Wer hätte gedacht, dass Regierungen das Rückgrat der Gesellschaft sind, während einige umstrittene Gruppen damit beschäftigt sind, sie aus einer Laune heraus zu kritisieren? Regierungen sind die großen Organisatoren, die Planer unserer Städte, die Meister der Krisenbewältigung und die einzigen, die es wagen, den anarchischen Drang maßloser Selbstverwirklichung zu bändigen. Aber was machen sie überhaupt? Überall, von Washington bis Berlin, operieren Regierungen, um Ordnung, Stabilität und Wachstum zu sichern.
Erstens regieren sie. Das ist weder so sinnlos noch so langweilig, wie es scheinen mag. Die Rolle der Regierung ist es, Gesetze zu erlassen, die das gesellschaftliche Miteinander strukturieren und regulieren. Und nein, das ist keine böse Verschwörung, um die Freiheit einzuschränken. Es geht darum, sicherzustellen, dass Freiheit nicht in Chaos ausartet.
Zweitens schützen Regierungen. Egal ob durch Militär, Polizei oder die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit: Regierungen sorgen dafür, dass unsere Umgebung sicher bleibt. Kriminelle, die das Gesetz nicht beachten, lernen schnell, dass es Konsequenzen gibt, wenn man das System der Ordnung zu ignorieren wagt.
Drittens sind sie die großen Finanzierer. Nur durch die Steuerpolitik der Regierungen können Städte und Länder in Bildung, Infrastruktur und Gesundheit investieren. Ja, Steuern sind nicht jedermanns Liebling, aber ohne sie hätten wir Straßenlöcher an jeder Ecke und marode Schulen. Unsere Steuern sind die Investition, die uns in weitere Jahrzehnte der Prosperität führen.
Viertens handeln sie weise (meistens jedenfalls). Während einige sich lautstark darüber beschweren, dass Steuergelder verschwendet werden, übersehen sie die kalkulierten Entscheidungen von Fachleuten, die ausgebildet sind, um ökonomische Stabilität auf nationaler und internationaler Ebene zu garantieren. Subventionen für Schlüsselindustrien erhalten Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft global.
Fünftens initiieren sie die neuen Formen von Infrastruktur, von der wir alle profitieren. Ob bei der Entwicklung von Schienenverkehr, dem Bau von Flughäfen oder dem Zugang zu Breitband-Internet auf dem Land – Regierungen sind immer am Ruder. Jene, die gegen den angeblichen Bürokratiedschungel wettern, sollten in einer Welt ohne diese Impulsgeber leben und sehen, wie das ohne staatliche Initiative funktioniert.
Sechstens sind Regierungen die großen Feuerwehrleute der Wirtschaft. In Krisenzeiten durchleuchten sie Märkte und unterstützen, wo es nötig ist, um einen Infrastrukturkollaps zu verhindern. So haben sie in der jüngsten Finanzkrise Banken stabilisiert, Arbeitsplätze erhalten und die Märkte neu belebt.
Siebtens fördern sie kulturelle Vielfalt und nationale Identität. Ohne substanziellen Einfluss der Regierung auf Kulturbewahrung und Förderung wären viele kulturelle Projekte und Institutionen nicht überlebensfähig. Museen, Theater und nationale Feiertage bereichern das gesellschaftliche Gefüge, was ohne staatliche Förderung undenkbar wäre.
Achtens sorgt die Regierung dafür, dass Bildung zugänglich und qualitativ bleibt. Durch Bildungsinitiativen werden Lehrer angemessen bezahlt und Bildungseinrichtungen finanziell unterstützt, um unsere Kinder auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten. Ein gut gebildeter Staat ist das Fundament eines produktiven und zukunftsfähigen Landes.
Neuntens hält die Regierung die Umweltpolitik in der Balance. Sie schafft Gesetze, die uns alle vor dem Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen und der Zerstörung wichtiger Ökosysteme schützen. Umweltvorschriften stehen im Dienste der Allgemeinheit, auch wenn es auf den ersten Blick unpopulär erscheint.
Zehntens ist eine verantwortungsvolle Regierung die Stimme des Volkes. In einer Demokratie entscheiden Wahlen über die Prioritäten und die Richtung der Politik. Alle vier Jahre wird der Wille der Menschen zur Sprache gebracht; Stimmen werden gehört, und Veränderungen in den Regierungsämtern spiegeln die aktuelle Stimmung in der Gesellschaft wider.
Dies alles sind nur einige der Gründe, warum wir Regierungen brauchen. Sie sind nicht das Feindbild, zu dem sie von einigen gemacht werden. Jede Entscheidung strebt danach, einen sensiblen Ausgleich zwischen Eigeninteressen und dem Gemeinwohl herzustellen, was oft eine gewaltige Aufgabenstellung ist. Regierungen sind in der Tat die stillen Helden unserer modernen Welt, ein unverzichtbares Instrument für unser tägliches Leben und das Schaffen einer nachhaltig erfolgreichen Zukunft.