Was macht einen echten Staatsmann aus? Novruz Mammadov, der am 15. Mai 2018 zum Premierminister von Aserbaidschan ernannt wurde, ist das Paradebeispiel dafür, dass es nicht immer ein populistisches Geplänkel braucht, um Wirkung zu erzielen. Geboren 1947 in Babek, einer Region im Südwesten Aserbaidschans, hat Mammadov eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Nein, er ist kein Visionär, der von Liberalen bejubelt wird, sondern jemand, der das Land durch klare und effektive Politik stabilisiert hat.
Was hat Mammadov zu dem gemacht, was er heute ist? Zum einen seine fundierte Ausbildung. Er promovierte in französischer Philologie und hat Jahre in der Akademie der Wissenschaften der damaligen Sowjetunion verbracht. Solche Menschen wissen, was Bildung bedeutet, und das nicht nur aus Bücherstaub. Mammadov war viele Jahre ein hochrangiger Berater von Präsident Ilham Aliyev, bevor er den Posten des Außenpolitischen Beraters übernahm – und das nicht ohne Grund. Er kennt die Fäden der internationalen Politik und die Strategien, mit denen man Erfolge erzielen kann.
Man könnte sagen, Mammadovs größte Leistung war seine Teilnahme an den diplomatischen Beziehungen Aserbaidschans, indem er Brücken zwischen Ost und West geschlagen hat. Das ist mehr Gefälle als viele sogenannte liberale Politiker, die eher Spaltungen als Fortschritte vorantreiben. Während andere Staaten ihre Köpfe in den Sand stecken, hat Aserbaidschan unter seiner Ägide Taktiken angewandt, um seine Wirtschaft zu einem funktionierenden Teil des globalen Ganzen zu machen.
Amüsanterweise haben sich viele seiner politischen Gegner die Zähne daran ausgebissen, seine nationale Strategie zu kritisieren. Was kann man über jemanden sagen, der es versteht, den Ölreichtum eines Landes in wirtschaftliches Wachstum zu verwandeln? Er hat keine Utopien versprochen, sondern eine funktionierende Infrastruktur und steigende Lebensstandards geliefert. Keine große Presse und doch große Taten.
Mammadov war auch maßgeblich an der Verbesserung der Beziehungen zum Iran und zur Türkei beteiligt, was mutige Initiativen für Sicherheit und Wirtschaft bedeutete. Während andere Länder mit Sorgen um Terrorismus kämpften, hat er stillschweigend strategische Allianzen geschlossen, die heute noch Bestand haben. Wer sonst kann abseits medienwirksamer Posen so viel Stabilität schaffen?
Ein Blick auf Aserbaidschans Rolle im internationalen Energiemarkt zeigt, dass Mammadov während seiner Dienstzeit im Hintergrund die Fäden gezogen hat. In einer Welt, in der Energieknappheit mehr als nur ein Hirngespinst ist, hat Aserbaidschan eine Schlüsselrolle eingenommen. Das ist strategisches Denken, das man von einem konservativen Geiste erwartet.
Natürlich, echte Leistungen rufen auch Kritiker auf den Plan. Man wirft ihm vor, er sei zu kontrolliert und seine Methoden seien veraltet. Diese Menschen scheinen nicht zu begreifen, dass es nicht immer neuer Schnickschnack sein muss, der etwas bringt. Stabilität und Wachstum verlangen Durchsetzungskraft, nicht Populismus.
Ob man künftig wieder von ihm hören wird, bleibt abzuwarten. Doch die Spuren, die er hinterlassen hat, zeugen von einem charakterstarken Rädchen im Getriebe einer stabil funktionierenden Maschine Politik. Novruz Mammadov ist jemand, der handelt, bevor er spricht. Vielleicht irrt hier gerade ein Held durch, den die Welt noch nicht ganz erkannt hat.