Rauchen - ein Thema, das so alt ist wie die Menschheit selbst und trotzdem wagt es kaum noch jemand, darüber zu sprechen. Was ist mit dem guten alten Glimmstängel passiert? Nun ja, die politische Korrektheit hat ihn zur Zielscheibe gemacht. Denken wir doch mal an die 1950er-Jahre, als in Filmen, Restaurants und sogar im Flugzeug geraucht wurde und keiner mit dem Finger auf Leute zeigte. Doch heute? Ein ganz anderes Bild.
Rauchen war einst ein Zeichen von Stil und Eigenständigkeit. In den Cafés und Bars von Paris bis New York war es ein Ritual, eine Möglichkeit, sich mit anderen zu verbinden. Aber als die Gesundheitspropaganda in den 1960er-Jahren ihren Lauf nahm, wandelte sich das Bild des Rauchers vom stilvollen Bohemien zum gesellschaftlichen Geächteten. Dass Rauchen gesundheitsschädlich ist, ist kein Geheimnis, aber die Art und Weise, wie Raucher heutzutage behandelt werden, ist schlichtweg unfair.
Stell dir vor, wo wir heute sind. Nichtraucher können in praktisch jedes Gebäude eintreten, ohne durch Rauch gestört zu werden, während Raucher in kalte Garagecken verbannt werden. Die gesetzgeberische Überregulierung hat den Raucher zum Außenseiter gemacht, während es in der Jugendkultur von einst ein Symbol der Rebellion war. Die Alleskontrolleure haben gewonnen.
Was ist mit der persönlichen Verantwortung geschehen? Früher rauchten Menschen aus Genuss, und die Risiken waren ihnen durchaus bewusst. Heute hingegen erlebt man Warnungen vor "passivem Rauch" und wie schon ein kurzer Kontakt "lebensbedrohlich" sein kann. Wer um das Wohlergehen seiner Mitmenschen besorgt ist, möge aufhören, in anderen Belangen unkontrolliert "Gift" in die Gesellschaft zu werfen – die Doppelmoral ist frustrierend.
Geheilt werden soll die Gesellschaft, indem man Raucher außen vor lassen will. Liberale, die sonst immer für Toleranz werben, sind leise, wenn es darum geht, Raucher zu verteidigen. Jede Kneipe, jedes Konzert, nahezu überall sind sie ständigen Einschränkungen ausgesetzt, während dafür gesorgt wird, dass jeder in seinen Lebensstilentscheidungen Anerkennung findet – außer dem Raucher.
Raucher haben das Recht, ihre Wahl zu treffen. Wenn wir Gesetze dahingehend ändern wollen, jede Gefahr des Lebens zu eliminieren, dann lasst uns alle in Blasen leben, die uns vor etwaigen Risiken beschützen. Die Freiheit, Dinge zu tun, die einem selbst gefallen, sollte eine der letzten Bastionen sein, die es zu schützen gilt. Verbote und Panikmache sind nicht effizient.
Die Tabaksteuer ist ein weiterer Punkt. Wer redet über das viele Geld, das jährlich durch Tabaksteuern in die Staatskassen gespült wird? Niemand, wenn es nicht um weitere Erhöhungen geht. Selbst wenn man den Gesundheitsaspekt einmal hinter sich lässt, können sich die Regierungen so überhaupt nicht die finanziellen Folgen von weniger Rauchern leisten. Ein Widerspruch? Vielleicht, aber das stört niemanden im Gesetzgebungsprozess.
Sucht man nach einem Sinn im Streben nach Rauchverboten, landet man schnell bei der Heuchelei. Einige Politiker und Entscheidungsträger verteufeln den Tabak in der Öffentlichkeit nur zur eigenen Imagepflege. Sobald die Kameras aus sind, zünden sie sich im Hinterzimmer ihrer Büros eine Zigarette an. Es ist fast so, als ob dieser Feldzug gegen das Rauchen nicht um die Gesundheit der Menschen geht, sondern um Kontrolle.
Doch was bleibt den Rauchern übrig? Ihnen bleibt wenig anderes übrig, als sich abseits der diesigen Städte und autofreien Zonen einen Platz zu suchen, an dem sie nicht zur Seite gedrängt werden, während das reguläre Leben an ihnen vorbeizieht. Die Freiheit des eigenen Willens ist auf der Strecke geblieben.
In einer Welt, die zunehmend von kontrollierenden Prinzipien angetrieben wird, muss die Freiheit zu rauchen bestehen bleiben. Wir müssen diese alten Werte im Auge behalten, die uns daran erinnern, dass ein bisschen Rebellion auch heute noch seinen Platz hat.