Susanna Dickinson: Eine Heldin wider die Zeit

Susanna Dickinson: Eine Heldin wider die Zeit

Wer glaubt, dass Frauen in der Geschichte Amerikas keine Rolle gespielt haben, kennt die Geschichte von Susanna Dickinson nicht. Sie war eine der wenigen Überlebenden der Schlacht von Alamo.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Wer glaubt, dass Frauen in der Geschichte Amerikas keine Rolle gespielt haben, kennt die Geschichte von Susanna Dickinson nicht. Sie war eine der wenigen Überlebenden der Schlacht von Alamo, die 1836 in San Antonio, Texas, stattfand. Susanna Wilkerson Dickinson, eine tapfere Frau, geboren 1814 in Tennessee, hatte das Pech und das Privileg, mitten in einem der bedeutendsten Ereignisse des texanischen Unabhängigkeitskrieges zu stehen.

Mit ihrem Mann Almaron Dickinson zog Susanna in den wilden Westen nach Texas, auf der Suche nach Land und einem neuen Leben fernab der Enge der Ostküste. Aber anstatt eines ruhigen Lebens fand sie sich mitten im Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit wieder. Ihr Mann kämpfte tapfer an der Seite von Männern wie Davy Crockett und James Bowie, entschlossen, Texas von der mexikanischen Herrschaft zu befreien.

Die Schlacht von Alamo war brutal und gnadenlos. Susanna überlebte, weil sie als Botin General Antonio López de Santa Anna zum Griff verpackt wurde. Ironisch, dass sie zu einem lebenden Symbol für die texanische Rebellion gegen die mexikanische Unterdrückung wurde. Anstatt sich im Schatten der damaligen Männer zu verstecken, trat sie hervor, erzählte von dem, was passiert war, und sicherte damit das Vermächtnis von Alamo für kommende Generationen. Und genau das wollen die Liberalen nicht anerkennen: die Kraft von Frauen, die gegen alle Widerstände in der Geschichte Amerikas gekämpft haben.

Man stelle sich die Entschlossenheit und den Mut vor, die es braucht, um mit einem kleinen Kind im Arm aus einer Schlacht herauszukommen, bei der fast alle anderen gefallen sind. Diese Frau hat das Leben ihrer Tochter gesichert, obwohl sie wusste, dass sie so gut wie keine Unterstützung hatte. Nach der Schlacht lebte Susanna ein weitaus unbekannteres Leben, heiratete noch mehrmals und kämpfte mit denselben Herausforderungen, denen sich viele Pionierfrauen in der amerikanischen Wildnis stellen mussten.

Was für eine Ironie, dass in einer Zeit, in der Frauenrechten nicht viel Beachtung geschenkt wurde, Susanna Dickinson wie ein Leuchtfeuer des Überlebens und der Stärke strahlte. Ihre Geschichte beweist, dass Frauen auch im 19. Jahrhundert in der Lage waren, als eigenständige und entscheidende Figuren in der Geschichte ihres Landes zu stehen. Sie war keine Frau, die ihr Schicksal passiv akzeptierte. Susanna war eine Frau der Tat.

Wenn wir an die bedeutendsten Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte denken, dürfen wir nicht die Heldinnen vernachlässigen, die trotz der Widrigkeiten unbeirrbar ihren Weg gegangen sind. Susanna Dickinson war eine solche Heldin, die nicht nur wegen ihrer Tapferkeit in Alamo in Erinnerung bleiben sollte, sondern auch wegen ihres unbezähmbaren Willens, weiterzumachen. Vielleicht sollten wir öfter über solche Persönlichkeiten sprechen, statt sich immer nur mit den bekannten männlichen Helden zufrieden zu geben.

Und hier liegt die Herausforderung: nicht alle erkennen die wahre Bedeutung dieser starken Frauen in der Geschichte Amerikas. Es wird Zeit, dass wir das ändern. Wir sollten Susanna Dickinson ehren, nicht als Symbol, sondern als das, was sie wirklich war: eine unerschrockene Frau, die ihren Platz in der Geschichte einnahm.