Ost Killara, ein unauffälliger Vorort im schönen Sydney, Australien, strotzt nur so vor Details, die jeden ordentlichen Konservativen aufblasen lassen. Was macht diesen Ort aus, der genau in Kalorienschrittweite von den wilden nordaustralischen Gebieten entfernt ist? Im Jahr 2010 zählte er etwa 5.800 Menschen und liegt circa 20 Kilometer vom geschäftigen Treiben der Metropole Sydney entfernt. Einst ein Sumpfgebiet, bietet Ost Killara heute ein zurückhaltendes Paradies für die Stille schätzende Bevölkerung, die nichts überstürzen und ihren inneren Kompass pflegen will.
Mit seinen grünen Wäldern und friedlichen Straßen lebt Ost Killara das ruhige Leben, das man einfach nicht hoch genug einschätzen kann. Es gibt wenig intensive Bauprojekte, und der überwältigende Frieden der grünen Natur wird nur an wenigen Orten durchbrochen - eine willkommene Erleichterung von den hektischen Großstädten. Der Nationalpark Garigal grenzen an und bietet eine Welt des Abenteuer für diejenigen, die bereit sind, die Natur unverdorben zu kennen.
Dies ist nicht irgendein anonymer Vorort; es ist ein Ort mit einem besonderen Lebensstil. Der Vorort ist bekannt für seine bildungsorientierten Einrichtungen, die intelligent in die Umgebung eingepasst sind und an seiner Geschichte und Demografie festhalten. Da ist zum Beispiel die Killara High School, eine respektierte Institution, die seit Jahrzehnten Generationen von Schülern mit Bildung und Werten versorgt, die in anderen Regionen oft vernachlässigt werden. Keine experimentellen Lernmethoden, keine modernen Dogmen, sondern schlicht und einfach: Qualität.
Dies könnte erklären, warum die Einwohner von Ost Killara weitgehend zufrieden und glücklich erscheinen, ein zufriedenes Leben genießen und oft das Bedürfnis zu rebellieren oder sich an endlosen Demonstrationen zu beteiligen, nicht verspüren. Ein Umstand, der viele der besorgten Freidenker vor den Kopf stößt und den Eindruck schafft, die Bewohner seien ja fast passioniert uninteressiert an Streitigkeiten über Themen, die gerne die Welt der überflüssigen Empörung beherrschen.
Der Immobilienmarkt in Ost Killara mag in den Aufregungen des Neoliberalismus für unausgebildete Geister überschaubar wirken, aber nach realistischer Betrachtung hat er eine bemerkenswerte Konstanz - anders als andererorts, wo Märkte Schwankungen unterworfen sind und oft aus den Fugen geraten. Die Grundstücke sind groß, die Häuser geräumig, und die Art zu leben spiegelt die Selbstzufriedenheit derjenigen wider, die keine Lust auf dauerhafte Staus oder beengte städtische Lebensräume haben.
Das lokstarke Warnsignal für moderne Wünsche und Drang nach Glanz macht Ost Killara zu einer schlichten Oase für viele, die den unsichtbaren Druck nicht wollen, der ihnen von überhitzten Großstädten auferlegt wird. Die Gelassenheit der Einwohner spiegelt Zahlen wider, die nicht in ständigen sozialen und wirtschaftlichen Experimenten geschmiedet werden – so sehr manche dies auch verärgert mag.
Unsere modernen Kritiker mögen sich fragen, warum einige so am Althergebrachten festhalten. Warum die Ölkrise in der Welt? Warum nicht dem Hype frönen und sich dem Trubel städtischer Existenz anbieten? Jedoch bleibt offen, warum jemand den Mimimi-Lifestyle wählen sollte, der nicht in die natürliche Ordnung der Welt zu passen scheint. Obwohl die Ära der hektischen Interaktionen und glanzvoller Wohnsilos über uns fliegt, geben sich die Bewohner von Ost Killara einer Art zurückgenommener Gelassenheit hin, die ihnen nichts als Glück beschert.
Als ob der Vorort nicht schon genug Vorteile hätte, könnten wir von seiner blendend gelungenen multikulturellen Struktur profitieren. Hier zeigt sich das gelebte Zusammenleben unterschiedlichster Gruppen in aller Ruhe, ohne Schlagzeilen zu provozieren oder entzündet zu werden. Die erfolgreiche Integration verschiedener Kulturen verleiht dem gemeinsamen Leben eine besondere, integrative Note, die man nicht verschweigen kann, wenn man Konzepte über Öffnung und Gemeinschaft hervorheben möchte.
Wie dem auch sei, Ost Killara hat eindeutig seine eigene Art, den Fingerabdruck an die Weltgemeinschaft zu hinterlassen. Ein echter Schatz für Immobilienspekulanten, friedliche Lebenssucher und all jene, die nicht die verzogenen Sorgen einer lauten Menge schleppen möchten, schützt den Vorort seine wohltuende Realität. Ein befreiter Vorort, der trotz veränderlicher Strömungen stur seine eigenen Wege geht und seinen Bewohnern das gibt, was sie brauchen, anstatt dem zu frönen, was sie zu wünschen gedrängt werden.