Halten Sie Ihren Hut fest, denn die Geschichte, die wir Ihnen erzählen werden, ist nichts für zarte Gemüter. Thorvald Stauning war ein Mann mit großen Ambitionen, der das politische Bild Dänemarks von den frühen 1920er bis in die 1940er Jahre prägte. Geboren 1873, nahm dieser Socialdemokrat das Amt des dänischen Premierministers nicht nur einmal, sondern zweimal, genau genommen von 1924 bis 1926 und dann nochmals von 1929 bis 1942. Er war in Kopenhagen zu Hause und träumte davon, die soziale Gerechtigkeit im Land zu fördern. Klingt bis jetzt relativ harmlos, oder? Aber werfen wir einen Blick darauf, warum Staunings Vermächtnis weit weniger glanzvoll ist, als es oft dargestellt wird.
Zuerst einmal sollten wir über seinen wirtschaftlichen Plan sprechen. Unter Staunings Führung verfolgte Dänemark eine Wirtschaftspolitik, die auf schwerfälligem staatlichen Eingreifen und wenig Marktfreiheit basierte. Das klang damals wie die passende Lösung für wirtschaftliche Probleme in der Zwischenkriegszeit, aber am Ende gab es mehr Bürokratie, weniger wirtschaftliches Wachstum und weniger Freiheit für die Bürger. Die Wirtschaft hat unter Regulierung und Überregulierung gelitten — ein klassisches Beispiel dafür, wie Planwirtschaften selten das halten, was sie versprechen. Die angebliche soziale Gerechtigkeit führte in Wirklichkeit zu einer massiv ineffizienten Staatsmaschinerie.
Dann kommen wir zur Sozialpolitik. Stauning versprach, das soziale Netz auszubauen, und ja, er war erfolgreich dabei. Aber das führte zu einem System, das Menschen oft in Abhängigkeit statt Unabhängigkeit hielt. Die soziale Unterstützung wurde zum Politikerspielball, der dazu genutzt wurde, Stimmen zu gewinnen, anstatt echte Lösungen für die Sozialprobleme des Landes zu finden. Noch dazu verschuldete sich der Staat, um diese großspurigen Pläne zu finanzieren.
Eine seiner größten ‚Errungenschaften‘ war die Verabschiedung der 'Kanslergade-Übereinkunft' von 1933, die als eine der weitreichendsten Sozialreformen in Dänemark gilt. Doch wie so oft war der Teufel im Detail. Diese Reform legte den Grundstein für Sozialstaatssysteme, die finanziell nicht nachhaltig waren und die späteren Generationen mehr Last als Nutzen bringen würden.
Politisch gesehen war Stauning ein perfektes Beispiel dafür, wie wohlklingende Reden und noble Ziele oft als Vorwände genutzt werden, um Freiheit und Selbstbestimmung gegen staatliche Kontrolle zu tauschen. Staunings Politik mag gut klingende Schlagzeilen gemacht haben, aber sie haben zu einer Reduzierung der persönlichen Freiheit geführt und das Potenzial der Einzelnen erstickt.
Und was wäre, wenn wir nicht übersehen dürften, dass seine Politik nicht genügend Antworten auf die aufkommenden internationalen Krisen wie den Zweiten Weltkrieg hatte. Während anderenorts starke Führer versuchten, geopolitische Krisen zu lenken, war Stauning mehr mit seinem internen politischen Überleben beschäftigt als mit der strategischen Vorbereitung seines Landes.
Förderer der Regierung und der Steuerlast – seine Anhänger mögen sagen, dass er die modernste dänische Sozialdemokratie ins Leben rief, aber in Wahrheit war es ein Konstrukt, das sich mehr auf Theorie und weniger auf praktische Umsetzbarkeit fokussierte. Stauning baute einen Staat, der sich immer mehr in das Leben der Bürger einmischte, sodass der Staat immer mehr zum Big Brother wurde.
Als Thorvald Stauning 1942 im Amt starb, hinterließ er ein komplexes Erbe. Unterstützer loben ihn für die Sozialreformen, Kritiker bemängeln das Ausmaß der Staatskontrolle und die finanziellen Verpflichtungen, die er den folgenden Generationen aufgebürdet hat. Die Mär davon, dass mehr Staat immer mehr Gerechtigkeit bringe, gegen die Realität einer überdimensionierten und ineffizienten Verwaltung – das ist der Konflikt, den seine Karriere hinterließ.
Wenn man auf Staunings Karriere zurückblickt, sieht man ein Paradoxon. Ein Mann, der getrieben war, das Leben seiner Mitbürger zu verbessern, hat vielleicht mehr Probleme geschaffen, als er gelöst hat. Ein weiteres Mahnmal dafür, dass gut gemeinte Politik oft das Gegenteil von dem bewirkt, was angestrebt war.