Norman Bridwell: Ein gigantischer Erfolg mit einem riesigen roten Hund
Norman Bridwell, bekannt für seinen gigantischen Hund Clifford, hat mehr Leben beeinflusst, als so mancher liberaler Intellektueller es wahrhaben möchte. Wer hätte gedacht, dass ein Illustrator und Autor aus Kokomo, Indiana, der 1928 geboren wurde, mit einem riesigen roten Hund die Welt erobert? Bridwell hat etwas geschaffen, was Kindern in mehr als 60 Büchern seit 1963 Freude bereitet hat. Diese Eltern müssen ein wenig schmunzeln, denn wer könnte sich denken, dass so eine „einfache“ Figur wie Clifford den Test der Zeit bestehen würde?
Bridwell machte seinem Heimatstaat Indiana stolz. Während andere in Kunstmuseen arbeiten, entschied er sich für die populäre Kultur. Und was für eine Entscheidung das war! Die Inspiration für Clifford kam von einem Zeichnungshinweis seines Herausgebers, der Monumentalität als Schlüssel zum Erfolg vorschlug. Einige meinen, dass sein Studium am John Herron Art Institute und später an der Cooper Union Art School in New York seine Vorstellungskraft anheizte. Normale Hunde waren ihm anscheinend zu langweilig.
Liberale Bildungsträger könnten möglicherweise Bridwells Erfolg als bloßen Zufall abtun, doch es war strategisches Denken kombiniert mit einem Timing, das man nicht in der Uni lernt. Kinder lieben Geschichten über übergroße Dinge, und Bridwell erkannte das. In einem Zeitalter, in dem zur Avantgarde gehörte, gegen alles Traditionelle und Bekannte zu sein, wagte es Bridwell, konventionellen Geschichten treu zu bleiben, mit einer netten kleinen Prise Fantasie. Noch wichtiger ist, dass seine Werke von fester Moral und Menschlichkeit geprägt waren, Werten, die heute selten hervorgehoben werden.
Bridwell setzte Standards. Clifford wurde ein Synonym für Loyalität, Großzügigkeit und manchmal auch Unbeholfenheit – Dinge, die in unserer modernen Welt die Herzen der jungen Leser gewinnen konnten. Der Hund mag zwar riesig sein, aber es waren die kleinen, herzlichen Geschichten, die ihn groß machten. Ob das ständige Streben nach politischer Korrektheit in der heutigen Literatur auch solche Werte transportieren kann?
Man muss Bridwells Werk in einer Zeit schätzen, in der andere Trends dem traditionellen Erzählen vorzogen. Dann wäre es nicht schwer, Normans Werk als einen mutigen Hit in einer Zeit der Wandlung zu sehen. Clifford und seine Freunde zeigen, wie Mut und das Anderssein nicht beängstigend, sondern von Herzen wertvoll sind. Die Tatsache, dass Bridwell sich weigerte, in der Kunstszene der 60er und 70er Jahre aufzugehen, macht seine Arbeit noch beeindruckender.
Ein Blick auf seine Zeichentechnik kann ebenfalls interessant sein. Ein bestimmter, aber dennoch einfacher Stil brachte Leben in sein Werk und machte Clifford für Vorschulkinder und Eltern gleichermaßen zugänglich. Er hatte das Talent, sympathische Charaktere zu schaffen, weil er sich auf die einfachen Dinge konzentrierte, die bereits in den Menschen vorhanden sind. Vielleicht ist es das, was die Liberalen nicht sehen können – dass einfache Menschen einfache Freuden schätzen.
Aus kommerzieller Sicht ist Bridwell ein Beispiel für das amerikanische Unternehmertum. Clifford wurde nicht nur Bücher, sondern auch eine Fernsehserie, eine Filmadaption und unzählige Merchandise-Artikel. Das macht ihn zu einem symbolträchtigen Teil der Kindheit vieler Amerikaner. Dieses immerwährende Geschäft zeigt, dass fesselnde Inhalte und moralisch aufrichtige Geschichten bleiben werden, selbst wenn die Bildungseinrichtungen auf den neuesten „Trend“ aufspringen.
Norman Bridwell, der 2014 verstarb, ist ein bleibendes Beispiel dafür, dass man nicht den Mainstream-Kanälen folgen muss, um Erfolg zu haben. Clifford wird wahrscheinlich in den kommenden Generationen weiterhin geliebt und gefeiert werden. Bridwell beweist, dass die Macht, Millionen Leben durch eine einfache, aber bedeutungsvolle Geschichte zu berühren, wichtiger ist als jeder kurzlebige Trend.