus dem Windsandel zu schlagen, eine ironische Note bekommt. Making
Man fragt sich, ob es wirklich so schwer ist, eine gute Erzählung zu produzieren, die gleichzeitig intelligent und unterhaltsam ist. Vielleicht ist es der lockere Wille, die niedrigsten Erwartungen in der Filmsparte zu übertreffen, die Filme wie "Titanic 666" entstehen lässt. Der naive Optimismus, dass solche Werke mehrheitsfähig sind, ist ein weiteres Puzzleteil in der komplexen Landkarte, die das heutige filmische Schaffen bestimmen kann.
Wer "Titanic 666" sieht, begegnet der ultimativen Perversion unserer kreativen Fortschrittskraft. Diese Art des Filmemachens ist weder geschichtlich noch künstlerisch aufschlussreich. Doch für diejenigen, die abwegige Unterhaltung mit einer Prise beinharter Ironie suchen, könnte dieser Film ein Highlight abseits jeglicher rationalen Diskussion werden.