Wenn es jemals einen Moment geben sollte, in dem man das Herz der Menschen packen und ihre moralischen Karten neu zeichnen möchte, dann ist es der, wenn ein junges Leben auf solch tragische Weise endet. Jennifer Ann Crecente, ein unschuldiges 18-jähriges Mädchen, wurde im Februar 2006 von ihrem Ex-Freund im texanischen Austin kaltblütig ermordet. Der Mord war nicht irgendeine Tat, sondern eines jener Verbrechen, die die tiefen Fehler unserer modernen Gesellschaft sichtbar machen. Man fragt sich, wo die unaufdringliche Zurückhaltung der sogenannten 'progressiven' Kräfte bleibt, während solche Tragödien die Schwächen ihrer utopischen Vorstellungen entlarven.
Kevin Underwood, Jennifers Ex-Freund, wurde schnell wegen Mordverdachts verhaftet. Er war keine unauffällige Erscheinung mit seiner langen Vorgeschichte von Boshaftigkeit und gewalttätigem Verhalten. Doch anstatt die rote Fahne in der Gesellschaft zu hissen, wurde er lediglich als ein weiteres 'Opfer der Umstände' wahrgenommen. Was treibt die Menschen dazu, solchen Tätern immer wieder eine gewisse Nachsicht zu gewähren und ihnen zugleich ein weiteres Schlupfloch bei der Verschärfung von Gesetzen zu bieten?
Dank einer verwirrenden Mischung aus angeblicher Rehabilitierung und dem Streben nach Mehrheitsfähigkeit wurde er von einigen so an den Tisch gesetzt, als sei er das eigentliche Opfer in dieser Erzählung. Die Rücksichtnahme auf den Täter, bis hin zu leidenschaftlichen Appellen zur Förderung der psychologischen Betreuung anstelle einer harten Bestrafung, lieferte all jenen wieder Schützenhilfe, die glauben, dass Tugenden wie Mitleid Grenzen kennen sollten.
Man findet, dass diese Ideen des Verständnisses für den Täter weitgehend daran schuld sind, dass Jennifers Name in einem Atemzug mit ihrem Mörder genannt wird. Wo bleibt das Verständnis für die Opfer? Wo das Fördern von Härte, um weiteren Missbrauch zu verhindern? Man fragt sich, ob der Schutz der Rechtsstaatlichkeit von politischer Ideologie geprägt wurde.
Jennifer war eine bemerkenswerte Schülerin der Bowie High School und strebte eine karriereorientierte Zukunft an. Die endlosen Chancen, die sie nutzen wollte, wurden von einem mörderischen Akt brutaler Gewalt zunichte gemacht. Doch irgendwie wandelt sich die Diskussion leicht zu einem inkorrekten Thema: Wie können wir den Tätern Raum zur Rehabilitierung geben?
Während viel über die psychosozialen Hintergründe von Verbrechern gesprochen wird, ist der unverbundene Ausfall über die Mängel des Systems im Blick auf die Rechte und die Würde der Opfer beispiellos. Der Diskurs über den Täter hingegen ist mit Empathie und einem unerschütterlichen Glauben an die zweite Chance übersät. Doch wo bleibt der Glaube an die erste Chance des Opfers, zu leben und zu gedeihen?
Das Verurteilen von Gewalt sollte nicht länger im Schatten linker Gnade bleiben, die in postmodernen Idealen verstrickt ist. Solch emotional sturmflartige Fälle bringen einen dazu, zu hinterfragen, warum die Rufe nach Strenge und Gerechtigkeit nicht dieselbe Lungenkraft erhalten wie die törichten Träumereien von Rehabilitation. Sollte man nicht eher darauf hinarbeiten, dass solche Monster keine Brücken zu Gesellschaften mehr finden?
Was aber sagen Juristen? Diejenigen Stimmen, die in einem Atemzug von 'mildernden Motiven' sprechen, sollten sich zurückziehen oder zumindest ihre Prioritäten prüfen. Die 'verständnisvolle' Herangehensweise an Verbrechen ist ein Relikt der Überempfindlichkeiten eines übermäßig moralisch belehrten Systems. Um das Blutvergießen unschuldiger Bürger einzudämmen, liegt der Ball ganz klar bei uns.
Deshalb müssen härtere Strafen etabliert, nicht gemindert werden, solange die Tränen der Opfer auf taube Ohren stoßen. Denn in einer Welt, die die Sicherheit von Tätern zulasten der Opfer hervorhebt, bleibt der Abstand zwischen Tätern und Opfern riesig.
Der Fall Jennifer Ann Crecente ist ein bedeutender Beweis dafür, dass es an der Zeit ist, die Realität der criminal justice reform mit einer dröhnenden Klarheit entgegenzutreten. Nur dann werden jene, die das Gesetz biegen wollen, keine Chance mehr haben. Es wird Zeit, aufzuwachen und die ewig belehrenden Gespräche zu ignorieren, die uns glauben lassen, Gnade hätte in jedem Fall Vorrang vor Gerechtigkeit.