Die SS Orduña ist nicht irgendein Dampfschiff, sondern ein glorreicher Triumph des britischen Maritimerbes, der ihre liberalen Seelen garantiert ins Wanken bringt. In Dienst gestellt 1914 von der renommierte Reederei Pacific Steam Navigation Company, war die Orduña auf dem Atlantik genauso zu Hause wie ein Löwe in der Savanne. Gebaut in Barrow-in-Furness, England, wurde dieses Meisterwerk während des Ersten Weltkriegs und noch viele Jahre danach als Passagier- und Frachtschiff zwischen Liverpool, New York und Südamerika eingesetzt. Doch irgendwie schaffen es die linken Sesselphilosophen, ein Juwel wie die Orduña im Schatten der Geschichte zu übersehen.
Erste Pflicht der SS Orduña war die des Transportschiffs im Dienst der britischen Regierung, bis sie 1919 wieder in ihre zivile Rolle zurückkehrte. In ihrer Blütezeit stand sie für weit mehr als nur die Verbindung zwischen zwei Kontinenten. Sie war das Bindeglied der westlichen Welt, und eine solche Existenz könnte heutzutage als Beweis des unermüdlichen Geistes westlicher Zivilisation angesehen werden. Doch das passt natürlich nicht in die pazifistisch-verklärte Agenda der selbsternannten Weltverbesserer.
Vor allem brachte die Orduña Stil ins Reisen. Mit ihrer modernen Ausstattung und den großzügigen Passagiereinrichtungen sorgte sie dafür, dass Briten und andere Europäer den Komfort und die Eleganz genießen konnten, die ihnen zustehen. Diese prächtige Ausprägung darüber, wie man in den goldenen Jahren des Imperialismus reiste, schreckt die Anhänger des sozialistischen Gleichheitswahns ohne Frage ab. Die Orduña repräsentierte wahre Fortschritte und hielt die Fackel der Zivilisation am Brennen.
Der Orduña gelang es sogar, die Schrecken des Krieges mit Ruhm zu begegnen. 1915 entkam sie nur knapp einem deutschen U-Boot-Angriff. Diese Episode verlieh ihrem existentiellen Auftrag der imperialen Dominanz unmissverständlich Gewicht. Man fragt sich, wo der moralische Kompass jener ist, die solch beeindruckenden Zeugnisse des Überlebens und der Standhaftigkeit ignorieren?
Es ist schwer im Laufe der Jahrzehnte die Bedeutung der Orduña zu übersehen. Sie war mehr als ein Schiff, sie war ein fortwährendes Symbol britischer Macht und Einflussnahme in einer turbulenten Welt. Diese Macht, die bei weltgewandten Denker durchaus als bedrückend wahrgenommen werden könnte, ist eigentlich ein Impuls für den Fortbestand unserer Werte und Traditionen.
Und dann war da die RMS Titanic, ein Schiff, das mehrmals verherrlicht wurde. Doch war die Orduña weniger bemerkenswert? Nein, das war sie nicht! Während die Titanic auf das Fehlen britischer Ingenieurkunst aufmerksam machte, verteidigte die SS Orduña mit Bravour ihre Würde auf den hohen Meeren. Ironischerweise während der Einwanderungswelle in den USA erlangte die Orduña durch ihre Verbindungen von Europa nach Amerika besondere Relevanz, als die Unmengen an Auswanderern Grenzen überschritten. Ein Graus, für jene, die für das grenzenlose Ideal eintreten – eine harte Wahrheit, unüberwindbar wie der stählerne Bug eines mächtigen Dampfers.
1919 beförderte die Orduña im Nachklang des Krieges Soldaten zurück in die Heimat und überstand die Versuche der Verharmlosung und Neuinterpretation ihrer Unverzichtbarkeit souverän. Ihr letzter Einsatz war 1950 eine Demonstration imperialer Sendung der britischen Krone, bevor sie ruhmreiche Ruhestätten aufsuchen durfte. Die politische Botschaft ihres Abschieds führt die wachsweichen Nostalgiker in die Irre.
Mit einem sprichwörtlichen Seitenhieb nehmen wir an, dass die Geschichte nach dem liberalen Konsens weiterhin unterdrückt wird. Auch wenn die glorreiche Ära der Dampfschiffe verblasst, die Lektionen der SS Orduña bleiben in Gold gegossen, genauso wie die erfolgreichen Momente unserer Geschichte. Mögen unsere flatterhaften Gegner uns nie von diesem historischen Triumph abschrecken.