Warum Lieber Richtig als Gut?

Warum Lieber Richtig als Gut?

Kennt ihr das Gefühl, wenn Projekten, wie der "Nach der Schule (Gruppe)", mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als sie verdienen? Findet heraus, warum diese Initiative mehr Probleme schafft als löst.

Vince Vanguard

Vince Vanguard

Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr über ein Phänomen stolpert, das einfach keine Ruhe gibt, bis es einen aufregt? Genau das passiert, sobald man auf die sogenannte „Nach der Schule (Gruppe)“ stößt. Gegründet von jungen, dynamischen Köpfen in Deutschland, verbreitet diese Initiative seit geraumer Zeit unorthodoxe Ansichten, die eine ordentliche Diskussion anfeuern. Also, was steckt dahinter? Gegründet im Jahr 2020 in Berlin, handelt es sich um eine Gruppe von Aktivisten, welche die politische, wirtschaftliche und soziale Landschaft verändern möchten. Aber nicht immer zum Guten, möchte man meinen.

Die Welt, wie sie ist, scheint aus ihrer Sicht nicht ausreichend kaputt, und deshalb versucht man um jeden Preis, beschleunigt das Rad der 'Transformation' zu drehen. Doch warum eigentlich?

Erstens, es ist eine Gruppe, die behauptet, alternative Bildungsangebote zu schaffen – und das klingt womöglich erst einmal harmlos. Doch kommen wir zu Punkt zwei: Ihre Bildungsinhalte sind ein Sammelsurium zurückhaltender Maßnahmen, die oft denen auf die Füße treten, die in jahrzehntelanger Arbeit etwas aufgebaut haben. Egal, ob es sich um liberale Moralvorstellungen handelt oder um die nachhaltige Zerstörung der Institutionen, die unsere Gesellschaft stabil halten, diese Initiative könnte für viele einfach nur ein weiteres Zahnrad in der Maschinerie jener sein, die Tradition per se als unerwünscht ansehen.

Drittens, es gibt ein starkes Verschmelzen von Theorie und Praxis, was leider zu oft ins Extrem ausschlägt. Dabei taucht viertens oft die Frage nach dem Ursprung dieser Ideen auf. Diese kommen eher nicht von gestandenen Experten unserer bewährten Hochschulen, sondern entspringen einem Mix aus unorthodoxer Ideologie und Bequemlichkeitsdenken.

Fünftens, man kann sich fragen, ob es nicht wichtiger ist, statt disruptiver Extratouren doch lieber mal die Dinge zu machen, die tatsächlich funktionieren. Sechstens, sprechen wir über Verantwortung! Kinder und Jugendliche in eine Welt zu führen, in der sie Konzepte rechtfertigen müssen, die weder hinreichend erprobt noch hinlänglich akzeptiert sind, könnte als gesellschaftlicher Offenbarungseid gewertet werden.

Siebtens, indem man irrige Versuche wie diese unterstützt, befeuert man den eigentlichen Antrieb: das Missmanagement kultureller Werte. Kultur, ja sie hat ihren Wert und diesen einfach zu opfern, kommt nicht infrage!

Achtens, die Geschwindigkeit, mit der hier 'Wissen' geteilt wird, lässt wenig Raum für das Testen und Reflektieren von Ideen. Diese Welt des Bildungswildwuchses braucht mehr Hege und Pflege, statt ständiger Umbauten. Neuntens, es gibt doch bereits gefestigte Systeme, warum diese nicht einfach nutzen und aufbauen, fragen sich sicher einige.

Und zehntens, ist es nicht nachvollziehbar, warum man die grundsätzliche Frage der Machbarkeit ignorieren sollte. Unser Schulsystem ist nicht perfekt, aber es basiert auf Grundsätzen, die sich über Generationen erstrecken und bewährt haben. Die Zeit für Konzeptspielereien ist noch lange nicht da.

Zum Schluss, das große 'Warum' sollte sich wohl jeder selbst beantworten. Während die Nach der Schule (Gruppe) weiterhin versucht, mit Elan ihre Sporne zu zeigen, ist es an der Zeit, genauer hinzuschauen, bevor man das Bewährte gegen das Ungewisse eintauscht.