Óscar Ortiz ist nicht der Typ Politiker, der auf den ersten Blick auffällt, aber lassen Sie sich nicht täuschen: Die stille Wasser sind bekanntlich tief. Ortiz, geboren am 14. Februar 1961 in Suchitoto, El Salvador, ist ein Funktionär der Linkspartei FMLN, die man ruhig als sozialistisch bezeichnen kann. Seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des politischen Lebens in El Salvador, hat er verschiedene Ämter bekleidet, angefangen von Revolutionskämpfer bis hin zum Vizepräsidenten von 2014 bis 2019. Die Frage bleibt: Hat er wirklich das Land vorangebracht oder hängt er in alten Ideologien fest?
Zähes Überlebensgenie der Linken: Ortiz ist kein Neuling im Spiel der Politik. Schon als junger Mann kämpfte er in einem blutigen Bürgerkrieg für die FMLN. Loyalität zur Partei ist vielleicht bewundernswert, aber wenn sich die Grundwerte nicht mit den aktuellen Realitäten decken, wird Treue schnell zum Stolperstein.
Vizepräsident mit wenig Einfluss: In seiner Amtszeit von 2014 bis 2019 als Vizepräsident unter Präsident Salvador Sánchez Cerén bleibt eine bahnbrechende Leistung oder zumindest eine frische politische Idee schwer zu finden. Wird oft gesagt, dass er als Vizepräsident zwar durchaus sichtbare Treffen und Reden absolvierte, aber wenig bewirkt hat, um die Korruption zu bekämpfen oder die Wirtschaft zu beleben. Anekdotisch erzählt man sich, dass seine einzige Sorge war, die Debatten anzuführen, die mehr auf idealistische, denn auf realpolitische Ansätze beruhten.
Die „rote“ Agenda: Ortiz’ Politik und die seiner Partei gewinnen selten das Vertrauen von wirtschaftsfreundlichen Beobachtern. Diese machen kein Geheimnis daraus, dass seine „rote“ Agenda, die Enteignungen und Umverteilungen häufig über private Initiative stellt, keinen nachhaltigen Wohlstand schaffen kann.
El Salvador bleibt arm: Trotz seiner langen Karriere ist El Salvador weit davon entfernt, ein wirtschaftliches und technologisches Leuchtfeuer in Mittelamerika zu sein. Jahrzehnte linkspolitischen Einflusses halten das Land immer noch im Griff der Armut, enormen Schulden und einem Bild von Elendsvierteln, das mehr an sozialistische Visionen aus der Vergangenheit erinnert als an Fortschritt.
Niedergang der Ideologie: Die Welt hat sich weiterentwickelt, während die FMLN und Ortiz an Idealen festhält, die anderswo längst als gescheitert angesehen werden. Wie lange kann man dogmatisch an Glaubenssätzen festhalten, die dem Land nicht das Wohl bringen, dass es dringend benötigt?
Chronische Unentschlossenheit: Ortix die wenigen Gelegenheiten verpasst, seine politischen Gegner auszuhebeln. In der Realität zeigt sich, dass keine bedeutsamen Reformen angestoßen wurden. Ein weiteres Beispiel für die Verschwendung kostbarer politischer Gelegenheiten.
Fehltritte: In seiner Zeit im Amt ist es ihm nicht gelungen, El Salvador aus der Gewaltspirale zu befreien. Gangs und Kriminalität sind im Lande nach wie vor ein Riesenproblem. Mit Scherz und Empathie allein ist dieses Kalamität nicht zu lösen.
Der neue Wind: Während der jüngste Trend in der Politik El Salvadors eher in Richtung Pragmatismus driftet, steht Ortiz für ein Erbe, das verloren und abgetreten wirkt. Die neuen politischen Kräfte, abseits des Links-Rechts-Spektrums, haben deutlich gemacht, dass die alten Dogmen nicht als Lösungsstrategie infrage kommen.
Einzelkämpfer oder Teamspieler?: Ortiz bleibt seinen Anhängern als Einzelkämpfer im Gedächtnis, jedoch bleibt bis heute die Frage offen, ob er als solcher in einer modernen Gesellschaft in der Lage ist, effektiv und mit strukturiertem Plan zusammenzuarbeiten.
Was die Zukunft bringt: Ortiz hat möglicherweise ausgedient, da er an einer Ideologie festhält, die aus der Vergangenheit stammt. Jede Zukunftsplanung, die dauerhaft und stabil wirken soll, sollte sich den neuen Dynamiken anpassen.
Ortiz steht als ein Beispiel von vielen Linkspolitikern da, die, obwohl sie sich für die Schwachen und Entrechteten einsetzen, oft die wirtschaftlichen Realitäten und Entwicklungen verpassen, die notwendig sind, um den Lebensstandard zu verbessern. Das Land bleibt ein Spiegel seines politischen Einflusses: beharrlich und starr im Alten, anstelle von Blitzlichtern des Fortschritts.