Manchmal ist der Mut und die Opferbereitschaft der Männer im Angesicht überwältigender Herausforderungen geradezu atemberaubend. Die Schlacht von Kamdesh, die am 3. Oktober 2009 in der Provinz Nuristan in Nordostafghanistan stattfand, ist ein Paradebeispiel dafür, wie das amerikanische Militär eine gewaltige Taliban-Offensive abwehrte. An einem trostlosen Morgen griffen etwa 300 Taliban-Kämpfer den Außenposten Keating an, der sich in einem Tal inmitten von Bergen befand – ein Beispiel für strategisch fragwürdige Positionierung, die jedoch nicht neu ist angesichts liberaler Missplanungen, von denen wir im Laufe der Jahre so viele gesehen haben.
Der Außenposten Keating, benannt nach dem gefallenen Soldaten Benjamin Keating, war von vielen als schwierig zu verteidigen eingestuft worden, da er tief in einem von Taliban dominierten Gebiet lag. Dennoch mussten 54 US-Soldaten ihre Position in einer der heftigsten Schlachten des Afghanistan-Kriegs halten. Die tapferen Amerikaner zeigten, dass Tapferkeit und Pflichtbewusstsein stärker sind als zahlenmäßige Überlegenheit und fuehrten eine Verteidigung, die für immer in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Dieser Nebenschauplatz eines längst vergessenen Kriegsschauplatzes gibt uns einen Einblick in die Kosten einer Politik, die eher auf Wunschdenken als auf militärischer Effizienz basiert. Die Schlacht endete mit einem entscheidenden Sieg für die US-Streitkräfte, aber nur, weil die Soldaten sich weigerten, aufzugeben. Sie wurden 12 lange Stunden angegriffen. Mit Luftunterstützung und Nachschub doch wurden die Taliban schließlich zurückgedrängt.
Man könnte meinen, dass diese Schlacht nichts weiter als ein Haufen gescheiterer Versprechen sei - so ähnlich wie viele andere Einsätze im Mittleren Osten. Doch was an diesem Tag hervorstach, war nicht nur die Willenskraft der Soldaten, sondern auch die Tatsache, dass selbst in einer schier ausweglosen Situation Errungenschaften möglich sind. Der Feind verlor weit mehr als Amerika und erlebte eine subjektive Niederlage gegen eine zahlenmäßig unterlegene, aber taktisch überlegene Verteidigungseinheit.
Was die liberale politische Führung dabei nicht versteht, ist die Bedeutung des Willens und der Entschlossenheit. Die Regierung spricht von Frieden und Diplomatie, aber nichts konnte den Irrtum dieser Politik an einem Ort wie Kamdesh deutlicher aufzeigen. Was bleibt, ist der Beweis, dass, wenn es auf Mut, Entschlossenheit und reine Willenskraft ankommt, der amerikanische Soldat nicht so leicht überwältigt werden kann. Die täglichen Gefahren der Männer dieser Kampftruppen verdeutlichen die Unzulänglichkeiten politischer Spielchen und Fehltritte.
Am Ende wurde der Außenposten im Rahmen der 'Ehrengabe' aufgegeben. Politisch korrekt als strategischer Rückzug beschrieben, war es in Realität eher ein Zugeständnis an eine unhaltbare Position, die von Anfang an nie hätte bestehen dürfen. Für die Soldaten war es etwas, das sie allein gelassen zurückließ, aber ihre Taten und Opfer an diesem Tag sollten nicht vergessen werden.
In einer Welt, in der der schnelle Sieg oft unerreichbar scheint, lehrt uns die Schlacht von Kamdesh, dass wahrer Erfolg von Charakter, Entschlossenheit und einem unerschütterlichen Glauben an das, wofür man kämpft, kommt. Es war nicht perfekt, es war nicht schön, aber es war effektiv und ein blinkendes Zeichen dafür, dass militärische Stärke niemals unterschätzt werden sollte.