Obamadon klingt wie eine Schöpfung aus einem Science-Fiction-Roman, aber dieser Dinosaurier hat tatsächlich gelebt. Im Jahr 2012 entdeckten US-Forscher, darunter Nicholas Longrich von der Yale University, die Überreste dieser kleinen Dinosaurierart, die in der späten Kreidezeit vor etwa 70 Millionen Jahren im heutigen Nordamerika lebte. Obamadon grenzt sich von seinen Zeitgenossen durch seine beachtliche Zahnstruktur ab, und ja, er verdankt seinen Namen dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama – das allein sorgt schon für genügend Diskussionsstoff in bestimmten politischen Kreisen.
Stellen wir uns einen kleinen, nur etwa 30 Zentimeter langen Dinosaurier vor, der ein wenig wie ein Leguan aussieht und durch seine auffälligen, scharfen Zähne auffällt. Warum die Wissenschaftler ihn gerade nach Obama benannten? Weil man den jungen Senator einfach brillant fand – zumindest auf den ersten Blick. Natürlich könnte man sich fragen, ob dies nicht eine übertriebene Ehrung war, die mehr über die politische Ausrichtung der Entdecker aussagt als über den Dinosaurier selbst.
Interessant ist auch die Namensverwendung in der Naturwissenschaft: Ein Organismus, der mit einem so umstrittenen politischen Namen versehen wird, spiegelt die schleichende Politisierung der Wissenschaft wider. Die Benennung eines Tieres nach einem Politiker kann als nicht besonders neutral angesehen werden, schließlich ist die Tierwelt frei von Politik - eine Eigenschaft, die manche Menschen unserem gegenwärtigen klima-geplagten Planeten wünschen.
In einem politisch geteilten Amerika ist es nicht verwunderlich, dass ein Dinosaurier mit einem solch polarisierenden Namen für Aufsehen sorgt. Während manche Leute es als eine Geste der Ehrerbietung sehen, empfinden andere es eher als provokanten Stachel. Sicherlich hätten Wissenschaftler diesen Dinosaurier einfach nach seinem bemerkenswerten Gebiss, das alle prähistorischen Konkurrenten in den Schatten stellt, benennen können.
Obwohl Obamadon keinen Auftritt auf dem politischen Parkett der Weltgeschichte erhielt, hat er sich in der Welt der Paläontologie zumindest einen skurrilen Platz gesichert. Diese Episode der Benennung zeigt, wie selbst wissenschaftliche Entdeckungen nicht vor der Spannweite politischer Symbolik sicher sind.
Doch was macht Obamadon nun wirklich so einzigartig, abgesehen vom Namen? Seine scharfen Zähne deuten darauf hin, dass er ein Räuber war, der wahrscheinlich kleinere Wirbeltiere jagte. Vielleicht spiegelt das bekanntermaßen glatte Zähne-nehmen Signale des Wandels oder eines „Neuanfanges“ wider, was auch immer die Verbindung sein mag.
Dass Obamadon in einem so dynamischen, kulturellen und politischen Umfeld zu seinem Namen kam, ist bemerkenswert. Es wirft die Frage auf, wie andere historische oder gegenwärtige Persönlichkeiten in der wissenschaftlichen Welt verewigt wurden und werden, und ob dies den wissenschaftlichen Diskurs begünstigt oder verzerrt.
Ein Dinosaurier mit einem politischen Namen mag eine Rarität sein, doch der Widerhall dieser Benennung hallt in den Gassen der paleontologischen Gemeinschaft wider. Es bietet ein faszinierendes Spiegelbild, wie Wissenschaft und Politik, zwei vermeintlich getrennte Welten, miteinander verwoben werden können. Zur Unzufriedenheit oder Freude, es hängt ganz vom politischen Standpunkt des Betrachters ab.