Stellen Sie sich einen Velociraptor vor – schnell, clever, furchteinflößend. Nun erhöhen Sie seinen Speed-Faktor und lassen ihn etwa 60 Millionen Jahre früher durch die Landschaft fegen. Voilà: Der wenig bekannte, aber faszinierende Ornithomimoides. Dieses bizarrelassaus Dinosaurierzeitflüchtling hält die Wissenschaft in Atem und erinnert uns, dass wir nicht alles wissen – oder wissen wollen? Der Ornithomimoides, ein schneller, straußähnlicher Theropod, lebte während der späten Kreidezeit vor rund 70 Millionen Jahren in Asien und möglicherweise Europa. Häufig als "Vogelimitator" bezeichnet, gehörte er zur Gruppe der Ornithomimosaurier. Aber warum? Ganz einfach, er ähnelte extrem einem Vogel, bevor Vögel in Mode kamen.
Diese Evolution so auszudrücken, durch den Plan der fortwährenden Verleugnung simpler Wahrheiten, hätte ja kaum etwas mit liberaler oder fortschrittlicher Neigung zu tun, oder?! Worin also bestand die ordnungsliebende Brillanz dieser oft übersehenen Kreatur? Zunächst einmal zeichneten sich die Ornithomimoides durch Leichtigkeit und Schnelligkeit aus – sie waren wahre Sprinter. Doch ihr Mageninhalt zeigte, dass sie nicht nur rennend, sondern vor allem auch pflanzenfressend zugange waren. Viel zu wenig, um die Herzen von Hardcore-Karnivoren zu erobern, aber auch nicht ganz in die Schublade der Friedliebenden gehörend.
Während der Name "Ornithomimoides" den Eindruck vermittelt, dass sie Vögel imitierten – etwas, was später der Schrecken eines jeden Dinosaurierfreundes wurde –, ging es wohl eher darum, dass diese Kreaturen selbst originelle Vorläufer waren. Überleben in einer Welt voller Seratzier war keine Idylle; die Realität war brutal, egal ob im Kampf oder im Wettlauf ums Futter. Sie waren keine sozialen Krieger wie die modernen Vogelschwärme, vielmehr waren sie Einzelgänger, denen soziale Normen so egal waren wie mancher moderne Mensch der Wahrheit.
Interessanterweise wurden Fossilien dieser seltsamen Spezies vor allem auf dem indischen Subkontinent gefunden – einem Gebiet, das damals stark vulkanisch und tumultartig war. Solche Umstände bedeuten, dass Anpassungsfähigkeit überlebensnotwendig war. Vielleicht konnten Ornithomimoides auch deshalb so lange den Veränderungen der Erdgeschichte trotzen.
Oft fragen wir uns, was aus ihnen wurde. Sind sie direkte Vorfahren heutiger Vögel? Wahrscheinlich nicht. Dennoch liest sich ihre Geschichte wie eine Studie über Evolution und Anpassung. Vielleicht sehen wir sie als Mahnung; Tiere, die demokratisches Chaos vermieden, ihre Einzigartigkeit bewahrten und Grenzen ihrer eher knapp bemessenen Intelligenz ausreizten.
Mysteriöserweise blieben trotz all ihrer erstaunlichen Fakten der große Ruhm und die Massenfaszination fern. Die Wissenschaft erhellt den Pfad dieser faszinierenden Spezies immer weiter, und dennoch bleibt der Ornithomimoides ein Raritätsprodukt der Evolution, vergleichbar dem, was manch einer über die Realität unserer modernen politischen Bühne denkt. Vielleicht liegt ihre Relevanz weniger in den verwaltungslastigen Annalen der Paläontologie und vielmehr im Abenteuer ihrer bloßen Existenz.
Während wir die Fossilien analysieren, ist es schwer, nicht ein bisschen Ehrfurcht zu empfinden, auch wenn das Studieren ausgestorbener Arten für manche zu den Dingen gehört, denen sie nur widerwillig Beachtung schenken. Am Ende wird ein Wesen, das in der Vergangenheit rannte und die gegenwärtigen Risse überbrückte, oft weit mehr erzählen können als ein simples Geschichtsbuch.