Ofra Strauss ist nicht nur eine Frau, sie ist eine Macht. Als Vorsitzende der Strauss Group, einem der größten Lebensmittelhersteller Israels, revolutioniert sie seit 1998 die Art und Weise, wie wir über Wirtschaft und Erfolg denken. In einem Land, das oft in den Nachrichten ist aus den falschen Gründen, sorgt Strauss in Tel Aviv für Schlagzeilen, nicht mit politischen Manövern, sondern mit Kaffee, Wassermelonen und Erfolg – Zutaten, die die Welt wirklich braucht. Während manche von Gläsern reden, die halb voll oder halb leer sind, setzt sie auf volle Ladungen Kaffee in Kapseln, die die Nation wachhalten.
In ihre Fußstapfen zu treten, bedeutet, mit Bequemlichkeit zu brechen–ein Konzept, das manchen nicht gefällt. Karl Marx hätte sich wahrscheinlich im Grab umgedreht, wenn er gewusst hätte, dass eine Frau eines seiner fundamentalen Prinzipien aufs Korn nimmt: Arbeitsteilung. Denn Strauss sorgt dafür, dass man im Supermarkt nicht mehr überlegen muss, welche Hummus-Marke man wählt, denn ihre Produkte sind überall präsent. Überraschung, es gibt nur eine Wahl: Die von der Strauss Group!
Jetzt mögen einige rufen, dass dies Monopol-Gerede ist, doch es ist cleveres Marktwirtschaftsmanagment. Wo andere Manager sich in den Sog der Bürokratie ziehen lassen, geht Ofra Strauss mit Gummistiefeln hindurch, unbeeindruckt vom Matsch der Geschäftswelt. Die Straussesche Herangehensweise ist unverwechselbar: Sie fördern Aggressivität im Business und eine gesunde Portion Wettbewerb. Dies ist kein zartes Voranschreiten wie auf Samtpfötchen. Hier wird gezeigt, dass ein freier Markt eben nicht nur Kreativität fördert, sondern auch Härte.
Strauss ist eine Verfechterin der sozialen Verantwortung des Unternehmens, ja ja, das meinen viele, wäre das Marmelade der Liberalen. Doch ihre Vision ist klar: Wo es Ungerechtigkeit gibt, schafft man sie ab–nicht mit wohltätigen Handouts, sondern durch Bildung und Jobmöglichkeiten. Diese Art von Verantwortlichkeit stellt nicht nur ihr eigenes Unternehmen auf einen moralischen Sockel, sondern motiviert auch andere Unternehmen, nachzuziehen. In einem Land, das sich nur allzu oft als Weltvernunft bezeichnet, setzt Ofra Strauss den Kurs für ein anderes Narrativ: Machen, nicht labern.
Doch wie ist sie dorthin gekommen? Nun, das Talent liegt in der Familie. Die Strauss-Dynastie ist tief in der israelischen Wirtschaft verwurzelt. Von einer kleinen Molkerei in den 1930er Jahren wuchs das Unternehmen unter Ofra auf eine lausige multinationale Unternehmung an. Kein Wunder, dass sie die deutsche Tugend von „Pünktlichkeit und Präzision“ schätzt – obwohl das für sie eher bedeutet, dass man zur richtigen Zeit den richtigen Geschäftszug macht.
Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal von Ofra Strauss ist ihre Fähigkeit, politische und wirtschaftliche Realitäten zu balancieren. Während einige mit dem Kopf voller ideologischer Versprechen verloren wirken, behält sie eine klare Perspektive–und das in einem stürmischen politischen Umfeld, das Israel allemal bietet. Ihr Geschick, den Spagat zwischen ökonomischen Werten und sozialen Bedürfnissen zu schaffen, ist fast beispiellos und zeigt, dass die Welt der Wirtschaft eben keine „Männerwelt“ ist.
Bemerkenswert ist auch, dass sie regelmäßig auf der Forbes-Liste der '100 mächtigsten Frauen der Welt' zu finden ist und keineswegs im Businessanzug gehüllt agiert, sondern mit dem Herz am rechten Fleck. Vielleicht gerade das, was in Zeiten sich selbst lobender Zeitgeister nötig ist: Eine authentische Führungspersönlichkeit mitten im Geschäftsdschungel.
Während in manchen Kreisen über den Glanz und Schatten der Globalisierung gejammert wird, denkt Strauss nur daran, was als Nächstes strategisch sinnvoll ist. Sie sieht Barrieren als Chancen, nicht als Hindernisse. Doch das wird nicht immer gutgeheißen. Besonders jene, die sich um einen zentralisierten, oft bevormundenden Ansatz versammeln, könnten mutmaßlich schief gucken.
Ist Ofra Strauss damit im Kanon als Vorbild für zukünftige Führungen einzuordnen? Sie demonstriert Führung, nicht durch politische Rhetorik, sondern durch wirtschaftliches Wachstum und Innovation. Jedes Mal, wenn ihre Konkurrenz mit ihr mithalten will, hat sie schon einen Plan C in der Tasche. Vielleicht nicht mit dem Speck der Wohlfahrt versehen, den viele bevorzugen, jedoch mit einem Fokus auf Ergebnisse, die wirklich zählen: Wirtschaft und Ethik versöhnt – ein wirklich asiatischer Drachen, der den Westen vergessen lässt, was er verliert, wenn er nur sich selbst vertraut.
Ofra Strauss ist ein Wirbelwind aus Kraft und Vormachtstellung in einem Land, das oft nur Wüstenstürme und Spannungen aushält. Ihr Erfolg zeigt der Welt, dass Politik zwar Stromleitungen gestalten kann, aber die wirklich starken Frauen den Strom selber erzeugen.