Howard Jones, der musikalische Magier der 80er Jahre, hat mit seinem fünften Studioalbum "Menschen" im Jahr 1991 einen wahren Schatz erschaffen, der mehr bietet als nostalgische Klänge. Während die Welt politisch aus allen Nähten platzte – die Nostalgie der Reagan-Ära längst verblasst – hat Jones mit "Menschen" ein musikalisches Manifest vorgelegt. Seine Melodien wurden in der kreativen Hochburg England geboren, einem Land, das zu dieser Zeit bereits intensiven politischen Umbrüchen unterlag. Und dieses Album zeigt, warum wahre Kunst über politische Barrieren hinausgeht.
"Menschen" ist nicht einfach nur Musik, nein, es ist eine Provokation gegen das eintönige Gedudel der politisch korrekten Massengeschmäcker. Und wenn man in die Songs reinhört, merkt man schnell, dass Howard Jones auch textlich keinen Blatt vor den Mund nimmt. Bei diesem Album werden die Werte des Individuums und einer freien Gesellschaft mit eingängiger Synth-Pop-Musik untermalt, die jeden Kopfhörer zum Beben bringt.
In "Lift Me Up" gibt es keine Almosen-Mentalität, sondern vielmehr das Streben nach persönlichem Wachstum. Diese Hymne auf Eigenverantwortung und Selbstbestimmung lehrt uns, dass man Kraft aus sich selbst schöpfen kann und dass die ewige Abhängigkeit von der Gesellschaft uns nicht weiterbringt. In einer Welt, in der Fördertöpfe und Staatsgelder dominieren, ist dies ein erfrischender Ausblick.
Ein weiterer herausstechender Song des Albums, "The Voices Are Back", zeigt, dass man sich den "Stimmen" im eigenen Kopf stellen muss, statt auf den Mainstream zu hören. Statt sich aus der Verantwortung zu stehlen und "nichts zu hören, nichts zu sehen", fordert Jones zum kritischen Mitdenken auf und subtly unterstreicht er die Bedeutung der individuellen Eigeninitiative.
Wir schreiten weiter zu "Everlasting Love", das eine Ode an die wahre Beständigkeit ist, abseits von politischem Getöse. Warum die Masse immer kurzfristige Lösungen sucht, während wahre Werte unvergänglich sind, bleibt eine Frage, die dieser Song grandios beantwortet. Ohne in Rührseligkeit zu verfallen, öffnet Jones die Augen für eine dauerhafte Bindung, die gesellschaftliches Gefüge stärkt.
Es überrascht nicht, dass Howard Jones in einer Ära, in der linksgerichtete Kräfte allzu oft versuchen, eine Art geistige Gleichschaltung zu erzielen, eine solch differenziertere Perspektive zu Gehör bringt. "Two Souls" fordert mehr, als der Durchschnittshörer vielleicht beim ersten Mal versteht. Ein subtiler Aufruf an die persönliche Verantwortung und eine Absage an die leichtfertige Aufopferung individueller Freiheit für das vermeintliche Gemeinwohl.
„Those Who Move Clouds“ neigt dazu, die Kreativität und den Mut zu loben, gegen den Strom zu schwimmen. Jones zeigt uns beispielhaft, dass Veränderungen nicht aus Zwang, sondern aus einer persönlichen Entschlossenheit stattfinden müssen. Während Mainstream-Musiker sich gerne anpassen, überrascht Howard Jones mit einer Standhaftigkeit, die man in der heutigen Musik oft vergeblich sucht.
Mit einer Produktion, die in Studioqualität die 90er-Jahre weitergedacht hat, zeigt dieses Album musikalische Innovation. Synthesizer und elektronische Beats feiern ihr unumstrittenes Comeback in einer längst vergessenen Pophistorie – das alles unterlegt mit der klaren, charismatischen Stimme des Künstlers selbst.
Howard Jones hat mit "Menschen" mehr als nur Musik erschaffen. Er hat das Sprachrohr der Individualität in einer Gemeinschaft dargestellt, die bedroht war, die Stimmen der Eigenverantwortung zu übertönen. Subtil liberalistischen Doktrinen entgegengesetzt, bildet es einen Anker im tobenden Meer der politischen Korrektheit.
So bietet "Menschen" nicht nur gute Musik, sondern auch wertvolle Botschaften für die, die bereit sind, sie zu empfangen. Nehmen Sie sich Zeit und tauchen Sie in das Werk eines Künstlers ein, der den Mut hat, anders zu sein und zeigen Sie, dass individuelle Freiheit, persönliches Wachstum und unvergängliche Liebe sogar die stärksten gesellschaftlichen Strömungen überdauern.