Die Organisation der Küstenstaaten, gegründet im Jahr 2020, mit Mitgliedern von Küstenstaaten rund um den Globus, hat sich still und heimlich zu einer bürokratischen Mammut-Organisation entwickelt, die angeblich die Klima- und Umweltprobleme unserer Ozeane lösen will. Und wo? Natürlich in schönen, klimatisierten Konferenzräumen — weit weg von den tatsächlichen Herausforderungen vor Ort. Warum? Weil sie denken, dass sie „Bescheid wissen“. Aber das tun sie nicht.
Erstens, sie kosten viel Geld. Wie bei jeder großen Organisation, die darüber entscheidet, wie andere leben sollen, wird auch hier das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Reisen zu exotischen Destinationen, luxuriöse Konferenzen und nicht enden wollende Diskussionen, die in der realen Welt kaum jemals Änderungen bewirken. Wer bezahlt das alles? Natürlich der Steuerzahler. Wir.
Zweitens, sie priorisieren Interessen von Bürokraten über die der Küstenbewohner. Ihre imposanten Beschlüsse basieren oft auf Papieren, Tabellen und Modellen, die von Menschen erstellt wurden, die kaum jemals mit dem Salz in der Luft und dem Sand unter den Füßen gearbeitet haben. Die echten Bedürftigen, die Menschen, die täglich auf das Meer angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, werden selten gehört.
Drittens, sie produzieren Bürokratie ohne Ende. Mit jedem neuen Protokoll und jedem neuen Regelwerk kommt ein Dschungel aus Papierkram, den kleinere Staaten oder Gemeinden nicht leisten können. Wachsende Bürokratien ersticken den Fortschritt und die Flexibilität kleinerer Akteure. Gerade die Bürokratie ist es, die oft dem Fortschritt im Wege steht. Die einmaligen Vorbilder, die erfolgreiche Projekte vorantreiben könnten, müssen sich nun durch Berge von Formularen wühlen.
Viertens, die Organisation der Küstenstaaten liegt in einem ständigen Kampf über ideologische Fragen und nicht über praktische Lösungen. Sie sind so sehr damit beschäftigt zu diskutieren, was politsch korrekt ist oder nicht, dass sie vergessen, dass das Meer selbst eher protagonistisch ist gegenüber ihren Empfindlichkeiten. Die Fischbestände sind von diesen internen Machtkämpfen kaum beeindruckt und sehr unbeeindruckt von politischer Korrektheit.
Fünftens, es gibt keine echte Rechenschaftspflicht. Diese Bürokraten können auf unbestimmte Zeit in diesen luxuriösen Rollen verbleiben, da sie von Wahlen oder realen Leistungsmessungen verschont bleiben. Wenn die Ozeane in einem Jahrzehnt noch immer so verschmutzt sind, wie sie es jetzt sind, wer wird die Verantwortung dafür übernehmen? Vermutlich nicht die, die in der schönen IT-Abteilung der Organisation sitzen.
Sechstens, ihre eigentlichen Lösungen sind oft ineffektiv. Man präsentiert großzügig formulierte Pläne, aber ihre Erfolgsgeschichten sind selten mehr als PR-Gags. Da können die Phantasien von saubereren Meeren und nachhaltigem Fischfang noch so schön klingen – sie klingen meist viel besser als die erzielten Ergebnisse.
Siebtens, sie ignorieren traditionelle Weisheiten. Viele Küstengemeinschaften haben über Generationen hinweg Techniken entwickelt, um im Einklang mit den Meeren zu leben und um sie zu pflegen. Diese jahrhundertealte Erfahrung wird zugunsten von „moderneren“ (und meist nicht funktionierenden) wissenschaftlichen Theorien beiseitegeschoben.
Achtens, sie spielen das Katz-und-Maus-Spiel mit großen Umweltverschmutzern. Trotz ihrer strengen Erklärungen gibt es mächtige Industrien, die stets Schlupflöcher finden – was wiederum die Glaubwürdigkeit der Organisation untergräbt. Der kleine Mann wird zur Rechenschaft gezogen, während die großen Player weitermachen, wie sie möchten.
Neuntens, dieser Club befasst sich mehr mit ihrer eigenen Machtstruktur, als sich die Hände schmutzig zu machen und tatsächlich die Umwelt zu reinigen. Das große Ganze und die realen Umweltprobleme verschwinden im Dunst der Willkür und ineinander verschränkten Sonderinteressen.
Zehntens, sie machen die Küstenstaaten abhängig. Anstatt zu ermutigen, die lokalen Gemeinden darin zu bestärken, eigenständig langfristige Lösungen zu finden, zementieren sie eine Abhängigkeit von externen Akteuren, die angeblich „die Antworten” haben.
Wenn wir wirklich einen Unterschied für unsere Ozeane machen wollen, dann ist es an der Zeit, die Knebel der Bürokratie abzulegen. Und definitiv nicht blind Großorganisationen wie der Organisation der Küstenstaaten zu vertrauen. Wie wäre es mit einem Ansatz, der lokale Stimmen und Lösungen hochhält, anstatt blind teuren Konferenzen beizuwohnen, die sowieso wenig fruchten?