Stellen Sie sich vor, Sie landen in Bangkok am riesigen Suvarnabhumi Flughafen, und das Erste, was Sie begegnet, ist eine vollautomatisierte Rutsche ala Jetsons, die Sie ohne weiteres Nachfragen quer durch die Terminals scheucht! Wer hat geglaubt, dass diese futuristische Vision zur Realität werden würde? Zwischen Thailand zu besuchen oder für immer in futuristischen Sci-Fi-Filmen zu leben, haben die Verantwortlichen am Flughafen definitiv den interstellaren Weg gewählt. Seit seiner Einführung im Jahr 2006 hat der Flughafen das Konzept der automatisierten Personenbeförderung fest etabliert, um Reisende zügig und effizient zu transportieren, ohne dabei in die Fänge menschlicher Unzulänglichkeiten zu geraten.
Doch halt, bevor wir völlig in den technologischen Höhenflügen dieser Entwicklung aufgehen, lasst uns darüber nachdenken, warum genau das für einige als das Nonplusultra der Effizienz gelten könnte, während andere darin den Verfall der menschlichen Interaktionen und der Arbeitsplätze sehen. Na klar, die linke Seite der Gesellschaft würde schon in Schnappatmung verfallen, wenn all diese Jobs von Maschinen übernommen werden. Denn nichts erschreckt die Anhänger des unendlichen Dialogs mehr als Maschinen, die nicht verhandeln oder Emotionen zeigen!
Wir haben hier ein System, das ohne Ermüdung, Gehalt oder Krankenstand den ganzen Tag arbeitet. Effiziente, gut geölte Maschinen, die Passagiere befördern können, ohne ihre Zeit mit menschlichen Fehlern zu verschwenden. Das könnte geradezu ein Alptraum für jeden sein, der das Vergnügen hat, im Stau zu stehen und von einem schlecht gelaunten Mitarbeiter abgefertigt zu werden, nicht wahr?
Während der Suvarnabhumi Flughafen daher schon lange eine Vorreiterrolle in Sachen Fortschritt und Modernisierung einnimmt, bleiben Kritiker nicht aus. Die Ausmaße dieser Systeme, die mit elektrischen Gleitschienen und automatisierten Kapseln wie aus einem Science-Fiction-Roman ausgestattet sind, könnten genauso gut direkt aus den Seiten von „1984“ stammen. Orwell lässt grüßen!
Was ist mit der dringend benötigten menschlichen Wärme, fragen sich einige? Warum nur Maschinen? Warum immer schneller und effizienter? Warum nicht hin und wieder einen Plausch mit einem fröhlichen, unterbezahlten Mitarbeiter, der mehr für die persönliche Interaktion da ist als für die schnöde Realität der Effizienzsteigerung?
Es ist eine köstliche Ironie, dass diese Maschinen mehr Effizienz und weniger Menschlichkeit versprechen. Was für eine göttliche Vorstellung, ach, entschuldigung, ironische Vorstellung für diejenigen, die ohnehin schon an das böse Kapital glauben. Diejenigen, die in jedem Fortschritt eine Bedrohung für den „menschlichen Faktor“ sehen, ziehen es wohl eher vor, mit einem Taxi voller menschlicher Emotionen zum nächsten Terminal zu fahren.
Betrachtet man die Kosten für den Betrieb solcher fantastischen Gefährte, wird einem klar, dass selbstkritische Stimmen nichts mit realen Zahlen zu tun haben. Die Energieeinsparungen dieser technologiegetriebenen Systeme sind für Umweltschützer ein Regelrecht Freude, aber hey, wer zählt schon, wenn es darum geht, Emotionen über Fakten zu stellen? Diese automatisierten Transportmittel sind nahezu geräuschlos und völlig emissionsfrei während des Betriebs. Man stelle sich also vor: Weniger Treibhausgase, weniger Verkehrslärm, weniger... Proteste von Umweltorganisationen? Na sicher.
Häufiger als nicht, stellen einige visionäre Verkehrsprojekte wie diese sicher, dass wir alle, unabhängig von Ideologie oder Schulung, eine einheitliche und bequemere Benutzererfahrung genießen können – allerdings nicht, ohne vorher einen hitzigen Streit darüber zu führen, wie es zu erreichen sei. Aber genau das lieben wir an der futuristischen Haptik der zukunftsweisenden Automatisierungstechnologien des Suvarnabhumi Flughafens. Oder? Der fliegende Menschheitstraum von gestern ist heute eine banale Realität, die ohne Kompromisse oder Widerstand weiter wächst.